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Erster Prozess gegen einen Händler der UBS im Libor-Skandal



In Grossbritannien muss sich seit Dienstag erstmals ein Banker wegen des Skandals um Manipulationen des internationalen Referenzzinssatzes Libor verantworten. Zum Auftakt des Prozesses warf Staatsanwalt Mukul Chawla dem 35-jährigen Händler Tom Hayes Geldgier vor.

Alle Banker seien auf hohe Gewinne aus, Hayes habe dabei jedoch «betrügerisch» gehandelt. Er habe alles in seiner Macht stehende unternommen, um den Libor zu manipulieren.

epa04767989 Former UBS and Citigroup trader, Tom Hayes (L) and an unidentified woman arrive to Southwark Crown Court in London, Britain, 26 May 2015. Tom Hayes appears charged with eight counts of conspiracy to defraud in relation to alleged manipulation of the Libor rate.  EPA/FACUNDO ARRIZABALAGA

Der 35-jährige Händler Tom Hayes mit einer Unbekannten auf dem Weg zum Gericht.  Bild: FACUNDO ARRIZABALAGA/EPA/KEYSTONE

Die Staatsanwaltschaft legt dem früheren Händler der UBS und der Citigroup in acht Anklagepunkten Verschwörung zum Betrug vor. Die britische Behörde gegen Finanzbetrug (SFO) sieht in Hayes den Kopf einer Gruppe von mehreren Händlern, die über Jahre hinweg den Libor manipuliert und sich bereichert haben soll.

Hayes soll falsche Angaben über die Höhe der von seiner Bank veranschlagten Zinssätze gemacht haben, um die Berechnung des Libor zu verfälschen. Hayes selbst plädiert auf nicht schuldig.

Der Libor ist der Zinssatz, zu dem sich Banken am Finanzplatz London untereinander Geld leihen. Er wird täglich von Banken festgelegt, von ihrer Höhe sind etwa Haus- und Konsumkredite sowie andere Finanzprodukte abhängig.

Der Manipulationsskandal war 2012 bekannt geworden. Mehrere Banken wie Barclays, UBS, RBS, Rabobank und die Deutsche Bank haben deshalb bereits hohe Strafzahlungen an die Behörden in den USA und in Grossbritannien geleistet. Dutzende Händler wurden entlassen, gut 20 angeklagt. (whr/sda/afp)

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