Schweiz
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Artikel 25 im Mehrwertsteuergesetz bestimmt, welche Gegenstände eine Steuerreduktion erhalten.  bild: watson/piktochart

Diese Dinge werden tatsächlich tiefer besteuert als Tampons – weil sie «alltäglich» sind

Die australische Regierung hat die Tampon-Steuer abgeschafft. In der Schweiz zahlen Frauen 7,7 Prozent Mehrwertsteuer für Hygieneartikel. Katzenstreu profitiert hingegen von einem reduzierten Steuersatz – «absurd», findet SP-Nationalrat Jacques-André Maire.



Blutsteuer wird sie genannt. Die Mehrwertsteuer, die auf Damenhygieneartikel wie Tampons und Binden erhoben wird. In Australien gab die Regierung kürzlich bekannt, die Zusatzsteuer auf Frauen-Hygieneprodukte auf Anfang nächstes Jahr aus dem Gesetz zu streichen. Australien ist nicht das erste Land, das auf einen erhöhten Steuersatz für Tampons verzichtet. Neben Grossbritannien und Kanada hat auch die Europäische Union Vorschriften für die Mitgliedstaaten gelockert, damit diese den Mehrwertsteuersatz senken oder gar ganz aufheben können. 

In der Schweiz hatten ähnliche Forderungen bisher keine Chance. Der Neuenburger SP-Nationalrat Jacques-André Maire verlangte in einem Vorstoss einen reduzierten Steuersatz für  grundlegende Artikel wie Tampons, Windeln, WC-Papier, Seife oder Zahnpasta. Der Bundesrat schmetterte seinen Vorstoss ab. Zu gross sei das Loch, das in die Bundeskasse gerissen würde. Auf 50 Millionen Franken müsste der Bund verzichten, so Finanzminister Ueli Maurer: «Ohne dass sich das bei den Betroffenen im Portemonnaie wirklich niederschlagen würde.» 

Das Paradoxe dabei: Viele andere Gegenstände profitieren von einem reduzierten Steuersatz von 2,5 Prozent – nämlich dann, wenn sie per Gesetz «Güter des täglichen Bedarfs» sind. Zum Beispiel diese hier: 

Bild: KEYSTONE

«Das ist absurd», findet Nationalrat Maire. Er lässt sich von der Niederlage im Parlament nicht abschrecken. «Länder wie Australien, Kanada oder Grossbritannien zeigen, dass es geht.» Maire überlegt sich nun, sein Anliegen mittels einer parlamentarischen Initiative durchzusetzen – mit einer Änderung. WC-Papier und Seife soll nicht mehr mit auf die Liste. «Ich würde mich nur auf Damenhygieneartikel beschränken.» So würden auch die Mindereinnahmen für den Bund geringer ausfallen. 

Neben der politischen Ebene regt sich auch Widerstand in der Gesellschaft. 2016 färbte das feministische Kollektiv Aktivistin.ch zahlreiche Brunnen in Zürich blutrot, um auf die Ungerechtigkeit der verschiedenen Steuersätze aufmerksam zu machen. Anna*, Mitglied bei Aktivistin.ch, geht noch einen Schritt weiter: «Solange Frauen finanziell noch immer schlechter gestellt sind, wäre es eigentlich nur fair, Tampons, Binden und Menstruationstassen gratis abzugeben.» Das Kollektiv will auch in Zukunft für eine Reduzierung der Mehrwertsteuer für Damenhygieneartikel und die Enttabuisierung der Menstruation kämpfen.

Zwei Teenagerinnen kämpfen mit dem Spiel «Tampon Run» gegen ein gesellschaftliches Tabu

