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Neue Studie zeigt: So frauenfeindlich ist das Schweizer Steuersystem

Das Schweizer Steuersystem sei frauenfeindlich und stelle ein Hindernis für berufstätige Frauen dar. Das schreibt die liberale Denkfabrik Avenir Suisse in einer neuen Studie. 3 Dinge, die du darüber wissen musst.



Warum bezeichnet Avenir Suisse das Schweizer Steuersystem als frauenfeindlich?

Die in der Schweiz geltende gemeinsame Besteuerung von Ehepaaren führe dazu, dass sich eine Erhöhung des Pensums des zweitverdiendenden Elternteils rein finanziell nur selten lohne, heisst es in der Studie, die am Donnerstag von der liberalen Denkfabrik Avenir Suisse vorgestellt wurde. Denn dieses Einkommen – in 90 Prozent der Fälle sei es dasjenige der Frau – werde wegen des höheren Grenzsteuersatzes deutlich höher besteuert, als das bei einer individuellen Veranlagung der Fall wäre.

Dadurch werde für verheiratete Frauen ein Anreiz geschaffen, nicht oder nur mit einem tiefen Pensum zu arbeiten. Erschwerend komme hinzu, dass höhere Arbeitspensen beider Elternpaare auch mit zusätzlichen Betreuungskosten verbunden seien.

Diese Kosten stiegen bei einer Erhöhung der Erwerbstätigkeit der Frau überproportional. Denn das höhere Familieneinkommen führe auch dazu, dass der Anspruch auf Subventionen sinke. Wenn sich die Ehefrau also entscheide, mehr zu arbeiten, müsse die Familie nicht nur für mehr Kita-Tage bezahlen, sondern oft auch noch auf die Subventionen verzichten.

Ist das nur in der Schweiz so?

Steuerliche Bestrafung gibt es auch in anderen Ländern. Deutschland, Belgien und Dänemark haben ein stark progressives Steuerystem. In diesen Ländern werden die Zweitverdienerinnen besonders stark bestraft. Grossbritannien, Schweden und Österreich wenden eine reine «Individualbesteuerung» an. Dort ist ein Nachteil wie in der Schweiz nicht vorhanden.

Wie könnte das Steuersystem gerechter werden?

Bestrebungen, die Schwächen des Schweizer Steuersystems zu beheben, gibt es schon lange. Seit rund 30 Jahren diskutiert die Politik über die Abschaffung der «Heiratsstrafe».

Avenir Suisse verglich in der Studie acht Reformvorschläge zur Ehepaar- und Familienbesteuerung auf Bundesebene. Sie untersuchten anhand von Schätzungen, welche Anreize dabei für Frauen geschaffen würden, in die Arbeitswelt einzusteigen oder mehr zu arbeiten.

Sie kommen zum Schluss, dass eine Individualbesteuerung das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweisen würde. Weil vom Zivilstand unabhängig, bringe sie auch keine Heiratsstrafe oder einen Heiratsbonus mit sich. Zudem würde die individuelle Besteuerung zu weniger Steuerausfällen führen als Modelle mit einer gemeinsamen Veranlagung.

Auch eine Erhöhung des Betreuungskostenabzugs würde die Erwerbsbeteiligung von Frauen erhöhen, bei vergleichsweise tiefen Steuerausfällen. Im Gegensatz dazu wäre eine Erhöhung des Kinderabzugs teuer und hätte nur eine geringe wenn nicht sogar negative Auswirkung auf die Beschäftigung der Frauen, schreibt Avenir Suisse. (ohe/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • ernst.haft 25.06.2020 22:29
    Highlight Highlight Da geht‘s um die direkte Bundessteuer, oder? Die macht für Normalverdienende ca. 10% der Steuerlast aus und hat wohl wenig Einfluss auf den Entscheid, mehr oder weniger zu arbeiten.
    Die kantonale Steuer wird sehr unterschiedlich erhoben; in Basel-Stadt gilt oberhalb des Freibetrags ein fixer Steuersatz. Der Freibetrag für Paare ist aber geringer als von zwei Einzelpersonen, dafür ist der Steuersatz leicht tiefer. Dies kann meines Wissens als „Heiratsstrafe“ wirken, wenn beide ähnlich viel verdienen.
  • Rethinking 25.06.2020 21:11
    Highlight Highlight In sämtlichen Systemen (Steuern, AHV, IV, PK etc.) sollte nicht mehr zwischen Familie, Verheiratet, Paar und Single unterscheiden werden...

