Wirtschaft
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FILE - In this Nov. 2, 2017, file photo, a medic with the Cincinnati Fire Department nasally administers Naloxone to a man while responding to a possible overdose report at a gas station in downtown Cincinnati. Jury selection is set to begin Wednesday, Oct. 16, 2019, in the first federal trial over the nation's opioid epidemic. The trial focuses on lawsuits filed by two Ohio counties claiming drug companies that made, distributed and sold prescription painkillers engaged in a deadly conspiracy that has inflicted massive damage on their communities. (AP Photo/John Minchillo, File)

Ein Drogensüchtiger in Cincinnati wird von einem Feuerwehrmann behandelt. Bild: AP

Wenn das Fehlen eines Hochschulabschlusses tödlich wird

Das Ökonomen-Ehepaar Anne Case und Angus Deaton zeigt in seinem Buch «Death of Despair» auf, weshalb weisse Männer ohne ausreichende Schulbildung Opfer von Selbstmord, Alkohol und Drogen werden.



In Zürich sei es für Kinder aus weniger privilegierten Familien «praktisch unmöglich, die begehrten Plätze an den Gymis zu ergattern», meldete kürzlich der «Tages-Anzeiger» und stützte sich dabei auf eine Studie über die Zulassungsquote für Langzeitgymnasien.

Dass hierzulande vor allem Akademiker ihren Nachwuchs notfalls mit Lernstudios und Privatlehrern zur mittleren Reife prügeln, ist bekannt. Doch dank der Kombination von Lehre und Fachhochschulen ist in der Schweiz ein Universitätsabschluss keine Voraussetzung für ein anständiges Mittelstands-Leben. Sowohl was Einkommen als auch was Sozialprestige betrifft, kann ein gut ausgebildeter Facharbeiter locker mithalten.

Ganz anders sieht es in den USA aus. Dort ist der Bachelor, der College-Abschluss, im wahrsten Sinn des Wortes überlebenswichtig geworden. «Ein Vier-Jahres-Abschluss ist zum Schlüssel für den sozialen Status geworden», stellen Anne Case und Angus Deaton fest. «Es ist, als ob Leute ohne diesen Abschluss eine Plakette tragen müssten, auf der die beiden Buchstaben BA mit einer roten Linie durchgestrichen sind.»

Anne Case und Angus Deaton
https://princetoninfo.com/deaths-of-despair-in-the-time-of-coronavirus/

Anne Case und Angus Deaton. Bild: Princeton.edu

Case/Deaton sind ein renommiertes Ökonomen-Ehepaar, Deaton wurde gar mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. (Bitte schreibt keine Kommentare, es sei kein richtiger Nobelpreis. Wir wissen das inzwischen.) In ihrem Buch «Death of Despair» (Tod wegen Verzweiflung) zeigen sie die neue Trennlinie auf, die durch die amerikanische Gesellschaft geht. Diese separiert nicht mehr Klassen, auch nicht mehr Arbeiter im Blaumann von Bürolisten, sie trennt Gewinner (mit BA) und Verlierer (ohne BA).

Die Trennung betrifft primär weisse Männer. Diese Bevölkerungsgruppe ist speziell von der Drogenkrise betroffen, die seit ein paar Jahren in den USA grassiert. Allein im Jahr 2017 sind rund 70’000 Verzweiflungstote gezählt worden, Menschen, die entweder Selbstmord begangen haben oder an einer tödlichen Mixtur von Alkohol und Opiaten gestorben sind.

Das Buch des Ökonomen-Ehepaars macht verständlich, weshalb sich junge Amerikaner über beide Ohren verschulden, um in den Besitz des BAs zu kommen. Wie absurd diese Bemühungen geworden sind, zeigt das Interview, das watson kürzlich mit Shawn Vales geführt hat (siehe unten).

Für den BA gibt es zunächst mal wirtschaftliche Gründe. In der Periode zwischen 1979 und 2017 ist das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen in den USA um 85 Prozent gestiegen. Doch wer keinen BA besitzt, musste im gleichen Zeitraum einen Verlust von durchschnittlich 13 Prozent hinnehmen.

Die Amerikaner erleben gemäss Case/Deaton eine Art verkehrte Robin-Hood-Wirtschaft. Die Reichen stehlen von den Armen. «Politischer Einfluss wird für persönliche Bereicherung missbraucht», stellen sie fest. «In der Ökonomie ist dieser Tatbestand unter dem Begriff ‹politische Rente› bekannt.»

Die aktuelle Verzweiflungstod-Welle hat in den USA zu einem seltenen Ereignis geführt, zu einer sinkenden Lebenserwartung. «Jeder Rückgang der Lebenserwartung ist extrem ungewöhnlich», so Case/Deaton. «Mit einem Rückgang über die Zeitspanne von drei Jahren befinden wir uns auf ungewohntem Terrain.»

Weisse Männer zwischen 40 und 50 sind von dieser Entwicklung besonders betroffen. Warum gerade sie? Zynisch gesagt, weil sich die Farbigen seit längerem Armut und Diskriminierung gewohnt sind. In den Achtziger- und Neunzigerjahren waren vor allem Schwarze die Opfer der Crack-Epidemie.

Buchcover «Tightrope» von Nicholas Kristof und Sheryl WuDunn.

Schildert die Zustände der weissen Unterschicht: «Tightrope» von Nicholas Kristof und Sheryl WuDunn. Bild: Amazon

Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand in den USA eine «Arbeiter-Aristokratie». Selbst einfache Arbeiter verdienten genug, um sich ein Häuschen und ein Auto zu leisten und ihre Kinder ins College zu schicken. Davon kann heute ein Arbeitnehmer ohne BA nur träumen. Er muss sich im schlimmsten Fall mit einem Mindestlohn von 7,25 Dollar über die Runden schleppen und hat – wie heisst es doch so schön – zu wenig zum Leben und zu viel zum Sterben.

Eine Familie zu gründen, ist so ein Ding der Unmöglichkeit geworden. Ohne BA hat man auf dem Heiratsmarkt keine Chancen. Ein Gelegenheitsjob löst den anderen ab, oft unterbrochen durch Gefängnisaufenthalte. Mit wechselnden Partnerinnen werden Kinder gezeugt, welche die Väter später kaum je zu Gesicht bekommen. Ein Leben mit einem durch den Job geordneten Ablauf ist kaum mehr möglich.

Bücher wie «Hillbilly Elegy» von J.D. Vance und «Tightrope» von Nicholas Kristof und Sheryl WuDunn beschreiben ausführlich das Elend der verarmten Weissen in den ehemaligen Industrieregionen. Case/Deaton liefern den ökonomischen Hintergrund dazu.

Zur finanziellen Not gesellt sich der körperliche Schmerz. «Gemäss der National Academies of Sciences, Engineering and Medicine leiden mehr als 100 Millionen Amerikaner an chronischen Schmerzen», stellen Case/Deaton fest. Eine überdurchschnittlich hohe Zahl von ihnen gehört der verarmten weissen Unterschicht an.

Unglaublicher Zynismus der Pharmaindustrie und unglaubliche Naivität der Gesundheitsbehörde haben daraus Profit gezogen und die Opiat-Krise verursacht. Firmen wie Purdue und Johnson & Johnson haben opiathaltige Medikamente gegen Schmerzen auf den Markt gebracht und aggressiv vermarktet. Das bekannteste davon ist das inzwischen berüchtigte OxyContin. Es konnte jahrelang als gewissermassen legales Heroin unter die Leute gebracht werden.