Menstruationsprodukte verursachen riesige Abfallberge

abspielen

Video: srf

*will nur mit Vornamen genannt werden

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schluch 05.10.2018 20:31
    Highlight Highlight Wie bei allen Produkten, die quasi zwangsläufig konsumiert werden müssen (OBs, Medis) hat die Höhe der Mehrwertsteuer keinen Einfluss auf den Preis. Der Kunde bezahlt (bis zu einem gewissen Punkt) was er muss. Deshalb wird der Handel verlangen was er kann. Da spielen weder Herstellungskosten noch Steuern eine Rolle. Was zählt ist die Gwinnmaximierung.
  • SJ_California 05.10.2018 18:34
    Highlight Highlight Man würde lieber die Menstruation abschaffen 😉
  • Jean Nine 05.10.2018 18:24
    Highlight Highlight Wer in Zeiten von Menstassen und Stoffbinden noch Tampons und etc kauft ist selber schuld..
  • Daniel Caduff 05.10.2018 17:00
    Highlight Highlight Schade, leider ist kein Ende Eurer Talfahrt in Richtung 20Minuten in Sicht. Inhaltlich bin ich einverstanden. Es ist richtig, Hygieneprodukte den Medikamenten gleichzustellen. Katzenstreu und Viagra zielen aber auf Skandalisierung. Es geht um Tierstreu (Landwirtschaft) und Medikamente. Es soll auch Paare geben, bei denen beide dankbar für Viagra sind. Kein Grund sich lustig zu machen. Oder verheiratete Paare ohne Gütertrennung, die gemeinsam von den höheren MwSt-Sätzen betroffen sind. Ich verstehe, dass Ihr Klicks braucht. Aber so kann ich meine Zeit auch direkt auf 20Minuten verschwenden.
  • Turi 05.10.2018 16:13
    Highlight Highlight Jeder empfindet Steuern als ungerecht. Dass jetzt aber Frauenhygieneartikel gegenüber Männerhygieneartikel weniger besteuert werden sollen, aus Sicht der Feministinnen, ist einfach lächerlich.
    • vilicht 06.10.2018 08:30
      Highlight Highlight Wieso? Frauen wählen sich die Menstruation gewiss nicht aus und empfinden sie (grösstenteils) als Beeinträchtigung im Alltag. Dass sie nebst Schmerzen und allen weiteren erfreulichen Symptomen auch noch Geld für besondere Hygieneartikel ausgeben müssen, ist von Grund auf ungerecht, da Männer diesen finanziellen Aufwand schlichtweg nicht haben. Rasiergel und Viagra sind freiwillig bzw. wunschbasiert, um einige Beispiele zu nennen. Wäre die Wirtschaft ganz fair, wären Tampons, Binden, Menstruationstassen etc. gratis.
    • vilicht 06.10.2018 08:30
      Highlight Highlight Und auch Frauen bezahlen für Pille, Rasierer und Co. Ich sehe ganz ehrlich nicht ein, womit sich der finanzielle Aufwand für Menstruationsprodukte auf Männerseite vergleichen liesse. Klär mich doch bitte mal auf.
  • Phrosch 05.10.2018 14:15
    Highlight Highlight Die ganze Liste nochmals durchgehen, und was alle betrifft (auch alle Frauen oder alle Männer) ist alltäglich. Was eher wenige betrifft (z.B. Visgra, wohl auch Katzenstreu) ist nicht alltäglich. Das sollte in der Kasse wieder aufgehen.
    • R. Peter 06.10.2018 06:22
      Highlight Highlight Phrosch, weder Katzenstreu noch Viagra sind wegen der Alltäglichkeit tiefer besteuert. Ersteres ist ein Produkt aus der Vorstufe der Nahrungsmittelproduktion (der Einfachheit halber wird nicht zwischen Haustieren und Nutztieren unterschieden - Glück für Katzenhalter), letzteres ist ein Medikament.

      Die Aussage des Artikels, alle diese Produkte seien noedriger besteuert weil alltäglich ist grundfalsch und dient höchstens der Empörungsbewirtschaftung.
      Dass trotz zigfachem Hinweis kein Korrigendum erstellt wird, spricht Bände. Erfahrungsgemäss folgt das in 5 Tahen, wenns keine Sau mehr liest.
  • aglio e olio 05.10.2018 14:02
    Highlight Highlight Den oft geäusserten Vergleich mit Rasierzubehör finde ich etwas absurd.
    Haare im Gesicht und Blut im Schlüpper sind für mich irgendwie grundverschieden.
    Übrigens gibt's auch Frauen die sich rasieren...
    • SeboZh 05.10.2018 20:30
      Highlight Highlight Nur müssen Männer sich rasieren je nach Job. Ob gewollt oder nicht... Und das hört bei ü50 auch nicht wieder auf. Ironie aus.... Ist aber wohl noch alltäglicher.
  • Benno Steinmann 05.10.2018 11:39
    Highlight Highlight Diese Dikussion zeigt eigentlich nur wie unsinnig verschiedene Mehrwertsteuersätze sind. Egal was man macht es wird immer Ungerechtigkeiten geben. Darum braucht es endlich einen Einheitssatz für die Mehrwertsteuer.
  • Katzenseekatze 05.10.2018 11:08
    Highlight Highlight Viagra. Das ist ja der Hammer 🔨. Das müsste doch mit 20% besteuert werden. 😘
  • drüber Nachgedacht 05.10.2018 10:52
    Highlight Highlight Hauptsache es wird wieder eine Gender Diskussion in Gang gebracht.