    Alle Personen sollten als eigenständige Parteien behandelt werden...

    Nur so kann die Diskriminierung von Frauen, Unverheirateten und Kinderlosen vermindert werden...
  • El Vals del Obrero 25.06.2020 20:44
    Highlight Highlight Ich wäre ja sehr dafür, dass die beiden Einkommen einfach seperat und individuell betrachtet und besteuert werden sollen, unabhängig von Heiratsstatus. Aber nicht für sonstige Steuerabzüge, worum es EconomieSuisse wohl eher geht.

    Eine allfällige Umstellung könnte man ja insgesamt kostenneutral haben, wenn man allenfalls die Steuersätze minim soweit anpasst, dass das Endresultat gleich ist, das System dafür aber einfacher und gerechter.
  • Peter Vogel 25.06.2020 18:04
    Highlight Highlight Das ist doch viel zu weit hergeholt. Gleichzeitig stellt die Wehrpflicht / das bezahlen von Wehrpflichtersatz eine viel grössere Diskriminierung von Männern dar. Ich will gar nicht ausrechnen wie viele 10'000.- mich das damals gekostet hat.
  • S. L. 25.06.2020 15:15
    Highlight Highlight Die Studie ist von Avenir Suisse. Wer finanziert Avenir? Frauenfreundliche oder nicht doch eher geldgierige Superreiche, die uns Normalsterblichen gegeneinander ausspielen möchten?
  • xeceyoy 25.06.2020 15:12
    Highlight Highlight Wow... laut Avenir Suisse sind nur Ehefrauen "Frauen"?
    Das ist Frauenfeindlich...
  • Shisha 25.06.2020 15:08
    Highlight Highlight Wenn jeweils die Rechnung der Wehrpflichtersatzabgabe ins Haus flattert, fühle ich mich als Mann nicht wirklich bevorzugt. 🙄
  • Ökonometriker 25.06.2020 13:48
    Highlight Highlight Hier geht aber vergessen, dass nicht alle Frauen auch arbeit finden. So sind zahlreiche Frauen arbeitslos, ohne aber beim RAV gemeldet zu sein. Sie sind quasi Zwangshausfrauen. Deren Mann ist auch gefangen und kann sein Pensum nicht reduzieren. Auch gibt es paare, bei denen sich die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Partner stark unterscheidet.

    Wenn man jetzt bei solchen Familien den Heiratsbonus auch noch wegnimmt, marginalisiert man sie weiter. Daher würde die Lösung Familieneinkommen/2 die Wohlfahrt der Familien stärker erhöhen als die Individualbesteuerung.
    • Peter Vogel 25.06.2020 18:08
      Highlight Highlight Zwangshausfrauen, so ein Schwachsinn. Wer sich beim RAV nicht meldet braucht auch nicht zu jammern. Der Staat kann ja nicht hellsehen (zum Glück) wer noch Arbeit sucht. Ein bisschen Eigenverantwortung braucht es schon.
  • Joe Smith 25.06.2020 13:32
    Highlight Highlight Frauenfeindlich ist vor allem Avenir Suisse, die ganz selbstverständlich davon ausgeht, dass der Mann Hauptverdiener und die Frau nur Zweitverdienerin ist. Wenn es Avenir Suisse mit der Sorge um Gleichstellung ernst wäre, so würde sie sich zuerst für die Lohngleichheit einsetzen, aber dazu hört man von Avenir Suisse nichts. (Selbstverständlich unterstütze ich die Idee der Individualbesteuerung, aber das fordert die Linke seit Jahren.)
  • Nekomana 25.06.2020 13:16
    Highlight Highlight Und genau deswegen Heiratet man nicht. Heute ist ein Konkubinat mit Vertrag billiger + die wichtgsten Dinge (Gütertrennung ect) kann man niederschreiben. Man Heiratet erst wenn Kinder ins Spiel kommen - da es dann müshamer wird. Aber wenn man Kinder haben will, muss man sich das sowieso gut in der Schweiz... Verdienen beide gut? Wird jemand zu Hause bleiben ect.
    • Rethinking 25.06.2020 21:16
      Highlight Highlight Unverheiratet bist du gegenüber Verheirateten bei vielen Themen benachteiligt:

      z.B. Erbschaftssteuern und Pensionskasse
  • benn 25.06.2020 13:07
    Highlight Highlight Ja wir haben auch schon geplant uns vor der pensionierung wieder scheiden zu lassen dann gibts mehr von der ahv, da wird man als verheiratetes paar auch bestraft. Sorry system komplett gaga, ich suche meinen weg!
  • John Henry Eden 25.06.2020 13:07
    Highlight Highlight Wieso gehen diese Studien immer davon aus, dass es nichts geileres als Arbeit gibt?

    Die morgendlichen Gesichter am HB sprechen eine andere Sprache.
  • CalibriLight 25.06.2020 13:04
    Highlight Highlight Hier wird einfach von der Realität ausgegangen, dass Frauen mit Partner/Kindern zu 90% weniger ausser Haus arbeiten als die Männer.
    Wenn schon "frauenfeindlich", dann ist es diese private Konstellation (aus was für Gründen es immer so ist) und sicher nicht das Steuergesetz.
  • Slender Man the Mohrenkopf 25.06.2020 12:46
    Highlight Highlight Aus meiner Sicht könnte man die Individualbesteuerung jederzeit einführen, dies würde dann selbstverständlich eine Anpassung der Systeme in den Sozialversicherungen bedeuten. Um Unterdeckungen zu verhindern, müssten die hausaltführenden und hauptsächlich erziehenden Ehepartner vom Ehepartner, der das Haupteinkommen verdient einen Lohn erhalten und versichert werden.
    • Popo Catepetl 25.06.2020 18:54
      Highlight Highlight Nein. Haushaltseinkommen/2 und das ist dein jeweiliger Anspruch.
    • Slender Man the Mohrenkopf 26.06.2020 16:31
      Highlight Highlight Kann auch so gelöst werden, jedoch kann das nur auf verheiratet Paare und nicht auf Kunkubinate zutreffen.
  • Donald 25.06.2020 12:35
    Highlight Highlight Leider hat das progressive Steuerystem Mängel, die man nie ganz beseitigen kann. Es schafft sehr viele falsche Anreize.

    Vielleicht kommt man irgendwann darüber hinweg... aber momentan ist die Motivation Gut­ver­die­nen­de zu bestrafen einfach grösser, als ein sinnvolles System zu finden.
    • reffx 25.06.2020 13:55
      Highlight Highlight Die Mikrosteuer wäre ein wichtiger erster Schritt das veraltete Steuersystem der digitalen Welt anzupassen!
    • Zyniker haben es leichter 25.06.2020 15:32
      Highlight Highlight Die Mikrosteuer funktioniert wunderbar... Auf dem Papier... Unter der Voraussetzung, dass wir das Verhalten beim Geld verschieben nicht ändern könnten... Eines der Hauptopfer sind dann übrigens Pensionskassen und damit die ganze arbeitende Bevölkerung...
    • Popo Catepetl 25.06.2020 18:55
      Highlight Highlight Reffx: was meinst du mit der Mikrosteuer?
  • ChiliForever 25.06.2020 12:30
    Highlight Highlight "...Deutschland, (...) haben ein stark progressives Steuerystem..."

    Das ist zwar richtig, allerdings geht die steuerliche Schlechterstellung des einen Ehepartners einher mit einer erheblichen Verbesserung des anderen. Zu sagen, für den Schlechterverdienenden sei die Einzelveranlagung besser, ignoriert, daß dann der andere erheblich mehr schlechter gestellt würde.