FILE - This Feb. 19, 2013, file photo shows OxyContin pills arranged for a photo at a pharmacy, in Montpelier, Vt. Five state attorneys general announced lawsuits Thursday, May 16, 2019, seeking to hold the drug industry responsible for an opioid addiction crisis that has become the biggest cause of accidental deaths across the country and in many states. The new filings in Iowa, Kansas, Maryland, West Virginia and Wisconsin mean 45 states have now taken legal action in recent years against Purdue Pharma, the maker of OxyContin. Some of the states are also suing Richard Sackler, a former president and member of the family that owns the Connecticut-based firm. (AP Photo/Toby Talbot, File)

Hat unsägliches Leid verursacht: Das Schmerzmittel OxyContin. Bild: AP/AP

Inzwischen ist OxyContin verboten, doch die Süchtigen sind geblieben. Sie sind auf Heroin oder das noch gefährlichere Fentanyl umgestiegen. Die Drogenepidemie hat inzwischen ein so grosses Ausmass angenommen, dass Präsident Trump den Notstand ausrufen musste.

Ein dysfunktionales Gesundheitssystem verschlimmert die Not zusätzlich. Rund die Hälfte der Amerikaner sind via ihren Arbeitgeber krankenversichert. Wer seinen Job verliert, verliert auch seinen Schutz. In der aktuellen Coronakrise ist dies Millionen von Amerikanern passiert.

Wegen überrissener Arzthonorare und Medikamentenpreise ist das amerikanische Gesundheitswesen das teuerste der Welt. Es verschlingt etwa 18 Prozent des amerikanischen Bruttoinlandprodukts oder gegen 11’000 Dollar pro Kopf und Jahr. Diese gewaltigen Kosten müssen finanziert werden, und zwar auf Kosten der Löhne der Arbeitnehmer.

Diese Kosten haben inzwischen ein so grosses Ausmass angenommen, dass Case/Deaton sie mit den Reparationszahlungen der Deutschen nach dem Ersten Weltkrieg vergleichen.

FILE - In this Friday, April 12, 2019 file photo, Cheryl Juaire, of Marlborough, Mass., center, leads a protest near the Arthur M. Sackler Museum at Harvard University, in Cambridge, Mass. Harvard University, where protesters have demanded the school rename the Arthur M. Sackler Museum, also cited contractual reasons for keeping the name and said that the Sacklers donated money before the development of OxyContin. (AP Photo/Josh Reynolds, File)

Proteste gegen die Eigentümer von Purdue: die Sackler-Familie. Bild: AP

«Death of Despair» macht das Phänomen Trump verständlich. Die BA-losen weissen Männer sehen in ihm die Verkörperung der Rache an der verhassten Elite. Deshalb kann der Präsident so vulgär sein, wie er will. Er kann lügen, dass sich die Balken biegen. Hauptsache, er zahlt es den Gebildeten heim.

Das Buch zeigt auch auf, wie kaputt der amerikanische Arbeitsmarkt ist, wie absurd die Universitätsgebühren geworden sind und wie dysfunktional das Gesundheitswesen mittlerweile ist. Case/Deaton sind keine sozialistischen Systemveränderer. Doch auch sie kommen zum Schluss:

«Nicht nur die radikale Linke macht sich Sorgen über die Zukunft des Kapitalismus und der Demokratie in Amerika. Es gibt eine Flut von Büchern nicht nur von notorischen Kritikern, sondern auch von ehemaligen Verteidigern des Systems, von erfolgreichen Unternehmern und mächtigen Ex-Politikern.»

Schliesslich macht das Buch auch verständlich, weshalb ein konservativer Wirtschaftshistoriker wie Harold James den Zustand der USA mit dem Niedergang der Sowjetunion vor ihrem Zerfall vergleicht.

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    Alle Leser-Kommentare
  • StGb Art. 258 @ Bundesrat 20.07.2020 20:30
    Highlight Highlight Das gute alte Problem mit Korrelation und Kausalität...
  • Beat Stocker 20.07.2020 11:07
    Highlight Highlight Ja, Bildung ist wichtig, doch das Angebot dazu wird nicht überall angenommen/genutzt. Allerdings zeigt meine Erfahrung, dass es nicht auf die Anzahl Schuljahre ankommt, sondern darauf, was man da gelernt und behalten hat. Selbst in einem bildungsfeindlichen Umfeld kann ein Kind weit kommen, wenn es will und ein Akademiker scheitern; in der Schweiz, wie auch den USA.
  • banda69 20.07.2020 08:53
    Highlight Highlight "Die Reichen stehlen von den Armen."

    Welcome to the World of Donald Trump, SVP und Konsorten.

    Und ja, Rechtspopulisten schaden dem gemeinen Volk. Immer. Und überall.
  • Mareko 20.07.2020 03:46
    Highlight Highlight Ein interessanter Bericht. Bildungssysteme zu vergleichen ist schwierig wie auch die Bildungsmassstäbe/Niveau. Wenn ich hierzulande (egal wo genau) einen 19-jährigen College-Schüler frage: "Wieviel Gramm hat ein Kilogramm?" "Grosse Augen: 100?" - "nein, 1000". "Wieviele Meter ein Kilometer?" "100" - "nein, 1000". Dafür lernen sie hier vieles, wovon die Schüler in der Schweiz wenig oder gar keine Ahnung haben. In Neuseeland beispielsweise lernt man den Elektriker-Beruf an einer Fach-Uni während 2 Jahren, danach kann man den Absolventen getrost mit dem Handfeger zum Sicherungkasten schicken ...
    • Butch Cassidy & Sundance Kid 20.07.2020 07:44
      Highlight Highlight Was für ein lächerlicher Vergleich..
      ich wette 99% der Schweizer Hochschulabsolventen wissen nicht wie viel inch ein foot ist.. oder wie viel foot ein yard??