    35 Rappen pro Monat, sind im Jahr 4 Franken.

    Sind das wirklich noch die grossen Frauen Probleme?

    • Katzenseekatze 05.10.2018 11:09
      Highlight Highlight Im Kleinen fängt es an ...
    • R. Peter 05.10.2018 11:26
      Highlight Highlight Katze, was ist denn das Problem? Dass AUCH Hygieneartikel für Frauen normal besteuert werden? Aha... Rasierer oder Schuheinlage oder Brillen werden auch nicht reduziert versteuert...
    • Ramy 05.10.2018 14:16
      Highlight Highlight 35 rappen pro Monat? wirklich? Denkst du eine Frau benötigt 1 Tampon pro Monat? In deiner Welt möchte ich leben xD
    Weitere Antworten anzeigen
  • k~m 05.10.2018 10:45
    Highlight Highlight Reduzierter Mehrwertsteuersatz (2,5%): Wasser in Leitungen, Nahrungsmittel und Zusatzstoffe, Vieh, Geflügel, Fische und andere Tiere zu Speisezwecken, Getreide, Sämereien, Setzknollen und -zwiebeln, lebende Pflanzen, Stecklinge, Pfropfreiser sowie Schnittblumen und Zweige, auch zu Arrangements, Sträussen, Kränzen und dergleichen veredelt, Futtermittel, Silagesäuren, Streumittel für Tiere, Dünger, Pflanzenschutzmittel, Mulch und anderes pflanzliches Abdeckmaterial, Medikamente, Zeitungen, Zeitschriften, Bücher und andere Druckerzeugnisse ohne Reklamecharakter.
  • Magenta 05.10.2018 10:22
    Highlight Highlight Mädels, kauft Euch eine Menstruationstasse und Ihr braucht nie mehr Tampons! Bei richtiger Pflege hält eine solche Tasse für rund 30 bis 40 Franken locker einige Jahre.
    • Magenta 05.10.2018 19:21
      Highlight Highlight Jeanne d'Arc, warum 🤢? Die Tassen sind aus medizinischem Silikon (zumindest meine), und selbstverständlich sterilisert man sie regelmässig. Ich finde das hygienischer und gesünder, als mir irgendwelchen mit Chemie und Bleichmittel behandelten Zellstoff in die Vagina zu schieben. Zudem gerinnt das Blut mit einer Tasse nicht, weshalb absolut keinerlei Gerüche entstehen. Aber ja, mit einer Tasse muss man Blut ertragen können und auch ein relativ entspanntes Verhältnis zu seinem Körper haben. Jede soll's doch so machen, wie sie will. Ich fühle mich mit der Tasse seit Jahren absolut wohl. 😁
  • Wentin 05.10.2018 10:17
    Highlight Highlight Eine Packung Tampons im Coop (32 Stk) würde so ganze 25 Rappen günstiger werden. Das macht nicht mal einen Rappen pro Tampon... Ich weiss nicht ob sich das die Ärmeren weiter leisten können mit diesen Wuchersteuern! Natürlich würde auch die Industrie bei einer Mehrwertsteuerreduktion sofort die Preise senken, anstatt einfach mehr Gewinn einzustreichen und den Preis unverändert zu lassen. *Sarkasmus aus*
  • andrew1 05.10.2018 10:07
    Highlight Highlight Das ist jetzt wieder ein kleinliches gezwänge. Wegen diesen paar fr pro jahr.
    Diesel und benzin sind auch altagsprodukte dennoch 100% besteuert. Dort fällt es sogar ins gewicht mit mehreren 100 fr pro jahr nur steuern.
    • Nuance 05.10.2018 16:08
      Highlight Highlight Jup. Unterschied: das sind Lenkungsabgaben.
    • Märzespriggeli mit Pappnäsli 06.10.2018 18:51
      Highlight Highlight Dann können wir Frauen ja froh sein ein, dass wir unsere Autos mit unserer Periode betanken können.... *Ironieoff
  • Randy Orton 05.10.2018 09:54
    Highlight Highlight Dann machen wir doch einfach überall 7,7% weil sonst kommen dann die Männer und wollen für ihre Hygieneprodukte auch einen reduzierten Steuersatz.
  • Caturix 05.10.2018 09:49
    Highlight Highlight Ja und ? glaubt eine der Preis wird dann runter gehen ? vielleicht am Anfang und dann wenn es alle vergessen haben geht es wieder rauf.
    • Citation Needed 06.10.2018 10:43
      Highlight Highlight So ist es.
  • p4trick 05.10.2018 09:37
    Highlight Highlight Am besten wir heben den reduzierten Steuersatz auf und reduzieren die MWST bis es wieder ausgeglichen ist? Wäre absolut fair und es gäbe keine Diskussionen mehr?
    • loquito 05.10.2018 10:35
      Highlight Highlight Mwst ist nicht Fair. Ist die assozialste aller Steuern...
    • p4trick 05.10.2018 10:55
      Highlight Highlight Die Einkommenssteuer ist auch nicht fair. Die Vermögensteuer müsste drastisch erhöht werden aber das ist wieder ein anderes Thema..
    • R. Peter 05.10.2018 11:28
      Highlight Highlight MwSt ist die fairste aller Steuern! Weil linear...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Tom 05.10.2018 09:35
    Highlight Highlight Am besten auf alles 7.7% Steuern und beim Lohnausgleich sollten die Frauen nicht mehr erhalten sondern Männer weniger. Ist diese Idee dämlich oder herrlich?
  • Alnothur 05.10.2018 09:14
    Highlight Highlight Ein Wort: Mehrwegprodukte.
    • Baccaralette 05.10.2018 10:21
      Highlight Highlight Menstruationstassen. Sind Mehrwegprodukte.
  • Full Moon Madness 05.10.2018 09:12
    Highlight Highlight Einmal im Leben eine Menstruationstasse kaufen und man kann für den Rest des Lebens Tampon- und Bindensteuern sparen.
    Mache ich inzwischen seit zehn Jahren so.
    • Baccaralette 05.10.2018 10:21
      Highlight Highlight Und was wird da geblitzt?
    • nass 05.10.2018 10:52
      Highlight Highlight Nicht jede Frau wird glücklich mit Menstasse. Die wird inzwischen fast so vehement angepriesen wie Vegan sein. Ich verstehe die Blitzer also ein bisschen, auch wenn ich nicht geblitzt habe.
    • Baccaralette 05.10.2018 11:13
      Highlight Highlight ..nun ich kenne sehr wenige Frauen, die die Tasse überhaupt jemals ausprobiert haben..von daher..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Asmodeus 05.10.2018 09:11
    Highlight Highlight Als Aufklärung für Alle.