    Oder soll hier nach dem reinen Rosinen-Picker-Prinzip allen Ernstes für den Besserverdienenden die Zusammveranlagung (alleine) und für den Schlechterverdienenden die Einzelveranlagung gefordert werden???
    • ChiliForever 25.06.2020 12:59
      Highlight Highlight Die Zusammenveranlagung ist in nahezu allen fällen besser als die Einzelveranlagung. Man kann darüber diskutieren, daß das System Besserverdienende mehr unterstützt als Gering- oder Durchschnittsverdienende. Das leigt aber an dem progressiven Steuersatz. Diese Besserstellung bekäme man nur mit einer Flat-Tax weg, die aber garantiert nicht die Geringverdienenden fördert.
      Wen die Zusammenveranlagung schlechterstellt hat auch immer die Möglichkeit, die getrennte Veranlagung (= Einzelveranlagung zu wählen).
    • ChiliForever 25.06.2020 13:04
      Highlight Highlight Die vermeintliche Schlechterstellung des weniger verdienenden Ehepartners liegt übrigens ausschließlich am deutschen Steuerklassensystem, daß die Vergünstigungen der Zusammenveranlagung schon auf die monatliche Lohnsteuer vorzieht.
      Wer hier eine Benachteiligung des Schlechterverdienenden bzw. der Frauen sieht, kann das einfach beseitigen: Die Steuerklassen 3 (besserverdienende Ehepartner) / 5 (schlechterverdienende Ehepartner) werden ersatzlos gestrichen, für die Lohnsteuer gibt es für Ehepartner nur noch die Steuerklassen 4 / 4 (4 entspricht 1 = Nichtverheiratete).


    • Lioness 25.06.2020 13:10
      Highlight Highlight Es hat auch mit folgendem zu tun: zwei Ehepaare, bei beiden arbeiten Mann und Frau, beide haben das gleiche gemeinsame Einkommen zu versteuern. Beim einen Paar verdient ein Teil 80% des Einkommens, beim anderen Paar verdienen beide gleichviel. Obwohl beide Paare gleichviel Einkommen versteuern müssen, zahlt das Paar mit dem gleichmässigen Einkommen mehr Steuern. Das ist der Gleichstellung abträglich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lupe 25.06.2020 11:54
    Highlight Highlight Das System ist auch männerfeindlich, wir müssen Dienst leisten, oder Ersatz zahlen ❗
  • Antichrist 25.06.2020 11:51
    Highlight Highlight Würde dieses Gesetz Ausländer oder gar Schwarze benachteiligen, wäre es übermorgen schon geändert. Hier geht's aber darum, die gutverdienende Mittelschicht abzuzocken, deshalb passiert nichts. Meistens arbeiten die Frauen halt trotzdem zur Selbstverwirklichung oder weil niemand so richtig ausrechnet, dass eine Pensumerhöhung um 20-40% praktisch keinen finanziellen Nutzen bringt.
  • Töfflifahrer 25.06.2020 11:44
    Highlight Highlight Und wie ist es wenn das Haupteinkommen die Frau erwirbt und der Mann das Zweit-Einkommen?
    Dann werden plötzlich die Männer schlechter gestellt!
    Also hat dies mit dem Geschlecht nichts zu tun und da will man sich die Geschlechterfrage einfach mal zu Nutze machen.
  • Vecchia 25.06.2020 11:41
    Highlight Highlight Mit der Umwandlung von Problemen sozialer Schichten, Familien und gewissen Berufen in reine Frauenprobleme wird nichts erreicht. Das hemmt die objektive Erfassung der Realität und verhindert erfolgreiche weitreichende Problemlösungen.

    Hier geht es nicht um Frauenfeindlichkeit sondern um die "Heiratsstrafe". Bei einem Konkubinat oder getrennten Paaren ist steuerlich nämlich meistens der Mann im Nachteil.