      Aber bei den unterschiedlichen Bildungssystemen gebe ich dir recht. Habe ich selbst in Europa beim Erasmus-Semester bemerkt, dass hier keine Uni mit der anderen vergleichbar ist.
    • Paul55 20.07.2020 11:55
      Highlight Highlight @Butch&Sundance
      Das bei uns Leute das nicht meterische und schon deshalb idiotische System nicht tscheggen ist ja so was von verständlich!
      Aber das College Schüler oder sogar US-MBAler nicht wissen was "Kilo" bedeuted ist schon armselig!
    • Mareko 20.07.2020 20:47
      Highlight Highlight An Butch Cassidy...: Wir rechnen hier metrisch. Auf der Nachbar-Inselgruppe wird in Amerikanischen Masseinheiten gerechnet.
  • Nausicaä 19.07.2020 22:43
    Highlight Highlight Anstatt Donald Trump zu wählen hätten die besser eine zweite amerikanische Revolution à la französische Revolution gestartet.
    • Mark (2) 20.07.2020 00:20
      Highlight Highlight Donald Trump wurde gewählt, weil Hillary Clinton nicht wählbar war. Diese Frau ist für zuviele Amerikaner ein rotes Tuch.
    • deejay sensation 20.07.2020 04:11
      Highlight Highlight @Nausicaa man kann Trump hassen und wie sie ihm alles böse wünschen. Fakt ist, Hispanics und Black-America haben die tiefste Arbeitslosenquote ever.
    • Dodogama 20.07.2020 10:04
      Highlight Highlight @deejay: Und wie belegst du das? Oder hat das Trump auf Twitter gesagt?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Demetria 19.07.2020 21:19
    Highlight Highlight Bah, ich studiere seit Jahren im Kreis herum, weil mir ständig das Geld ausging. Ausbeuterjobs im Stundenlohn, trotzdem nie Geld. Aber ich hab mich zusammengerissen: hab ohne Heizung gelebt, nicht in der Mensa gegessen. Konnte schon mal vorkommen, dass die Drogensüchtige von oben im Rausch versuchte meine Tür einzuschlagen. Hat auch gewirkt. Ein Notenschnitt von einer 5.89. Dann kam mein Professor, verlangte ein Plagitat für reiche Sprösslinge und ich wurde rausgeekelt, weil ich es nicht schreiben wollte. Wofür ich Jugendforscht gemacht habe? Offenbar um der Oberschicht den Hinter zu wischen.
    • Kanuli 20.07.2020 07:41
      Highlight Highlight Hätte man da nicht zusammen mit der Polizei die ins Messer laufen lassen können? Also sich selbst absichern, dann trotzdem mitmachen, dann alle verklagen? Wäre nun interessant, was Sie studiert haben. Bei mir hat nur schon die Berufsmatur 6000,- pro Jahr mehr eingebracht. Wobei ich während der Abendschule noch 100% gearbeitet habe, sonst kann man sich das ja nicht leisten ;)
  • blueberry muffin 19.07.2020 20:55
    Highlight Highlight Es ist “Socialism or Barbarism” wenn der Kapitalismus versagt. Und Neo Liberale treiben den Kapitalismus auf der Überholspur in den Tod.
  • Selbstverantwortin 19.07.2020 20:52
    Highlight Highlight „Dass hierzulande vor allem Akademiker ihren Nachwuchs notfalls mit Lernstudios und Privatlehrern zur mittleren Reife prügeln, ist bekannt.„
    Was für eine unsägliche populistische Verallgemeinerung.
    Die Schulbildung ist in CH kostenlos. Und die meisten Maturanden machen einfach diese kostenlose Schulbildung samt kostenlosem Vorbereitungskurs der öffentlichen Schulen.
  • Slender Man the Mohrenkopf 19.07.2020 19:49
    Highlight Highlight BLM, Rassismus, schlechte soziele Absicherungen. Wenn es in der Schweiz keine relevanten Themen gibt, importiert man sie aus USA. Und was hat das mit der Situation in der Schweiz zu tun?
  • Liserl 19.07.2020 19:24
    Highlight Highlight Ha, nach 40 Jahren im Spital, behaupte ich auch das der Hochschulabschluss ( Abitur und Med.studium) SEHR tödlich sein kann! Es waren studierte Ärzte die in Europa Contergan verschrieben und die gleiche Ärzteklasse verschrieb in den USA Oxycontin ( und noch vieles mehr),also Bitte grösste Vorsicht bei der Auswahl eines Arztes, stellen sie ihm eine ganz EINFACHE Rechenaufgabe, wenn er sie nicht spontan beantwortet, kann er auch das Insulin, Blutverdünner, Chemo undundund nicht richtig dosieren, weniger Respekt vor Weisskittel hift überleben !
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 19.07.2020 23:28
      Highlight Highlight Der Hersteller von Contergan hat die fruchtschädigende Wirkung gezielt verschwiegen.
      Da waren nicht die Ärzte daran Schuld.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 19.07.2020 23:29
      Highlight Highlight Anmerkung:
      Bei Oxycodon wurden die Ärzte von der Herstellerfirma gut bezahlt, dass sie das Zeug verschreiben.

      Zuerst mal informieren und erst dann einen Kommentar schreiben.
  • Steibocktschingg 19.07.2020 19:13
    Highlight Highlight Es ist erschreckend, wie tief die USA fallen konnten, wie sehr sie gegen die Wand gefahren wurden. Und sie sind ein super Beispiel dafür, dass die Behauptung, die Wirtschaft zu deregulieren bringe allen etwas, einfach nur wishful thinking ist und in der Realität ein guter Teil der Bevölkerung am A. ist, während eine kleinere Minderheit tatsächlich sehr profitierte.

    Aber das ist doch alles egal, wir müssen es den USA ja auch nachmachen und Sozialstaat und Rechtsstaat küneln und vor den Firmen und Reichen katzbuckeln. Behaupten die Pseudobürgerlichen jedenfalls...
    • deejay sensation 20.07.2020 04:32
      Highlight Highlight Ihnen ist schon klar, dass Clinton die USA wirtschaftlich noch stärker an die Wand gefahren hat. Nicht nur hat er Bush's staatliche Regulierungen noch stärker verschärft, noch höhere Steuern erhoben und noch mehr unnötige Staatsausgaben verübt. Das ganze ging munter weiter bis 2017.
      Zuvor hatte Reagan einfache Prinzipien: weniger Regulierungen, minimale Staatsausgaben, free enterprise.
    • Steibocktschingg 20.07.2020 09:04
      Highlight Highlight Lesen können ist wichtig, denn dann könntest du lesen, dass ich die Aussage allgemein gehalten habe und niemanden konkret als Schuldigen benannt habe, womit auch ein Clinton abgedeckt ist.
  • Nick Z. Carlen 19.07.2020 19:00
    Highlight Highlight Kommt hinzu, dass der BA in den USA meistens nicht unbedingt mit einem schweizerischen BA verglichen werden kann. Die Dinger werden an den Community Colleges ja geradezu inflationär vergeben. Zahlen, hingehen, Bachelor. Zudem muss man- verglichen mit der Schweiz- nicht wirklich viel leisten.
  • Peter Vogel 19.07.2020 16:07
    Highlight Highlight Als ehemaliger Gymeler und Maturand kann ich vom Gymi eigentlich nur abraten. BMS + FH sind meiner Meinung nach 10x besser. Ich hätte mir gewünscht mit 20 auf eigenen Beinen stehen zu können. Mit der Matura alleine hat man aber effektiv nichts in der Hand um einer gescheiten Arbeit nachgehen zu können. Ich habe damals in der Schoggifabrik Nachtschichten geschoben da mir ein Studium zu doof war.
    • B. Bakker 19.07.2020 17:21
      Highlight Highlight Hey, mir gehts da ähnlich. Und was machst du heute?
    • Rim 19.07.2020 18:00
      Highlight Highlight Intelligente Menschen wissen, dass man mit der Matura keinen "Berufsabschluss" im Sack hat. Hat Ihnen das (Vogel) keiner gesagt, oder haben sie es verpasst, sich zu erkundigen? Ich finde es schön und passend, dass Sie im Job in der Schoggifabrik ihre "Erfüllung" gefunden haben. Zurück zur Story: Irgendwie passend, finde ich. Fox: Trump hat kürzlich einen Demenztest gemacht (35 Fragen) und hat den mit einem Intelligenztest "verwerchselt". Auch nicht wirklich erstaunlich :-)
    • JackMac 19.07.2020 18:51
      Highlight Highlight Aber hey, studieren war mir zu doof?
      Wie wärs mit früher Kanti abbrechen und eine Lehre machen? Andere müssen sich mit 14-16 entscheiden was sie für einen Beruf ergreifen wollen.
      Ansonsten geb ich dir recht mit Lehre und FH oder ähnlichem.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Leichterbär 19.07.2020 15:20
    Highlight Highlight Ich dachte zuerst es gehe hier um ein Drittweltland.Ach nein USA wieder 🙄
    • deejay sensation 20.07.2020 04:12
      Highlight Highlight Nun die USA ist aber nach wie vor das wirtschaftlich stärkste Land.
    • Dodogama 20.07.2020 10:12
      Highlight Highlight @deejay: Sobald das BIP bereinigt ist, liegen die USA (Mehrzahl btw, sollte man als Fanboy wissen) nach China und Europa nur auf Platz 4 (EU und europäische Binnenmarkt sind separat).
  • Denkblase 19.07.2020 14:46
    Highlight Highlight Wie sieht es in Kanada aus? Ist es dort genau so schlimm, oder gibt es Unterschiede? Wäre noch interessant zu wissen, weil nicht wenige Schweizer besuchen in einer Nordamerika-Reise diese zwei Länder, oder hegen den Traum dorthin auszuwandern. Weil nach den USA ist Kanada das drittgrößte Auswanderungsland der Schweizer.
    • JackMac 19.07.2020 18:55
      Highlight Highlight Kein Vergleich. Kanada hat ein staatliches Krankenversicherungssystem, das Schul- und Studienwesen ist durchlässiger und Zugang zu Universitäten einfacher!
      Ich war längere Zeit in Kanada und bereue keinen Tag.
      Die Leute sind meist weniger oberflächlich und mehrheitlich offen und sehr freundlich. Würde sofort wieder gehen.
    • paulpower 20.07.2020 00:27
      Highlight Highlight Haha. Bald bauen die Kanadier ihre Wall. Und die Amis müssen bezahlen.
  • ast1 19.07.2020 13:57
    Highlight Highlight Das fundamentalste Problem der Amerikaner ist, dass der Mechanismus zum Lösen all dieser Probleme – das politische System – nicht mehr funktioniert. Die USA sind festgefahren im Zweiparteiensystem, welches durch ihr Wahlsystem entstanden ist. Die Parteien scheren sich kaum um das Wohlergehen deren Wähler, solange sie der anderen Seite die Schuld geben und die Stimmen ihrer Seite einheimsen können.