    Viagra ist ein Medikament und Medikamente werden generell geringer besteuert. Und das ist gut so.

    Quelle: https://www.ch.ch/de/mehrwertsteuersatz-schweiz/
  • LeserNrX 05.10.2018 09:10
    Highlight Highlight Ja, wenn es darum geht bei NormalbürgerInnen die Steuern zu senken, findet das der Ueli nicht gut. Er entlastet lieber Multikonzerne, Millionäre oder Millionenerben. Wer auch immer noch seine Partei wählt, ist nicht mehr zu retten..
    • Neruda 05.10.2018 09:25
      Highlight Highlight 50 Milliönchen für Normalos liegen nicht drin, aber 2 Milliarden für Unternehmen und Superreichen schon. Man darf sich wirklich fragen...
  • LeChef 05.10.2018 09:09
    Highlight Highlight Ich finde es übrigens nicht korrekt von dir, Helene, wie du einfach ein paar Sachen rauspickst, um das System ohne Erklärung möglichst absurd erscheinen zu lassen. Die Blumen, Holzschnitzel und Streumittel kommen daher, dass die Mwst als Vehikel für Landwirtschaftssubventionen genutzt wird.

    Zugegeben, nicht wirklich sinnvoll. Aber es steckt schon eine Idee dahinter. Und die ist nicht: Komm Ueli, wir diskriminieren jetzt mal so richtig die Frauen.

