Wirtschaft
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Eine Vernunftehe ist zwar nicht sexy, aber es lässt sich damit leben

Bei einem Grexit hätten Griechenland und Europa viel zu gewinnen – aber noch mehr zu verlieren. Urteile selbst!



Es kam, wie es kommen musste: Die Finanzminister konnten sich nicht einigen. Und so müssen jetzt heute Montag die EU-Staatsoberhäupter ran und eine Lösung mit Griechenland finden. Sonst ist der viel beschworene Grexit kaum mehr zu verhindern.

Rein menschlich gesehen wäre ein Austritt Griechenlands aus Euroland mehr als verständlich. Meist wird der Vergleich mit einer Ehe gebracht, und diese ist so zerrüttet, dass eine Scheidung für beide Seiten das Beste zu sein scheint. 

Lieber ein Ende mit Schrecken, und überhaupt: Die Tschechen und Slowaken haben bewiesen, dass man auch in Frieden auseinander gehen kann. Ein fataler Irrtum. Das Verhältnis zwischen Griechenland und der EU ist weit komplexer als eine Ehe und es steht auch viel mehr auf dem Spiel. Darum geht es:  

Zu gewinnen haben:

Griechenland

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Europa

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Zu verlieren haben:

Griechenland

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Europa

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Und das Fazit?

Die Scheidung von Griechenland und Europa ist extrem gefährlich. Selbst wenn ein Grexit kurzfristig wahrscheinlich kaum zu Chaos auf den Finanzmärkten führen würde, sind die mittelfristigen Folgen schlicht nicht abschätzbar. Auch politisch steht viel zu viel auf dem Spiel, als dass man eine Trennung in Kauf nehmen könnte. Deshalb darf es zu keiner Kurzschlusshandlung kommen. Eine Vernunftehe ist zwar nicht sexy, aber es lässt sich damit leben. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • Angelo C. 22.06.2015 12:24
    Highlight Highlight 100% Zustimmung - zutreffende und zuende gedachte Überlegungen....
  • kettcar #lina4weindoch 22.06.2015 09:55
    Highlight Highlight Irgendjemand hier, der mir erklären kann, wieso die Gläubiger ihr Geld lieber durch einen Grexit als durch einen Schuldenschnitt verlieren? Geht es darum ein Exempel zu statuieren, dass Griechenland seiner 'gerechten Strafe' zugeführt wird, damit andere Staaten keine Begehrlichkeiten entwickeln? Dafür scheint mir das Risiko aber ein bisschen unangemessen.
    • Petar Marjanovic (1) 22.06.2015 11:17
      Highlight Highlight Wie würden sich die Portugiesen fühlen, wenn man den Griechen den Schuschni (Schuldenschnitt) gewährt?
    • kettcar #lina4weindoch 22.06.2015 12:47
      Highlight Highlight Weiss nicht, wie würden Sie sich fühlen? Und wie, wenn man Griechenland bankrott gehen lassen würde? Auch ein Schuldenschnitt kann mit klaren Auflagen geschehen, damit niemand das Gefühl bekommt, die Griechen bekommen zu viel geschenkt. Aber die momentane Haltung der Trojka scheint zwangsläufig auf ein Desaster zuzulaufen. Und meine Frage war in keiner Weise rethorisch, ich sehe einfach wirklich weniger Nachteile bei einem Schuldenschnitt.
  • goschi 22.06.2015 09:23
    Highlight Highlight Griechenland kann seine aktuellen Schulden nicht einfach in Drachmen bezahlen, da diese in € bestehen, die Staatsanleihen müssten erst umgewandelt werden.

    Bei den Contras sind ein paar sehr krude Theorien dabei, die so nicht begründbar sind und schlicht ein Zusammenbasteln der weltweiten Schrecken sind, leider wenig zielführend, wenn derartig argumentiert wird. Zu einem Failed State gehört z.B. mehr als ein Zusammenbruch der Wirtschaft und der Begriff wird mittlerweile eh mehrheitlich falsch verwendet.
  • TomBenZeen 22.06.2015 09:12
    Highlight Highlight Pro Grexit... Die Contras ziehen einfach nicht wirklich... Schulden in der EU die bestehen bleiben ist nur eine Zahl irgendwo, die buchhalterisch "genullt" werden kann...

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