    Auch der extreme Lobbyismus der Unternehmen und Superreichen sowie die nicht aufgearbeiteten historischen Ungerechtigkeiten tragen zur extremen Ungleichheit und letztlich Apathie des Volkes bei.
  • Toerpe Zwerg 19.07.2020 13:16
    Highlight Highlight Ein geschärfter Blick auf die Problematik von Chancengleichheit und Gerechtigkeit würde unweigerlich zum Schluss führen, dass jeder Studienplatz kostendeckend durch Studiengebühren finanziert sein sollte.

    Für alle, die sich die Studiengebühren nicht leisten können, springt der Staat mit steuer finanzierten Zuschüssen ein.

    Simpel. Effektiv, Gerecht.
    • Turi 19.07.2020 14:05
      Highlight Highlight @Toerpe, für die Beurteilung wer zahlen müsste und wer nicht müsste man auf die Verhältnisse der Eltern zurückgreifen. Studierende haben nämlich meist kein Einkommen und kein Vermögen.

      Frage an dich: Wie realistisch ists eine solche Vorlage durchzubringen, wo reiche Eltern das Studium voll bezahlen müssten und arme nicht? Chancenlos.

      Wie würden die reichen Eltern und deren Lobby argumentieren: Sie bezahlen schon erheblich mehr Steuern, progressiv, damit sollte dann in der Bildung für alle gleiches Recht gelten.

      Wie weiter nun, um Simpel, Effektiv und Gerecht zu erreichen?
    • De-Saint-Ex 19.07.2020 14:11
      Highlight Highlight Und wer soll „Strassen und Häuser bauen“? Alles nur noch Ingenieure mit Uni-Abschluss. Das Problem ist doch eher, dass die Jobs, die keinen Uni-Abschluss voraussetzen keine Familie mehr ernähren. War bis in die 80er nicht so. Mit Uni für alle ist das Problem nicht gelöst.
    • Toerpe Zwerg 19.07.2020 14:48
      Highlight Highlight "für die Beurteilung wer zahlen müsste und wer nicht müsste man auf die Verhältnisse der Eltern zurückgreifen."

      Das ist heute nicht anders. Die Eltern sind zum Unterhalt verpflichtet bis zum Abschluss der Erstausbildung. Ein Studium gehört dazu.
    Weitere Antworten anzeigen
  • fools garden 19.07.2020 13:08
    Highlight Highlight Das Problem ist noch schlimmer, du hast nämlich nicht einmal genug um zu Sterben.
  • kerisma 19.07.2020 12:57
    Highlight Highlight Mir wurde das in den USA bereits vor 20 J. erklärt: A College Degree is a Must.
    Die "Anderen" hatten alle 2-3 Jobs nebeneinander, an 7 Tagen die Woche, um mieten & essen zu können. Working Poor. Vor allem in Tätigkeiten, in denen sie diejenigen mit Abschlüssen und/oder Geld bedienen mussten. Und durch die hohe Arbeitsbelastung & gleichzeitig geringe Bezahlung gab es keine Perspektiven, da irgendwie raus zu kommen: keine Zeit, kein Geld, um einen Abschluss nachzuholen.
    • perspektiven-wechsel 19.07.2020 15:06
      Highlight Highlight ... wir steuern voll auf diese Schiene - handwerkliche Berufe sind zwischenzeitlich so schlecht bezahlt, dass man bereits Mühe hat, ein Kind zu unterstützen...

      Öfters arbeiten sogar Gelernte in tendenziell prekären Arbeitssituationen bzw. wenn sie den Sprung aus dem Stundenlohn nicht schaffen, bleibt nur noch die "Scheinselbständigkeit"...

      Ungelernte Personen verdienen manchmal so wenig, dass sie sich selbst kaum durchbringen können, geschweige denn ein Kind unterstützen könnten...

      Gleichzeitig werden immer noch Ungelernte aus der EU angestellt, die für noch weniger Geld arbeiten...
    • Steibocktschingg 19.07.2020 19:17
      Highlight Highlight Selbst unter Akademikern verbreitet sich die Temporärarbeit immer mehr, sodass man nur für ein, zwei Jahre einen Arbeitsvertrag hat und danach wieder von Neuem Arbeit suchen muss. Eine unbefristete Anstellung an einer Uni sucht man lange und auch ausserhalb sind sie für Studienabgänger nicht zu häufig...
  • Hierundjetzt 19.07.2020 12:43
    Highlight Highlight Ich wiederhole mich gerne: Die USA ist *nicht* Europa. Das ist eine Kultur für sich, daher verfängt der Kulturimport wie BLM, Twitter, FB, Safe Space, Extreme Gewalt, Armut eben gerade NICHT in Europa. Jeder Import scheitert, da bei uns die Grundlagen schlicht anderst sind.

