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Hat gut lachen: Elon Musk.
Hat gut lachen: Elon Musk.
Bild: keystone

Welche Pandemie? So reich wurden die Reichsten im Corona-Jahr

Jedes Jahr publiziert das «Forbes»-Magazin eine Liste mit den reichsten Menschen des Planeten. Für dieses Jahr zeigt sich: Reich sein während einer globalen Pandemie lohnt sich.
07.04.2021, 05:4209.04.2021, 16:17

Das letzte Jahr war ein Spezielles. Ein speziell gutes für die Reichsten unter uns. Die Vermögen der Milliardäre dieser Welt explodierten regelrecht. Zeit für einen Überblick und ein paar Zahlenspielereien.

Wer führt die Liste an?

Die Liste wird nach wie vor von Amazon-Gründer Jeff Bezos angeführt. Schlappe 177 Milliarden US-Dollar besitzt der Mann. Das sind 64 Milliarden mehr als letztes Jahr. Eine unvorstellbar grosse Menge an Geld. Zu den Zahlenspielereien kommen wir aber weiter unten.

An zweiter Stelle ist neu Elon Musk. Der Tesla-Gründer hat dank explodierenden Aktienkursen seiner Firma 126.4 Milliarden Dollar gemacht im letzten Jahr. Das sind eine Milliarde alle drei Tage. Letztes Jahr war er nur auf Rang 31 mit 24.6 Milliarden.

Dicht hinter Musk liegt Mode-Tycoon Bernard Arnault, Besitzer von Luxusmarken wie Louis Vitton oder Christian Dior. Auch er hat sein Vermögen fast verdoppelt, von 76 auf 150 Milliarden.

Die 10 reichsten Menschen der Welt besitzen gemeinsam 1.15 Billionen Dollar. Letztes Jahr waren es noch 686 Milliarden.

Wie hat sich das Vermögen der Reichsten letztes Jahr entwickelt?

Prächtig. Dank rasant steigenden Aktienkursen und zum Mond fliegenden Kryptopreisen scheffelten die reichsten letztes Jahr mächtig Kohle. Forbes listet neu 2755 Milliardäre, das sind 660 mehr als letztes Jahr. 1987 waren es noch 140 Milliardäre.

Gemeinsam besitzen diese 2755 Milliardäre 13.1 Billionen Dollar. Letztes Jahr waren es noch 8 Billionen. 86 Prozent der Milliardäre haben mehr Geld als letztes Jahr.

Woher kommen die Milliardäre?

Lediglich fünf Länder stellen 65 Prozent aller Milliardäre. An der Spitze ist nach wie vor die USA mit 724 Milliardären, dicht gefolgt von China (inklusiv 66 aus Hongkong und jemandem aus Macao) mit 698. Die USA hat letztes Jahr 110 Milliardäre dazugewonnen, China 242.

Peking ist mittlerweile die Stadt, in der die meisten Milliardäre der Welt leben. Letztes Jahr war dies noch New York City. Die asiatischen Milliardäre besitzen gemeinsam 4.7 Billionen Dollar, ihre Freunde aus den USA 4.4 Billionen. Die reichste Person aus Asien schafft es auf der Bestenliste allerdings nur auf Rang 10. Es ist der Inder Mukesh Ambani, CEO von Reliance Industries. Bis auf ihn und Bernard Arnault sind alle anderen aus der Top 10 aus den USA.

Was ist mit den Schweizern?

Der reichste Schweizer ist laut «Forbes» Klaus-Michael Kühne. Er besitzt 26.3 Milliarden Dollar. Der gebürtige Deutsche lebt seit 1975 in Schindellegi und hat dort auch sein Vermögen mit der Firma Kühne + Nagel gemacht. Auf der Gesamtrangliste belegt er Platz 58.

