Wirtschaft
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Realer Treibstoffverbrauch von Autos nähert sich Werksangaben an



ARCHIV - Zur heutigen Eidgenoessischen Abstimmungen vom Sonntag, 8. Maerz 2015: „Energie- statt Mehrwertsteuer“, stellen wir ihnen dieses Themenbild zur Verfuegung. - A gas pump nozzle at a BP gas station in Kemptthal in the Canton of Zurich, Switzerland, pictured on January 19, 2015. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bild: KEYSTONE

Laut dem TCS sind die Zeiten vorbei, in denen für Autos die Werksangaben und der reale Treibstoffverbrauch deutlich auseinander lagen. Mit dem neuen Messverfahren WLTP nähern sich die beiden Werte deutlich an. Gemäss TCS-Tests liegen sie Im Schnitt nur noch 0.3 Liter auf 100 Kilometer auseinander.

Wer in den letzten Jahren ein neues Auto gekauft hatte, musste damit rechnen, dass es im realen Fahrbetrieb deutlich mehr verbrauchte als laut Prospekt. Der Realverbrauch in den Messreihen des Touring Clubs der Schweiz (TCS) lag zwischen 2014 und 2017 durchschnittlich um 1.6 bis 1.8 Liter/100 Kilometer höher als die Werksangaben, welche nach dem sogenannten NEFZ-Messverfahren im Labor ermittelt wurden.

Seit Anfang Jahr müssen die Treibstoffverbrauchsangaben mit dem neuen Messverfahren WLTP (Worldwide Light-Duty Test Procedure) erfolgen, wie es in einer Medienmitteilung des TCS vom Dienstag heisst. Die WLTP-Messungen werden zwar weiterhin im Labor auf einem Rollenprüfstand durchgeführt, zeichnen sich aber durch ein realistischeres Fahrprofil aus.

In etwa Realität auf Strassen

Von den 1996 eingeführten NEFZ-Messungen unterscheiden sich die WLTP-Messungen durch eine etwa doppelt so lange Messstrecke, eine deutlich dynamischere Fahrweise, eine längere Messdauer sowie höhere Durchschnitts- und Höchstgeschwindigkeiten. Diese entsprechen in etwa der Realität auf den Strassen und ergeben für die Werksangaben einen höheren Treibstoff- respektive Stromverbrauch als das NEFZ-Messverfahren.

Versmogtes Peking

Darüber hinaus wird der Einfluss der Aerodynamik und möglicher Zusatzausstattungen auf den Treibstoffverbrauch stärker berücksichtigt. Das Fahrzeug kann nicht mehr für den Verbrauchstest optimiert werden - etwa mit schmalen Reifen, ohne Zubehör, mit dem Einsatz des leichtesten Modells - um einen besonders tiefen Werksverbrauch zu erreichen.

«Gewünschter Effekt» stellt sich ein

Damit stelle sich der gewünschte Effekt ein, schreibt der TCS: Die Werksangaben nach WLTP gleichen sich deutlich dem effektiven Verbrauch auf der Strasse an. Die Tests des TCS haben gezeigt, dass die Fahrzeuge im realen Verkehr durchschnittlich nur noch 0.3 Liter/100 Kilometer mehr verbrauchen als angegeben.

Mit einer besonders umweltbewussten Fahrweise (ECO Drive) seien die Werksangaben mittlerweile sogar in der Realität erreichbar, hält der Automobilverband fest. (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • hoffmann_15@hotmail.com 21.04.2020 21:29
    Highlight Highlight Bei all meinen Autos ausser einem, konnte ich den im Fahrzeughandbuch angegeben Verbrauch zwischen 0.5-0.7 Liter unterbieten (diverse BMW Sechszylinder als Benziner und Diesel, uralte Peugeot Saugdiesel, VAG Pumpedüse, sogar mit meinen Motorrädern). Nur mit dem Alfa Romeo hat es lustigerweise nie geklappt, das Ding war aber auch eine verdammte Diva. Tankanzeige zeigt an zwei aufeinanderfolgenden, gleich gefahrenen Tagen nicht die gleichen Resultate an; und wenn man an der Tankstelle bis zum automatischen Abstellen der Pumpe getankt hat, konnte man das Ergebnis auch nie reproduzieren.
  • uengel 21.04.2020 15:41
    Highlight Highlight Der Betrug geht munter weiter
    Plug in Hybride, vornehmlich schwere SUV werden mit einem Verbrauch von 1.3 Liter auf 100km angegeben. Das können sie aber nicht mal elektrisch , ihr 15kWh Akku reicht für 50km. Das heisst elektrisch total 30kWh was einem Energieäquivalent von ca. 3Liter Benzin entspricht. Also mehr als doppelt so viel. wenn die 2ten 50km mit Benzin gehahren werden, entspricht das etwa. 4Litern. Also 1.5Liter Strom äquivalent und 4 Liter Benzin, macht 5.5 Liter . Im Prinzip müssten diese Autohersteller alle wegen Betrugs verklagt weren. Aber unsere regierungen machen muter mit ...
    • Merida 22.04.2020 07:13
      Highlight Highlight Ich hab mich schon lange gewundert, wie ein schwerer SUV Hybrid auf tiefere Werte kommt als mein „kleiner“ Yaris Hybrid...
      Wie genau werden die Hybride getestet? Weiss das hier jemand?
  • Knut Knallmann 21.04.2020 11:13
    Highlight Highlight Der Grossteil der Autofahrer hat auch einen Bleifuss. Da überrrascht es nicht, dass die Angaben nie erreicht wurden. Was ich regelmässig sehe: In der Kolonne in der kleinsten Lücke voll beschleunigen nur um gleich wieder abbremsen zu müssen oder Drängeln und überholen nur um an der nächsten Ampel oder Kreuzung wieder eingeholt zu werden. Langsamer ist man mit ökologischer Fahrweise maximal im Sekundenbereich. Vielen fehlt es an Bewusstsein in dieser Hinsicht und noch viel mehr glaube ich interessiert es überhaupt nicht. ..
    • Querfront 21.04.2020 13:24
      Highlight Highlight Vollkommen richtig. Jedes mal bremsen ist Energie die verpufft. Vorausschauendes Fahren hilft der Umwelt. Zudem kann man auf der Autobahn auch gemütlich 80 hinter einem LKW fahren, spart auch einiges ein.
    • kobL 21.04.2020 19:07
      Highlight Highlight Dieses Verhalten kostet halt für den Menschen selber kein bisschen Energie. Sobald man das auf dem Velo macht, lässt man es spätestens nach dem dritten Sprint sein. Ausser man will trainieren :)
  • Henri Lapin 21.04.2020 11:01
    Highlight Highlight "Realer Treibstoffverbrauch von Autos nähert sich Werksangaben an" Nein, tut er nicht. Es ist umgekehrt. Die Werksangaben nähern sich der Realität an.

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