EU startet riesige Freihandelszone mit Mercosur-Staaten
Die EU und die südamerikanischen Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay bilden seit diesem Freitag eine riesige neue Freihandelszone. Um Mitternacht trat ein dafür ausgehandeltes Abkommen vorläufig in Kraft.
Dieses schafft nach Angaben der EU-Kommission einen Markt mit etwa 720 Millionen Menschen. Es soll durch den schrittweisen Abbau von Handelsbarrieren und Zöllen den Austausch von Waren und Dienstleistungen ankurbeln.
«Mit dem Start des EU-Mercosur-Abkommens zum 1. Mai gewinnt der Handel mit Südamerika für deutsche Unternehmen erheblich an Bedeutung – obwohl er bislang nur rund ein Prozent des gesamten deutschen Aussenhandels ausmacht», kommentierte die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) zum Start der Freihandelszone. Eine Umfrage zeige, dass 44 Prozent aller international tätigen Unternehmen durch das Abkommen spürbare Auswirkungen erwarteten. «Das ist ein starkes Signal», sagte Aussenwirtschaftschef Volker Treier. (sda/dpa)
