Wirtschaft
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Trumps Strafzölle als Bumerang: Defizite im Handel mit China und EU weiten sich aus



FILE - In this June 29, 2019, file photo, President Donald Trump, left, meets with Chinese President Xi Jinping during a meeting on the sidelines of the G-20 summit in Osaka, Japan. China has announced it will raise tariffs on $75 billion of U.S. products in retaliation for President Donald Trump's planned Sept. 1 duty increase in a war over trade and technology policy. (AP Photo/Susan Walsh, File)
Donald Trump,Xi Jinping

Noch mehr Defizit? Ja, Donald. Bild: AP

Das US-Handelsdefizit mit China ist im Juli trotz der Strafzölle auf Waren aus der Volksrepublik kräftig gestiegen. Die Importe aus der Volksrepublik übertrafen die Exporte dorthin um 32.8 Milliarden Dollar.

Das ist ein Plus von 9.4 Prozent zum Vormonat, wie das Handelsministerium in Washington am Mittwoch mitteilte. Das Defizit im Handel mit der Europäischen Union erreichte mit 20.1 Milliarden Dollar sogar ein Rekordhoch. Dazu trug auch bei, dass Deutschland im Handel mit Waren und Dienstleistungen mit den Vereinigten Staaten einen so grossen Überschuss erzielte wie seit fast vier Jahren nicht mehr.

US-Präsident Donald Trump ist das Defizit ein Dorn im Auge. Er kritisierte mehrfach, sein Land werde von wichtigen Handelspartnern wie China ausgenutzt. Die USA führten deshalb erst am Sonntag weitere Strafzölle auf chinesische Importe im Wert von 125 Milliarden Dollar ein.

Die neuen Abgaben von 15 Prozent treffen vor allem in der Volksrepublik produzierte Konsumartikel wie Lautsprecher, Kopfhörer und Schuhe. Im Gegenzug erhob China weitere Zölle von fünf beziehungsweise zehn Prozent auf mehr als 1700 US-Produkte.

Das gesamte Defizit der USA im Handel mit dem Rest der Welt schrumpfte im Juli leicht, und zwar um 2.7 Prozent zum Vormonat auf 54.0 Milliarden Dollar. Die amerikanischen Exporte legten um 0.6 Prozent auf 204.4 Milliarden Dollar zu. Die Importe schrumpften hingegen um 0.1 Prozent auf 261.4 Milliarden Dollar. (aeg/sda/awp/reu)

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18
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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Darkside 05.09.2019 01:59
    Highlight Highlight Fragt sich nur wie lange es noch dauert bis die Mehrheit in den Staaten endlich merkt was für einen Scharlatan sie da im weissen Haus dulden.
  • Ueli der Knecht 04.09.2019 20:54
    Highlight Highlight "Das US-Handelsdefizit mit China ist im Juli trotz der Strafzölle auf Waren aus der Volksrepublik kräftig gestiegen."

    Es gab zwar im Juli bereits Strafzölle, doch wurden noch mehr und höhere Zölle angekündigt.

    Wenn steigende Preise drohen, bzw. sogar angekündigt werden, dann wird gehamstert. Ich nehme an, dass solche Hamsterkauf-Effekt die Juli-Zahlen schön aussehen lassen. Aber das wird bald ins Gegenteil kehren. Denn darauf folgt ein Absturz.

    Es sei denn, der oberschlaue Trump kündigt frischfröhlich weitere und noch höhere Zölle an und motiviert so zu noch mehr Hamsterkäufen. Hamsterrad.
  • TanookiStormtrooper 04.09.2019 20:03
    Highlight Highlight Trump ist wie erwartet der umgekehrte König Midas, alles was er anfasst wird zu 💩.
  • Nixnutz 04.09.2019 19:39
    Highlight Highlight Die Handelsbilanz erfasst nur die Warenein- und Ausfuhr. Die ganzen Internetgiganten sprich Dienstleister hinterlassen dort so gut wie keine Spuren. Donald jagt somit einer Chimäre nach oder glaubt selbst an alternative fake news...
  • Posersalami 04.09.2019 17:32
    Highlight Highlight Was hat er denn erwartet? Das die Industrie in den USA wir der Phoenix aus der Asche aufersteht wenn er nur ganz fest die Augen zumacht und die Steuern senkt? Das stabile Genie hat wohl doch 1-2 Defizite..
  • Lowend 04.09.2019 17:31
    Highlight Highlight Die USA sollten einfach mal damit aufhören, auf Pump zu leben, denn Dinge nur mit Geld zu kaufen, dass man durch Handel und Arbeit erwirtschaftet hat, würde auch helfen, die Handelsbilanz wieder auszugleichen.
    • Der Kritiker 04.09.2019 22:25
      Highlight Highlight Wir leben alle auf Pump, und wir pumpen es auf Kosten der nachfolgenden Generationen. Dieses auf Pump Leben kam in den letzten zwei Jahrzehnten einigen wenigen zu Gute und das ist die grosse Schande! Die Probleme, die sich in den kommenden zwei Jahrzehnten daraus ergeben werden, bereiten mir bereits heute Sorgen.
  • Scaros_2 04.09.2019 16:34
    Highlight Highlight Ganz nüchtern betrachtet. Wie kann die USA das defizit verbessern? In dem sie mehr Exportieren als Importieren. Was heisst das? Die USA braucht Produkte, die das Ausland von ihnen haben möchte.

    Was kann den die USA so? Fast nichts. Was kann China? Fast alles und günstig.

    Ergo, kann die USA nichts machen :D
    • wasps 04.09.2019 16:45
      Highlight Highlight Die Chinesen sind ein Ärgernis. Sie können nur so billig herstellen, weil die Arbeitnehmer dort behandelt werden wie Tiere! Null Arbeitnehmerschutz, Ausbeutung pur. Findest Du das gut? Trump ist ein Vollpfosten, aber hier hat er Recht.
    • Perimius 04.09.2019 17:29
      Highlight Highlight Sie haben sich quasi schon so tief in die Scheisse geritten, dass es kaum noch einen Weg raus gibt.
    • Charlie B. 04.09.2019 18:22
      Highlight Highlight Das musst du dem Donald erst mal beibringen 😂
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 04.09.2019 16:13
    Highlight Highlight Also Trump ist es ein Dorn im Auge, dass sie sich bei anderen Ländern stets in Dollar verschulden, dann den Dollar abwerten und so auf Kosten Anderer profitieren? Dabei liegt ihm das Wohl des Fabrikarbeiters im Rustbelt so am Herzen und er ist nur etwas einfältig, sodass seine Wirtschaftspolitik stets stattdessen den Reichen in die Tasche spielt? So ganz aus Versehen?

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