    Geh mal in den Mississippi, nach Arkansas oder Alabama. DAS ist Amerika

    Neue Amis in Zürich lernen dies umgekehrt auf brutale Art: Keine Gitter vor den Schulhäuser (spinsch?), keine Elterntransporte erlaubt, helle orte = arm, dunkle = reich, geforderte hard core Integration der Eingeborenen (CH), Englisch? hahaha, Depp.
  • CogitoErgoSum 19.07.2020 12:23
    Highlight Highlight Die USA hatten lange Zeit nach dem 2. Weltkrieg für uns Vorbildcharakter. Wir haben den amerikanischen Traum irgendwie sogar bewundert. Wenn man sieht wie sich das Land heute negativ entwickelt, sollten wir uns jetzt auf bessere Werte besinnen. Wir müssen wieder sozialer werden.
  • zeusli 19.07.2020 12:21
    Highlight Highlight Kapitalismus im Endstadium.
    • Steibocktschingg 19.07.2020 19:17
      Highlight Highlight Kapitalismus ohne Seele und Moral...
    • deejay sensation 20.07.2020 04:07
      Highlight Highlight @zeusli und Steibocktschingg

      Eine Welt in der Milch und Honig fliessen und alle zusammen fröhlich "Kumbaya my Lord" singen gibt es nicht. Die einzige Möglichkeit um Vermögen effizient zu verteilen, wäre der Anreiz Vermögen zu haben zu vernichten.
    • AmartyaSen 20.07.2020 09:08
      Highlight Highlight @dj In der erfolgreichsten Periode der USA, den 50er und 60ern, bezahlten die Reichsten 90% Einkommenssteuer. Der Anreiz, reich zu sein, existierte trotzdem noch. Gleichzeitig konnte selbst der untere Mittelstand mit nur einem Job in Würde leben. Spätestens nach Reagan entwickelten sich der Medianlohn und GDP per capita deutlich auseinander:
      Benutzer Bild
  • GraveDigger 19.07.2020 12:13
    Highlight Highlight Das Problem ist nicht die Ausbildung alleine. Man hat viele ArbeiterJobs durch die Globalisierung zerstört. Industrie ist weggezogen weil in Lummerland billiger zu produzieren und kein Stress mit Gewerkschaften.
    Auch mit Bachelor heisst es nicht das man einen Job bekommt, weil es schlicht keine hat.
    Auch wenn ich Trump nicht mag, aber das haben seine Vorgänger zu verantworten.
    In den USA alleine zählt der persönliche Einsatz ob du einen Job hast oder nicht.
    • perspektiven-wechsel 19.07.2020 15:09
      Highlight Highlight Die CH fährt doch genau auch auf diese Schiene ab und bis in ein paar Jahren....

      Ein Studium garantiert heute keinen gut bezahlten Job mehr und handwerkliche Berufe sind immer schlechter bezahlt, weil sich genügend Leute aus dem EU-Raum finden, welche dieselbe Arbeit für weniger Geld erledigen...

      Geiz ist geil allerseits!
    • GraveDigger 19.07.2020 16:53
      Highlight Highlight @perspektiven-wechsel
      Das denke ich auch.
      Die Entwicklung finde ich bedenklich. Länder werden ausgeblutet weil die Industrie wegzieht und die Regierungen beklatschen es auch noch. "Weniger CO2!"
      Aber das diese Länder ihre fähigen Arbeitskräfte verlieren ist egal, viel wichtiger ist das die Grenzen offen sind und wir noch billigere, gut ausgebildete Arbeitskräfte ausbeuten können.

      Geiz ist das eine, Gier das andere, vor allem in den Teppichetagen und Elfenbeintürmen.

      Wichtig ist nur, das der Rubel in einige wenige Taschen rollt.
  • Altweibersommer 19.07.2020 12:03
    Highlight Highlight Mich stört ein bisschen, dass in der Einleitung auf die Schweiz Bezug genommen wird, dann aber im weiteren Verlauf nur noch die USA behandelt wird. Auch wenn die USA momentan wohl der wichtigste Krisenherd weltweit sind und diese Hintergründe auch für uns wichtige Informationen darstellen, so sind für uns hier die Schweizer Realitäten doch noch wichtiger. Also wenn schon auf die Schweiz eingegangen wird, würde ich mir ein Fazit wünschen, wie die Tendenz bei uns ist und was wir aus der Lage in Amerika lernen könnten.
    • lilie 19.07.2020 14:41
      Highlight Highlight @Altweibersommer: Ich glaube, die Einleitung hat klargemacht, dass die beiden Länder bzw. Systeme so verschieden sind, dass kaum Vergleiche möglich sind.

      Und was wir lernen können aus der Lage in Amerika ist, dass wir dankbar sein sollten, in einem weitaus besseren System zu leben, das mehr Menschen eine Chance bietet als das amerikanische.

      Ansonsten wäre es sinnvoll, die USA würde von Europa lernen, nicht umgekehrt. Das wäre das andere, was wir lernen sollten. Die USA wurden hier zu lange idealisiert.
    • GianniR 19.07.2020 15:37
      Highlight Highlight @Lilie: Das Problem ist, dass die meisten US-Amerikaner immer noch glauben, sie seien der Nabel der Welt. Folglich werden sie nicht auf die anderen schauen, um von ihnen zu lernen. Das Schlimme bei uns ist wiederum, dass immer noch viele ebenfalls glauben, die USA seien der Nabel der Welt. Deshalb übernehmen wir immer noch unreflektiert so vieles (zu vieles) von "drüben". Das beginnt schon bei den sprachlichen Absurditäten. Mehr Selbstsicherheit und Stolz auf unsere eigene Situation könnten nicht schaden.
    • sowhat 19.07.2020 18:03
      Highlight Highlight Lilie, das ist mir zu dünn. Wir lernen, dass wir dankbar sein und, dass die Andern was ändern sollen. Das ist kein Learning.
      Ich finde die Situatiom in den USA, die hier glaubhaft aufgezeigt wird, muss für uns ein Alarm sein, dass wir genau hinschauen, welche Tendenzen bei uns laufen. Und darauf basierend müssten wir überlegen wo wir wie Gegensteuer geben.
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  • So oder so 19.07.2020 11:58
    Highlight Highlight "Zürich sei es für Kinder aus weniger privilegierten Familien «praktisch unmöglich, die begehrten Plätze an den Gymis zu ergattern»"

    Zum Zmorgen habe ich jetzt gerade im Radio Gymi Schüler Rumheulen gehört das es echt zum Fremdschämen ist - Sie hätten gar nicht Richtig Ferien machen können, sich selber mal Kennenlernen um Rauszufinden was sie mal machen wollen und da ist noch Corona die Firmen seien jetzt auch zurückhaltend - einfach nur Peinlich. Ich stand mit 16 auf dem Bau und musste meine Lehre beginnen.
    • Juliet Bravo 19.07.2020 14:54
      Highlight Highlight Ich kenne die Sendung. Das hat sich nach Schüler*innen aus privilegierten Verhältnissen angehört.
    • Steibocktschingg 19.07.2020 19:22
      Highlight Highlight Oh nein, die Armen! Während meiner Zeit am Gymnasium war ich froh, wenn meine Eltern und, wenn das nicht ging, ich selbst, das Gymnasium bezahlen konnten. Ferien? Nie gemacht vor der Maturareise. Habe ich sie vermisst? Nein, nie wirklich. Wusste ich, was ich machen wollte? Ja, weswegen ich auch aufs Gymnasium wechsle. Habe ich mein Ziel erreicht? Fast, nur noch ein paar Tage...

