Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Der Basler Jazzmusiker Bruno Spoerri hat die US-Superstars Jay-Z und Timbaland in die Knie gezwungen.

Jazzmusiker Bruno Spoerri: «Ich wäre gern in die Garderobe von Jay-Z geplatzt, um ihm zu sagen: So nicht, Bürschtli!» 

Jazzmusiker Bruno Spoerri hat den über einjährigen Rechtsstreit gegen Jay-Z gewonnen. Im Interview erzählt er, wie es sich anfühlt, einen US-Superstar in die Knie zu zwingen, was er vom Song mit dem geklauten Stück hält und warum er nie mit Jay-Z Musik machen würde.



Bruno Spoerri, Sie haben gegen Jay-Z gewonnen und rechnen mit Einnahmen von rund 100'000 Dollar. Was machen Sie mit all dem Geld?
Ich nehme eine neue CD auf und schreibe drauf: «With the generous support of Jay-Z». Aber noch ist es nicht so weit. Jeder Anwalt muss zuerst seinen Senf zur Sache geben, die Abrechnung machen und dann kommt vielleicht mal Geld.

Zuerst bot Jay-Z 25'000 Dollar Entschädigung, was Ihr Label Finders Keepers ablehnte. Sie drohten sogar mit einem Rechtsstreit. 
Das wirkte. Offenbar war Universal nicht so erpicht darauf, noch einen Gerichtsfall zu verlieren. Dabei hätten wir nie die Mittel gehabt, einen Rechtsstreit zu führen. 

Sie haben clever gepokert!
Das war in der Tat ein guter Schachzug. Das Lob gebührt Verlegerin Peterer, die sich in der amerikanischen Anwaltsszene auskennt.

Aber wenn das nicht geklappt hätte, würden Sie vielleicht nie Geld bekommen. 
Sehen Sie, mir ging's nie um das Geld, sondern ums Prinzip. Das Label Finders Keepers hingegen muss um sein Überleben kämpfen. Da sind Idealisten am Werk, deren Existenz gefährdet ist. Die brauchen das Geld. 

«Das hätte man wirklich besser machen können.»

Bruno Spoerri zur Verwendung seines Stücks im Jay-Z-Track «Versus»

Hätten Sie Jay-Z gern mal die Meinung gesagt?
Es scheint völlig unmöglich, an ihn heranzukommen. Aber doch, als er letztes Jahr in Zürich auftrat, habe ich mir wirklich überlegt, in die Garderobe zu platzen und zu sagen: So nicht, Bürschtli! Bis zur Tür wäre ich vielleicht gekommen, weiter aber kaum. 

Würden Sie gern mal was mit ihm spielen?
Nein. Nicht mit jemandem, der so in dieser Pop-Maschinerie gefangen und so auf kommerziellen Erfolg aus ist. 

«Ich habe Jay-Z auch was zu verdanken.»

Bruno Spoerri

Was halten Sie eigentlich vom Track «Versus», in dem sich Jay-Z Ihres Stücks bedient?
Nicht viel. Jay-Z hat mein Stück nicht gerade originell verwendet, es ist ja nur ein ganz kurzes Sample. Man hätte einen längeren Teil nehmen können, das wäre kreativer gewesen. Das hätte man wirklich besser machen können. Aber ich habe Jay-Z auch etwas zu verdanken. 

Etwas zu verdanken?
Ich kriegte mehr Publizität, einige Leute, die wohl vergessen haben, dass ich noch da bin, sind wieder auf mich zugekommen. Die Sache hat am Anfang zwar viele Nerven gekostet, ist aber sehr positiv rausgekommen.

Spoerri regt sich im Video-Interview über Jay-Z auf

abspielen

YouTube/Watson Redaktion

Spoerris Original «On the Way» von 1978

abspielen

Jay-Zs Kopie «Versus» von 2013

abspielen

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

99
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

141
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

48
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

48
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

220
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

99
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

141
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

48
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

48
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

220
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Kurdin, Jesidin, Deutsche: Warum Düzen Tekkal nicht mehr schlafen kann

Düzen Tekkal (41) ist derzeit die wichtigste Stimme der Kurden in Deutschland. Im Interview sagt sie, dass es noch nicht zu spät ist, Rojava zu retten. «Aber jetzt muss schnell gehandelt werden.»

Wenn Düzen Tekkal einmal loslegt, dann gleich richtig. Die Deutsche mit kurdisch-jesidischen Wurzeln nimmt kein Blatt vor den Mund. Seit Wochen kritisiert sie den türkischen Angriffskrieg in Rojava öffentlich und in einer scharfen Deutlichkeit: dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan völkerrechtswidrig handelt, dass er eine ethnische Säuberung vornimmt, dass er mit seinem Handeln dem Islamischen Staat zu neuer Kraft verhilft.

Tekkal ist derzeit die wichtigste Stimme der Kurden in …

Artikel lesen
Link zum Artikel