    • Slender Man the Mohrenkopf 25.06.2020 16:02
      Highlight Highlight Das Kunkubinat ist in keiner Weise mit einer Heirat zu vergleichen, darum können diese Lebensformen auch nicht als Beispiele für eine Heiratsstrafe genutzt werden.
      Vereinfacht gesagt, ist ein Kunkubinat eine Wohngemeinschaft von Menschen die auch Sex miteinander haben, rechtlich jedoch sonst keine gemeinsamen Ansprüche oder Rechte haben.
  • Emil22 25.06.2020 11:25
    Highlight Highlight Das ist ein absolut sexistisches Fazit! Die Regelungen beziehen sich überhaupt nicht auf ein Geschlecht. Es geht um die Verhältnisse. Die treffen w, m und <Platzhalter für Beliebiges> gleichermassen!
  • Bits_and_More 25.06.2020 11:07
    Highlight Highlight Meine Frau und habe im letzten Jahr beide 100% gearbeitet + EFH ( Eigenmietwert) und bezahlten über 30'000 Steuern. Vor der Heirat und ohne Haus waren es nie mehr als 10'000 / Jahr.

    Wir arbeiten nun beide 80%, freuen uns über +50% Wochenende und wesentlich weniger Steuern.

    Am besten fände ich aber auch eine Individualbesteuerung.
  • DeDanu 25.06.2020 11:04
    Highlight Highlight Muss man wirklich solch abstruse Aussagen treffen um den Graben zwischen den Geschlechtern noch breiter zu machen ? Was hat das mit frauenfeindlichkeit zu tun ? 2 Arbeiten, die Löhne werden addiert und darauf sind Steuern zu zahlen. Was ist bei einer Männerehe oder Frauenehe ? Wenn das alles ist was von dem Wirtschaftsdenker/innen Club kommt, kann man den getrost vergessen 🤔
  • Frankygoes 25.06.2020 10:58
    Highlight Highlight äh.. Frauenfeindlich ist, dass bei uns offenbar zu 90% das Weltbild "Mann arbeitet, Frau bleibt zu Hause" besteht. Da kann das Steuersystem aber nix dafür. Es benachteiligt bei Verheirateten der Partner, der weniger arbeitet, nicht explizit die Frau.

    Die "Studien" von Avenir Suisse haben immer das gleiche Ergebnis.. wir sollten mehr arbeiten und Regulierungen, die Arbeitnehmer schützen, abbauen... aber ja, der Think Tank finanziert sich ja auch ausschliesslich aus dem Big Business und die wollen Arbeitnehmer nun mal nicht zu Hause sehen. Unser aller Ziel sollte sein, weniger zu arbeiten..
  • Fairness 25.06.2020 10:57
    Highlight Highlight Unfair viel Steuern bezahlen Einzelpersonen.
    • Name_nicht_relevant 25.06.2020 11:37
      Highlight Highlight Dann such dir einen Partner/in oder Heirate. Oder mach Kinder oder oder...
    • Rethinking 25.06.2020 21:23
      Highlight Highlight Korrekt... Das hier dürfte dich interessieren: https://prosingleschweiz.ch/

  • stadtzuercher 25.06.2020 10:49
    Highlight Highlight Clever, die Leute von Economiessuisse. Haben erkannt, dass man wenn man Themen erfolgreich durchbringen will Frauen in irgendeiner Form als Opfer darstellen muss. Gilt natürlich auch für Steuersenkungen.

    • insert_brain_here 25.06.2020 11:21
      Highlight Highlight Exakt mein Gedanke, dumm sind die Typen nicht.
    • Albi Gabriel 25.06.2020 13:25
      Highlight Highlight Lesen bildet und Vorurteile machen blind... Das war nicht Economiesuisse...
  • Roger Rüebli 25.06.2020 10:49
    Highlight Highlight Aus meiner Sicht eher partnerfeindlich. Das System kann nichts dafür, dass es dabei ca. 90% Frauen trifft.
    • IZO 25.06.2020 15:43
      Highlight Highlight Wirklich?

      Das System(Ihr?/Wir?) hält sogenannte Frauenberufe künstlich klein. Was ist zb. mit Pflege/Erziehung oder typischen teilzeit Jobs? Alles systemrelevante Berufe die extrem Unterbezahlt sind. Arbeite selber auf dem Gartenbau (untere Lohnskala)und da ists klar. Quali, Führerausweis, Erfahrung, Sprachkenntniss und Verhandlungsgeschick sind entscheidend. Trotzdem verdient der Vorarbeiter der seit 20 Jahren für die Firma 'chrüplet' weniger als ein KVler mit mitte zwanzig.

      Und für was?