    Ich hätte als Journalist ehrlich gesagt andere Ansprüche an mich selbst. Oder bist du zufrieden mit diesem Artikel?
    • Helene Obrist 05.10.2018 09:40
      Highlight Highlight @LeChef: Und welche Idee steckt deiner Meinung nach dahinter, Damenhygieneartikel mit 7.7 Prozent zu besteuern?
    • elnino 05.10.2018 09:45
      Highlight Highlight Zugegeben dein Vergleich mit dem Männerprodukt Viagra „verhebet“ nicht (da ein Medikament, was generell durchaus tief besteuert sein soll)

      Zudem wird kein Wort über die männlichen Hygieneartikel wie Rasierer und Co. verloren..
    • Charlie Brown 05.10.2018 10:07
      Highlight Highlight @Helene: Streich „Damen“ vor Hygieneartikel. So. Und jetzt ist es nicht mehr ganz so populistisch-boulevardesk.

      Und jetzt setz dich mit der berechtigten Frage auseinander ohne das ganze zu Tode zu gendern. Würde der Sache glaub mehr nützen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DailyGuy 05.10.2018 09:01
    Highlight Highlight Wenn Viagra schon die tiefer MWSt. bekommt, sollte dies definitiv auch bei Tampons und Binden der Fall sein.

    Das Steuerloch vorzuschieben finde ich eine schlechte Ausrede. Wir haben schon für ganz andere Sachen Steuerlöcher produziert, aber dann einen Weg gefunden diese Ausfälle wieder auszugleichen. Wieso sollte dies bei Hygieneprodukten nicht möglich sein?
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 05.10.2018 09:13
      Highlight Highlight Viagra ist ein Medikament und profitiert wie jedes Medi vom tiefen Steuersatz. Das ist nur ein Kniff um Stimmung zu generieren.
    • DailyGuy 05.10.2018 09:44
      Highlight Highlight Die Frage ob alle Medikamente vom tieferen Steuersatz protifieren müssen ist wohl berechtigt. Ich rede nicht von Medikamenten für chronische Krankheiten, sondern eben gerade von Viagra oder sonstigen Medikamenten, welche ja nicht regelmässig eingenommen werden.
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 05.10.2018 09:56
      Highlight Highlight Wie kommen sie darauf das Viagra nicht regelmässig eingenommen werden muss? Impotenz ist eine weitverbreitete Krankheit über die noch zu wenigegesprochen wird.
      Medis billig zu halten ist auch eine soziale Massnahme.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gubbe 05.10.2018 09:00
    Highlight Highlight Hat Herr SP-Nationalrat Jacques-André endlich etwas gefunden, um seine Daseinsberechtigung im Rat zu beweisen. Frauen brauchen diese Artikel 35 Jahre, Männer die keine Gesichtshaare möchten, müssen ca. 70 Jahre Rasiergeräte kaufen. Dazu kommen neue Zähne und vielleicht eine Hüfte. Es gäbe noch vieles, das der Mensch braucht und überteuert ist. Aber einverstanden, eine Tamponsteuer braucht es wirklich nicht.
  • LeChef 05.10.2018 08:59
    Highlight Highlight Ich erinnere mich noch, vor ein paar Jahen, als der BR die Mwst vereinheitlichen, den reduzierten Satz abschaffen und dafür den Normalsatz senken wollte.

    Genau die SP war da am lautesten dagegen (übrigens auch die SVP). Damals sass Maire übrigens schon im Nationalrat. Ich kann es nicht mit letzter Sicherheit sagen, aber ich bin überzeugt, dass auch er zusammen mit seiner Partei gegen die Vorlage gestimmt hat.