    • Demetria 19.07.2020 22:06
      Highlight Highlight Wart mal ab bis es an die Uni geht... da darfst du dann eine Stunde zuhören, weil die Ferien nur nach Ibiza gingen dabei hat er doch versprochen man fahre in die Malediven. Wenn Du dann aber mal drüber reden willst, dass du nicht Latein gemacht hast um 16h am Tag Toiletten zu putzen, dann schreien dich alle an du sollest dankbar sein, dass du einen Job hast und überhaupt die hungernden Kinderchen in Afrika... und dann redet die Runde wieder über die Malediven. Willkommen bei der Oberschicht und wehe du bist kein braver Leibeigener und sitzt dabei schweigend und mit gesenktem Blick am Tisch.
  • Guido Zeh 19.07.2020 11:38
    Highlight Highlight "Die Reichen stehlen von den Armen": Die billige Arbeitskraft, die menschliche Würde und die ökologische Zukunft. Das ist der Kapitalismus (us-amerikanischer Prägung). Der Zugang zu Bildung ist ein Symptom davon.
  • Turi 19.07.2020 11:35
    Highlight Highlight Herr Löpfe, ihr Kommentar lässt mich etwas ratlos zurück. Einerseits greifen sie ein Thema auf, das es sonst selten in die Medien schafft. Das finde ich super.
    Aber die Art und Weise, wie sie durch den ganzen Text ihre Abneigung, Verachtung und Zynismus gegenüber diesen Menschen nicht verbergen können (halt überwiegend Trump-Wähler sind), stösst mich ab. Gab es nicht mal eine Zeit, wo guter Journalismus sich mit einem Thema befassen konnte und Zusammenhänge aufzeigen konnte, ohne gleich den moralischen Zeigefinger zu heben und Menschen zu verurteilen?
    • swisskiss 19.07.2020 12:03
      Highlight Highlight Turi: Interpretation? Abneigung erkenne ich in erster Linie der Mächtigen, die diese Menschen nicht nur ausnutzen, sondern gleichzeitig noch Marjonetten wie Trump etablieren, die diesen Menschen falsche Hoffnungen machen. Die Dummheit der ungebildeten Trump -Wähler wird nicht als Vorwurf oder Abneigung thematisiert, sondern als Beispiel, wie man ungebildete Massen manipuliert und wie man verhindert, dass diese Masse Zugang zu Bildung erhält, die diese die Manipulation erkennen lässt. Eigentlich ein äusserst trauriger und pessimistischer Ausblick auf die Zukunft dieser Gesellschaft.
    • Kilian Wenger 19.07.2020 12:20
      Highlight Highlight Danke Turi
    • Jawolaufensiedenn 19.07.2020 13:31
      Highlight Highlight @ Turi: diese Zeiten gab es und sollte es auch geben. Aber im Augenblick fällt es sehr, sehr schwer über die USA und ihre Menschen unvoreingenommen zu berichten.
      Diese Regierung und auch das politische System ist dringend veränderungsbedürftig - im eigenen Interesse, aber auch im Interesse der Welt.
      Man vergesse nicht, dass es sich eine Atommacht handelt. Wir können uns nicht leisten, dass sie schwächelt. Dazu ist die Welt zu klein....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Don Alejandro 19.07.2020 11:31
    Highlight Highlight Da gelobe ich mir (noch) das schweizerische System. Auch ohne tertiären Bildungsabschluss gibt es Weiterbildungsmöglichkeiten höhere Berufsbildung, HF, Meisterprüfungen etc. wonach man sich gut in der Arbeitswelt situierten kann. Aber das Bologna-System hat auch bei uns bewirkt, dass ebensolche Ausbildungen immer mehr an Wert verlieren.
    • ands 19.07.2020 12:00
      Highlight Highlight Was hat das mit dem Bologna-System zu tun?
    • Stefan Morgenthaler-Müller 19.07.2020 12:23
      Highlight Highlight @ands. Wahrscheinlich mein Don A. die Resultate der Bildungsoffensive. Im Jahr 2030 sollen 50% der Arbeitnehmenden einen Hochschulabschluss haben. Bis vor wenigen Jahrzehnten hatte ein kleiner Teil der Bevölkerung einen solchen Titel. Heisst: Wenn jeder Müller, Huber und Meier einen solchen Titel hat, wirkt das inflationär. D.h. ein Studium hat heute den gleichen Stellenwert wie 1970 eine Lehre.
    • Alice im Wunderland 19.07.2020 12:39
      Highlight Highlight @ands, zusätzlich zu dem was Stefan morgenthaler-müller erklärt hat. Fürt es schon heute dazu dass Diplome für Jobs verlangt werden, welche auf anderen wegen wohl sinnvoller zu besetzen wären.
      Es werden externe Leute angeheuert (mit BA) anstatt eigene MA‘s gefördert.
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  • Ninoo 19.07.2020 11:30
    Highlight Highlight Ist in der Schweiz nicht anders. Die Chance das du als Büetzer verelendest ist auch hier ziemlich hoch.
    • ands 19.07.2020 12:04
      Highlight Highlight Tatsächlich? Wusste gar nicht, dass man in der Schweiz als Büetzer kein Anrecht auf Krankenkasse, Arbeitslosengelder und Sozialhilfe hat...
    • MeinSenfHierUndJetzt 19.07.2020 12:06
      Highlight Highlight @Onin: In den USA wird geschätzt, dass jedes vierte (!) Kind keine Nahrungsmittelsicherheit hat. Das bedeutet, dass nicht jeden Tag genügend essen auf den Tisch kommt. Von fehlender Krankenversicherung und Obdachlosigkeit ganz zu schweigen. Hier sind praktisch alle Menschen krankenversichert, haben ein Dach über dem Kopf, und genügend zu essen, insbesondere die Kinder. Wenn hier jemand "arm" ist und wenn dort jemand "arm" ist bedeutet das schlicht nicht das Gleiche!
      (Was natürlich nicht bedeutet, dass wir auch in der Schweiz noch mehr machen können für die Menschen am Rand der Gesellschaft)
    • ma vaff... 19.07.2020 12:12
      Highlight Highlight 1. Hört auf mit dem „Büezerschei..“ das ist die Bezeichnung für Gölä...
      2. Als Handwerker in der Schweiz gehörst du immer noch zum Mittelstand.
      3. Es gibt enorm viele Weiterbildungen für Handwerker.
      4. Du kannst als Handwerker anfangen und dann doch noch an die Uni gehen. ( Auf diesem Weg befinde ich mich gerade)
      5. Handwerker mit einer HF oder FH-Ausbildung sind auf unserem Arbeitsmarkt enorm gesucht.
      Es gibt genug Möglichkeiten bei uns, sie zu nutzen liegt in der Verantwortung jedes einzelnen...🤷🏽‍♂️
    Weitere Antworten anzeigen
  • Yunnan 19.07.2020 11:16
    Highlight Highlight "unglaubliche Naivität der Gesundheitsbehörde"

    Nicht Naivität, sondern Lobbyarbeit, inklusive direkt bei Ärzten, die Profit aus Vereinbarungen mit den Pharmaunternehmen gezogen haben, möglichst oft diese "Schmerzmittel" zu verschreiben.
  • andrew1 19.07.2020 11:14
    Highlight Highlight In der USA gibt es im wesentlichen 2 Varianten: Entweder hat man eine Firma und kann tun und lassen was man will, da es kaum einen Arbeitnehmerschutz gibt. Als angestellter ist mann allerdings absolut der unterhund, mit studium gehts einigermassen aber sonst ist man aufgeschmissen.
  • Pisti 19.07.2020 11:11
    Highlight Highlight "In Zürich sei es für Kinder aus weniger privilegierten Familien «praktisch unmöglich, die begehrten Plätze an den Gymis zu ergattern», meldete kürzlich der «Tages-Anzeiger»"
    Das war zu meiner Schulzeit noch nicht so, da waren die Klassen aber auch noch besser durchmischt. Es gab noch keine Klassen mit fast ausschliesslich Migrantenkinder. Und die Lehrer konnten sich noch besser um die schwächeren Kinder kümmern. Wenn aber kaum ein Elternteil deutsch spricht, kommen auch die Lehrer an ihre Grenzen.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 19.07.2020 12:13
      Highlight Highlight Weniger privilegierte Kinder können auch Schweizer Kinder sein, deren Eltern kaum Bildung haben, geringe finanzielle Möglichkeiten oder wegen 2x100% Niedriglohn-Job keine Zeit haben.