      Leistung fair entlöhnen auch auf der Arbeit sollte das Ziel einer aufgeklährten Gesellschaft sein.
  • Mutzli 25.06.2020 10:46
    Highlight Highlight Gibt schon einen Grund, wieso die SP seit zig Jahren Individualbesteuerung fordert damit nicht manche Leute fürs Arbeiten abgestraft werden.

    Z.B. Medienmitteilung von 2014 im Zusammenhang mit der CVP-Heiratsstrafeinitiative: "SP akzeptiert keine Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare [...] Die Einführung der Individualbesteuerung ist der einfachste und gerechteste Weg, um das Problem der Heiratsstrafe zu beseitigen."

    https://www.sp-ps.ch/de/publikationen/medienmitteilungen/sp-akzeptiert-keine-diskriminierung-gleichgeschlechtlicher-paare
    • Donald 25.06.2020 12:29
      Highlight Highlight Das hätte leider auch gravierende Nachteile. Ehepaare, die 60% + 60% arbeiten wären viel besser gestellt als 100% + 20%. Leider nicht zu Ende gedacht worden...
    • Lioness 25.06.2020 13:12
      Highlight Highlight Momentan sind Paare die 100+20% arbeiten besser gestellt als solche die 60+60% arbeiten. Ist das gut?
    • Donald 25.06.2020 13:55
      Highlight Highlight @Lioness
      Nein, deswegen ja "auch". Gleich schlecht. Siehe mein Beitrag bezüglich falsche Anreize des progressiven Steuersystems.
    Weitere Antworten anzeigen
  • cille-chille 25.06.2020 10:45
    Highlight Highlight Ewig leidiges Thema!

    In meinen Träumen stelle ich mir vor, wie ich in einem längst vergangenen Königreich lebe, wo sich jeder gemäss seinen Möglichkeiten, am Gemeinwohl beteiligt (so à la Rapunzel neu verföhnt 2.. höhö)
    Bei uns regiert das Geld und das zum Wohle derer, welche schon haben.
    Das Steuerrecht hinkt dem Zivilrecht hinterher und wird nur dort angepasst, wo eine starke Lobby Wind macht (meist für in die eigenen Taschen)
    Off topic: Wieviele Väter betreuen ihre Kinder 30 -40% und höher, können jedoch NULL Steuerabzüge geltend machen und sind in der höchsten Steuerklasse veranlagt?
    • Rethinking 25.06.2020 21:24
      Highlight Highlight Steuerabzüge sollten generell alle gestrichen und das Steuersystem vereinfacht werden...
  • Sam12 25.06.2020 10:40
    Highlight Highlight Täusche ich mich oder ist diese stärkere Besteuerung des zweiten Einkommens rein konzeptuell unabhängig vom Geschlecht? Kann mir nicht vorstellen, dass irgendwo im Steuergesetz steht, dass Männer (wenn sie Zweitverdiener sind) weniger besteuert werden als Frauen oder umgekehrt..deshalb finde ich diese Aussage von wegen frauenfeindlich etwas bei den Haaren herbeigezogen...
    • Domimar 25.06.2020 12:59
      Highlight Highlight @Sam12 Das ist korrekt. Dieser Artikel ist an sehr dünnen Haaren herbeigezogen. Kluge Paare wissen um diese progressive Besteuerung und passen beide ihr Pensum an, nicht einfach die 2.-Person. Es ist mal wieder einfach nur reisserisch. Da muss man sich nicht wundern, wenn Leute plötzlich genug von der Thematik Gleichberechtigung haben.
    • Daniel Caduff 25.06.2020 15:09
      Highlight Highlight Du hast natürlich 💯% recht. Schade, dass Watson aus diesem wichtigen Thema ein Geschlechterkampf-Thema macht.

      Betroffen sind Verheiratete mit 2 Einkommen.

      Unverheiratete Paare mit Kindern werden einzeln besteuert (entspricht der Individualbesteuerung). Verheiratete mit nur einem Einkommen sind ebenfalls nicht betroffen.

      Ich sags schon lange: Individualbesteuerung mit getrennten Pensionskassen und AHV ist das einzig faire System. Unabhängig von Geschlecht, Zivilstand oder Kindern.

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