    Und jetzt spielt er sich als der grosse Pragmatiker auf, indem er ein absolutes Miniproblem zu einem Skandal aufbläst. Was für ein Heuchler.
  • Anna Landmann 05.10.2018 08:50
    Highlight Highlight Jeden Tag Viagra ist doch auch nur geblufft (und schlecht fürs Herz)!
    • R. Peter 05.10.2018 11:34
      Highlight Highlight Alle Medikamente sind reduziert, nicht weil sie alltäglich, sonder Medikamente sind...
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 05.10.2018 08:45
    Highlight Highlight Maire Haushalt, indem WC-Papier und Seife keine Alltagsgegenstände sind möchte ich nicht seheh. Runter mit den Steuern auf Damenhygienartikel unterstütze ich jedoch, wie grundsätzlich fast jedes Anliegen bei dem die Steuern gesenkt werden.
    Frauen im Alter zwischen ~13 und 50 circa 20% der Bevölkerung, sprich 1.6 Millionen
    50 Millionen durch 1.6, jede Frau würde also ~31 Franken sparen. Ob sich das lohnt muss jeder für sich selber entscheiden.
  • Ohniznachtisbett 05.10.2018 08:41
    Highlight Highlight Wenn man's genau sind Tampons ja nicht für den "täglichen" Bedarf... ;) Die Katze hingegen scheisst jeden Tag... Für die, die jetzt schon blitzen wollen: nicht ganz ernst gemeint!
    • Midnight 05.10.2018 09:00
      Highlight Highlight Also mit Katzenstreu habe ich kein Problem. Aber Viagra und Schnittblumen...? C'mon!
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 05.10.2018 09:14
      Highlight Highlight Viagra profitiert wie jedes Medikament vom tieferen Steuersatz, dies ist nur ein Kniff um Aufmerksamkeit zu genrieren, man hätte auch Aspirin nehmen können. Ist halt langweiliger.
    • Rabauke 05.10.2018 09:37
      Highlight Highlight Viagra wird auch von den Krankenkassen übernommen, die Pille im Gegensatz dazu auch nicht? Wir gucken schon genug in die Röhre.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Howard271 05.10.2018 08:40
    Highlight Highlight Und wie sieht es bei Rasierschaum, Rasierklingen/-apparaten, Kondomen, Aftershave oder anderen „Männer“-Artikeln aus? Wenn der Satz dort tiefer wäre, dann wäre es wirklichungerecht. Statt aber für jeden einen Spezialsatz zu fordern, würde man besser den tieferen Satz abschaffen und überall die 7,7% nehmen.
    • Zorulu 05.10.2018 08:53
      Highlight Highlight Frauen benutzen auch Rasierschaum, Rasierer, Klingen etc. und die Pillen sind auch nicht gerade gratis/gesund.

      Die Hygieneartikel hingegen für die Menstruation brauchen nur Frauen und sie sind lächerlich teuer. Und der Preis ist nicht das einzige, was bezahlt wird, die Schmerzen sind einfach nicht gleich greifbar.

      Aber natürlich wäre es schön, diese 7.7% allgemein abzuschaffen!
    • BITTEWAS?! 05.10.2018 09:15
      Highlight Highlight Hätte nicht besser gesagt werden können @zorulu
    • dieBied 05.10.2018 09:27
      Highlight Highlight Genau, da Frauen ja keine Rasierklingen, Rasierschaum u.ä. benutzen... Ausserdem bezahlen Frauen auch da mehr! Schon mal was von pink tax gehört?!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Menel 05.10.2018 08:35
    Highlight Highlight Auf Viagra? Echt? Kann mir das jemand sinnig verständlich machen? Brauchen Männer das so oft?
    • LeChef 05.10.2018 08:48
      Highlight Highlight Der reduzierte Satz gilt einfach für sämtliche Medikamente. Das war ein soziales Projekt, als es eingeführt wurde.
    • Normi 05.10.2018 08:49
      Highlight Highlight Pharmalobby
    • Com Truise 05.10.2018 08:49
      Highlight Highlight Ohne viagra kann ich gar nicht mehr aufstehen 🥁.

      Aber ehrlich jetzt, das ganze ist so absurd, da sollte man auch als mann das kopfschütteln kriegen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nadine-Bunny 05.10.2018 08:33
    Highlight Highlight Damen-Hygieneartikel sollten kostenlos sein
    • Diavolino666 05.10.2018 08:50
      Highlight Highlight Herren-Hygieneartikel auch?
    • LeChef 05.10.2018 08:50
      Highlight Highlight Eigentlich sollte alles kostenlos sein, nicht? Wäre doch schön, wenn man seine Migros Belege nach Bern schicken könnte und der Bund schickt dann das Geld zurück. Inklusive Autogramm vom Bundespräsidenten.
    • Baccaralette 05.10.2018 10:25
      Highlight Highlight Diavolino - brauchst täglich eine neue Rasierklinge?
    Weitere Antworten anzeigen

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