      Im Artikel aus dem Tagi ging es darum, dass nicht immer die intelligentesten Schüler die beste Schulbildung bekommen, sondern oftmals die aus "besseren" Familien, sprich deren Eltern selber Akademiker, ambitioniert, gutes Netzwerk, volle Kassen und einen Anwalt aufbieten können.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 19.07.2020 12:33
      Highlight Highlight @Stefan, keine Familie MUSS 2 mal 100% arbeiten.
      Bei 2x100% Billiglohn verliert man durch Steuern, Wegfall Krankenkassenverbilligung, teurere Verpflegung mangels Zeit etc. so viel , dass z.B. 2x60% gleich viel Geld am Endes des Monats bleiben, dafür einiges mehr an Zeit zur Verfügung steht.
    • Alice im Wunderland 19.07.2020 12:44
      Highlight Highlight Was später dazu führen kann dass Leute die für Führungspositionen völlig ungeeignet sind, dennoch Leute führen.
      Jeder der schon mal einen solchen Vorgesetzten hatte weiss wie mühsam das ist.
      Traurigerweise ist das für beide Parteien(Führungskräfte und Angestellte) nicht lustig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Imfall 19.07.2020 11:09
    Highlight Highlight Genau das!!!

    "Deshalb kann der Präsident so vulgär sein, wie er will. Er kann lügen, dass sich die Balken biegen. Hauptsache, er zahlt es den Gebildeten heim."
    • Rim 19.07.2020 13:07
      Highlight Highlight Das tut er allerdings bloss verbal um eben die Stimmen dieser "Frustrierten" ab zu holen. (Das machen alle Populisten so) Ein wirkliches Interesse (Engagement) zur Verbesserung der Bedingungen hat er nicht. Im Gegenteil. Es sei denn, man findet die kürzlich in einem Video verkündete Botschaft seiner Tochter (Yvanka) ein emphatischer Beitrag dazu: Sie empfahl all jeden, die ihre Arbeit verloren haben: Sucht euch etwas anderes! Great. :-) Kurz, Trump beutet die "Ausgebeuteten" gleich nochmals aus. Das war allerdings bereits längst vor Löpfes Artikel sonnenklar ;-)
    • Steibocktschingg 19.07.2020 19:28
      Highlight Highlight Leuten, die wegen "wirtschaftlichen Überlegungen" oder miesen Anstellungsbedingungen zu empfehlen, einen anderen Job zu suchen, ist üblich bei so Leuten wie Ivanka Trump oder Libertären. Sind die, die einen grossen Teil der Schuld daran tragen, dass die USA so amA. sind.
  • Stefan Morgenthaler-Müller 19.07.2020 11:09
    Highlight Highlight "Sowohl was Einkommen als auch was Sozialprestige betrifft, kann ein gut ausgebildeter Facharbeiter locker mithalten."

    Lohnstatistik? Sehe ich mindestens beim Prestige nicht so. Wer nur eine obligatorische Schule und eine Lehre abgeschlossen hat, dem fehlen Jahre an Bildung, die sich jemand mit Matura und Studium angeeignet hat.

    Das hat nichts mit Intelligenz zu tun. Die meisten könnten das mit Anstrengung und richtigem Umfeld erreichen.

    Akademiker haben etwas ähnliches "durchgemacht". Das zeigt sich im Verhalten, Themenwahl, wer, wen befördert , wie man von anderen behandelt wird, usw.
    • balzercomp 19.07.2020 11:40
      Highlight Highlight Mal ganz abgesehen davon, dass die Schweizer Akademikern tendenziell kritisch bis ablehnend gegenüber stehen. Das erinnert mich an andere Staaten, die es zum Glück nicht mehr gibt.
    • Ribosom 19.07.2020 12:01
      Highlight Highlight Also ich verdiene nur mit meinem Lehrabschluss das gleiche wie mein Kollege mit einem Master in Biotechnologie.
      Ja klar, ihm stehen weitaus mehr Türen offen als mir. Aber weder mit Wissen noch Praktik stehe ich ihm nach. In meinem Beruf sind Lehrabgänger in schweizer Firmen lieber gesehen als Masterstudenten. Leider sieht das in internationalen Firmen wie Novartis und Roche anders aus.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 19.07.2020 12:17
      Highlight Highlight @Balzercomp. Ich verstehe nicht, was genau Sie mir mitteilen wollen. Wem stehen "Schweizer Akademiker" kritisch gegenüber und warum? Und an welche Staaten erinnert Sie was genau?
    Weitere Antworten anzeigen
  • R10 19.07.2020 11:02
    Highlight Highlight the land of the free...
  • Hillary Clinton 19.07.2020 10:58
    Highlight Highlight "Die BA-losen weissen Männer sehen in ihm die Verkörperung der Rache an der verhassten Elite"

    Der Hass auf die Eliten ist durchaus gerechtfertigt und Trump nützt es einfach aus....

    Die Allwissenden Ivy League Abgänger haben mit ihren Freihandelsabkommen dafür gesorgt, dass in praktisch jedem Staat im Mittleren Westen seit 2000 ca. 100'000 Jobs nach Mexiko oder Asien wegglobalisiert wurden..
    • _kokolorix 19.07.2020 13:51
      Highlight Highlight Das ist auch in Europa passiert. Hier haben wir die Armut einfach in den Ländern am Mittelmeer konzentriert. Aber auch ein Deutscher mit Hartz IV hat kaum eine Chance aus eigener Kraft der Armut zu entfliehen.
      Das Problem stellt sich ein, wenn die Eliten, in grenzenloser Selbstüberschätzung, strukturelle Fehler als persönliches Versagen der Betroffenen umdeuten
  • De-Saint-Ex 19.07.2020 10:57
    Highlight Highlight Das ist das Resultat des Kapitalismus seit Reagan. Da wirkte der Niedergang der SU und die damit eingeläutete Globalisierung lediglich als Katalysator.
    Und da insbesondere den US-AmerikanerInnen seit Ende des 2. WK eingetrichtert wurde, dass alles, was das Wort „sozial“ beinhaltet, des Teufels sei, ist erklärbar, dass ein Trump gewählt, ein Sanders nicht mal nominiert wird.
    À propos Trump: der hat den Abgehängten nicht eine Stimme gegeben, er hat ihnen ihre Stimmen genommen. Ob sie‘s merken werden... je merken werden?
    Und Europa? Als nächstes dran? Wohl leider ja.
    • PC Principal 19.07.2020 11:36
      Highlight Highlight Die Globalisierung wurde nicht durch den Niedergang der SU eingeläutet sondern fand schon viel früher statt.
    • Leela 19.07.2020 11:36
      Highlight Highlight Dass Sanders nicht nominiert worden ist hat sehr viel mit den Geldgebern der Demokraten zu tun. Seit der Einführung der Super-PACs hat sich die Demokratie in den USA quasi selbst abgeschafft. Das Einzige was das Ganze noch zusammenhält sind die Gerichte. Das ist jedoch nur noch ein sehr dünner Faden und laufen ebenfalls Gefahr unterwandert zu werden...
    • De-Saint-Ex 19.07.2020 13:31
      Highlight Highlight Die Globalisierung so wie wir sie heute kennen? Quatsch. Wo war denn das BIP z.B. von China in den 90ern? Im Vergleich zu heute inexistent.
    Weitere Antworten anzeigen
  • cheeky Badger 19.07.2020 10:54
    Highlight Highlight „Doch dank der Kombination von Lehre und Fachhochschulen ist in der Schweiz ein Hochschulabschluss keine Voraussetzung für ein anständiges Mittelstands-Leben.„

