Wirtschaft
Franken

Die Chinesen kommen: Schweizer Franken im internationalen Zahlungsverkehr von Renminbi überholt

Bild
Bild: EPA
Währung auf dem Vormarsch

Die Chinesen kommen: Schweizer Franken im internationalen Zahlungsverkehr von Renminbi überholt

28.02.2014, 10:3128.02.2014, 11:25

Die chinesische Währung ist nicht frei handelbar. Ihr Wechselkurs wird von der Regierung in Peking kontrolliert. Trotzdem wächst die Bedeutung des Renminbi – auch Yuan genannt – im internationalen Zahlungsverkehr rasant. Nach Angaben des Finanzdienstleisters Swift rangierte er im Januar auf Platz sieben, mit einem Anteil von knapp 1,4 Prozent.

Damit hat der Renminbi erstmals den Schweizer Franken überholt, wenn auch knapp. Ein Jahr zuvor lag er noch auf Rang 13, sein Anteil am Zahlungsverkehr war weniger als halb so hoch. Der Abstand zu US-Dollar und Euro, den wichtigsten Weltwährungen, bleibt jedoch beträchtlich. Weil er nicht frei handelbar ist, hat der Renminbi nicht die Bedeutung, die der Wirtschaftsmacht China entspricht.

Sein rascher Aufstieg weckt dennoch Begehrlichkeiten. Zahlreiche Finanzplätze möchten sich als Handelsplatz für den Renminbi etablieren. Dies hängt von der Zustimmung der chinesischen Notenbank ab. Die Schweizer Banken möchten in diesem Geschäft ebenfalls mitmischen, doch die Konkurrenz schläft nicht. London ist bereits heute neben Singapur der wichtigste Renminbi-Hub ausserhalb von China und Hongkong. Auch Frankfurt buhlt um die Gunst der Chinesen. (pbl)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Billigmode-Riese Primark wollte in dieses Schweizer Einkaufszentrum – doch das lehnte ab
Der irische Kleiderhändler ist bei Schnäppchenjägern äusserst beliebt. Doch bisher gibt es Primark nur im Ausland. Dies hätte sich ändern können, doch ein hiesiger Einkaufstempel bockte.
Alles begann 1969 an der Mary Street im Zentrum von Dublin. Dort eröffnete der erste Penney's-Laden seine Tore. Heute betreibt die Firma, die ausserhalb Irland Primark heisst, knapp 500 Geschäfte voll mit Billig-Mode und Accessoires. Primark ist quasi das fleischgewordene Shein. Sprich: Kleider, Schuhe, Lippenstifte und Handykabel zu Spottpreisen made in China, Bangladesh, Kambodscha oder Sri Lanka. Der Jahresumsatz beträgt rund 10 Milliarden Franken.
Zur Story