Ein 26-Milliarden-Dollar-Lächeln: Klaus-Michael Kühne.
Ein 26-Milliarden-Dollar-Lächeln: Klaus-Michael Kühne.
Bild: KEYSTONE

Auf Platz zwei (114) ist der brasilianisch-schweizerische Investor und Bankier Jorge Paulo Lemann mit 16.9 Milliarden, auf Platz 3 ist der britische Hedge-Fonds-Manager Michael Platt mit 13 Milliarden. Er lebt in Genf.

Insgesamt sind 68 Menschen aus der Schweiz auf der Liste. Viele von ihnen leben einfach in der Schweiz, stammen jedoch aus anderen Ländern und haben auch ihr Geld im Ausland gemacht. Die ganze Auflistung gibt's hier.

Gibt es auch weibliche Milliardäre?

Durchaus. 328 sind es an der Zahl, 63 mehr als im letzten Jahr. Die 31-jährige Whitney Wolfe Herd kam zum Beispiel neu auf diese Liste, nachdem sie mit ihrer Dating-App an die Börse gegangen war. Sie ist nun die jüngste Selfmade-Milliardärin.

Von den 328 Frauen sind übrigens 108 selfmade. Das sind 41 mehr als im letzten Jahr.

Alle Frauen zusammen besitzen ein Vermögen von 1.53 Billionen Dollar, das entspricht knapp 12 Prozent des gesamten Vermögens aller Milliardäre. Die reichste Frau ist Francoise Bettencourt Meyers, ihreszeichens L'Oreal-Erbin. Sie besitzt 73.6 Milliarden Dollar.

Françoise Bettencourt Meyers.
Françoise Bettencourt Meyers.
Bild: AP/AP

Die reichsten Schweizer Frauen sind übrigens Rahel Blocher sowie ihre Schwester Magdalena Martullo-Blocher. Beide besitzen 7.1 Milliarden Franken.

Das Geld der Reichen im Vergleich

Kommen wir zu den oben angekündigten Zahlenspielereien. Denn wie viel Jeff Bezos und Co. wirklich besitzen, ist nur schwer vorstellbar. Hier ein paar Vergleiche:

  • Wäre Jeff Bezos Vermögen das Bruttoinlandsprodukt (BIP) eines Landes, so stünde es auf der weltweiten Rangliste auf Platz 55 von 195. Direkt hinter Kasachstan und vor Katar.
  • Wäre das letztjährige Einkommen von Elon Musk (126.4 Mia.) das BIP eines Landes, so stünde es auf Platz 60 dieser Rangliste, noch vor Marokko.
  • Der Basispreis eines neuen VW Golfs ist 21'400 Franken. Jeff Bezos könnte sich 8'271'028 davon kaufen. Plus ein paar Croissants dazu.
  • Würde man Jeff Bezos Vermögen in 1-Dollar-Noten aufeinanderstapeln, so wäre der Stapel 193'319 Kilometer hoch. Das ist ziemlich genau die halbe Strecke zum Mond.
  • Wären es 100-Dollar-Scheine, so wäre der Stapel immer noch 1933 Kilometer hoch. Das sind 2335 Burj Khalifas aufeinandergestapelt.
  • Der Medianlohn beträgt in der Schweiz 78'456 Franken pro Jahr (2018). Nimmt man Elon Musks Lohn (126.4 Milliarden letzte Jahr), so müsste ein durchschnittlicher Schweizer 1.6 Millionen Jahre arbeiten, um auf denselben Verdienst zu kommen.
  • Oder anders ausgedrückt: Elon Musk kam letztes Jahr alle 20 Sekunden auf den Medianlohn eines Schweizers.
  • Vas Narasimhan, CEO von Novartis, bekam 2020 ein Gehalt von 12.7 Mio. Franken. Er müsste noch 9952 weitere Jahre dasselbe Gehalt bekommen, um auf den Verdienst von Elon Musk zu kommen.
  • Das heisst: Elon Musk hat letztes Jahr 346.3 Millionen Dollar pro Tag verdient. Oder 14.4 Millionen in der Stunde. Oder 240'000 in der Minute. Oder 4008 Dollar pro Sekunde.

Hier hat jemand Jeff Bezos' Vermögen in Minecraft dargestellt:

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