    Ein Abschluss an einer Fachhochschule IST ein Hochschulabschluss. Hier wird einmal mehr die FH mit der HF verwechselt.
    • V8 Ghost 19.07.2020 14:07
      Highlight Highlight Das einte kann man mit dem anderen definitiv nicht gleichsetzten. Uni/ETH ist eine Universität, eine Fachhochschule ist halt einfach eine Schule.

      Was das Niveau angeht liegen Welten dazwischen.
    • lilie 19.07.2020 14:50
      Highlight Highlight @cheeky: Der springende Punkt ist einfach, dass unser Bildungssystem viel durchlässiger und differenzierter ist. Viele Wege führen nach Rom - in den USA muss es College und Uni sein, wenn möglich eine renommierte Uni. Bei uns kannst auch mit einer Lehre (die es in den USA in dieser Form gar nicht gibt) eine Familie ernähren und deinen Kindern weiterführende Bildung ermöglichen.
    • Sälüzäme 19.07.2020 17:30
      Highlight Highlight Eine Berufslehre wie bei uns entspricht in den USA fast einem UNI Abschluss. Auch bei uns wurde die Berufslehre lange als ungenügend dargestellt, bis man begriffen hat, ein Akademiker baut keine Strassen, Häuser oder entstopft das WC, schneidet keine Haare, backt kein Brot, pflegt keine Alten usw. Heute hat die Lehre zum Glück wieder einen höheren Stellenwert, jetzt muss nur noch beim Lohn nachgebessert werden. Auch als Nichtakademiker kann man sich hier eine Firma aufbauen, nicht gerade Staumann oder Actelion, aber es reicht zum (gut) leben.
  • Pfefferkopf 19.07.2020 10:53
    Highlight Highlight Eine ähnliche Studie gibt es von Soziologen über Osteuropa/OstD. Die Gebildeten und die Frauen zieht es in die modernen Ballungsgebiete, die armen und ungebildeten Männer aber auch die Alten und Kranken bleiben zurück. Dadurch sinkt deren Lebensqualität massiv. Das Team von Forschern konnte zeigen, dass wenn es viel mehr Männer als Frauen in einer Region gibt, weniger renoviert wird. Zudem nimmt das Kulturangebot (Kaffees, Museen, Konzerte) stark ab. Ärzte (Spitäler u. Altersheime) Psychologen und Betreuer fehlen. Alkoholkonsum und Gewalt nimmt zu. Die Lebenserwartung sinkt.
  • Jawolaufensiedenn 19.07.2020 10:50
    Highlight Highlight Das Thema hat eine gewisse Logik. Der Idiot Trump in der Rolle des Rächers der Unterpreviligierten und zu kurz gekommenen. Aufbau und Umstrukturierung wären nötig gewesen. Schon unter Obama.
    Werden die Demokraten das erkennen und ändern? Mit Biden? Wohl kaum!
    Da hätte es zumindest jemanden wie Bernie Sanders gebraucht!
    • _kokolorix 19.07.2020 13:45
      Highlight Highlight Man kann nicht behaupten, dass Obama es nicht probiert hat. Es gab einige Vorschläge von ihm, um das Bildungssystem durchlässiger zu gestalten. Allein, es scheiterten alle im Parlament. Wichtiger als der Sieg Bidens ist eine deutliche Mehrheit in beiden Kammern.
  • Liserl 19.07.2020 10:40
    Highlight Highlight Warum haben eigentlich die Länder,Regionen oder Kantone mit den meisten Berufsschulabgängern ( im dualen System ) die wenigsten Arbeitslosen ? Immer mehr Psychologinnen,Tierärztinen etc, sitzen dann overeducated an der Aldi Kasse !
    • Pfefferkopf 19.07.2020 12:15
      Highlight Highlight Es stimmt überhaupt nicht, dass Psychologinnen an der Aldi Kasse sitzen. Das ist blödes Geschwätz. In Italien mag das stimmen, in der Schweiz sicher nicht.

      Zürich und Genf mit sehr vielen Studierten sind auch die grössten Jobstandorte der Schweiz.

      Die Abwertung von Geisteswissenschaften und die damit verbundene Zerstörung der eigenen Kultur ist auch ein beliebtes Mittel der Rechten. Was das bringen soll, wissen auch nur die.

      https://www.deutschlandfunk.de/us-universitaeten-krise-der-geisteswissenschaften-stoppen.680.de.html?dram:article_id=467855
    • Pfefferkopf 19.07.2020 12:20
      Highlight Highlight Wie Sie im Artikel sehen können, nimmt die Anzahl Studierende in den Geisteswissenschaften in den USA massivst ab.

      Die NZZ am Sonntag hat dazu tolle Grafiken (leider kostenpflichtig). Eine Gesellschaft ohne Kultur- und Geisteswissenschaften ist schlicht dumm. Viele sind zwar entsetzt über die Zerstörung von Palmyra in Syrien durch den IS, werden aber nicht müde unsere eigene Kultur, Kunst und Literatur madig zu sprechen. Ein typisches Merkmal von Rechten, "stolz auf die Kultur" sein, die man doch eigentlich verachtet und zerstören will.
    • Pfefferkopf 19.07.2020 12:21
      Highlight Highlight Wie Sie auch aus dem Artikel entnehmen können, handelt es sich bei den Arbeitslosen oder billig Arbeitskräften eben um Menschen mit tiefer Bildung. Es wird sie überraschen, aber damit sind nicht Psychologinnen gemeint.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bruno Wüthrich 19.07.2020 10:39
    Highlight Highlight Ja, die USA galten mal als Vorbild für die Welt. Ob dies zu irgendeiner Zeit gerechtfertigt war, lasse ich offen.

    Klar ist, dass es heute nicht (mehr) so ist.
    • Pukelsheim 19.07.2020 10:51
      Highlight Highlight JFK, RFK und MLK hätten das Land auf die richtige Spur bringen können. Stattdessen kriegten die Amerikaner Nixon...
    • ikbcse 19.07.2020 11:08
      Highlight Highlight Schön, Deine Abkürzungen. JFK dürfte noch einer großen Gruppe geläufig sein, aber die anderen..
    • deejay sensation 19.07.2020 11:48
      Highlight Highlight Interessanterweise wurden JFK, RFK und MLK durch einen Demokraten erschossen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pd90 19.07.2020 10:38
    Highlight Highlight Schlussfolgerung: die USA sind zu einem Shithole verkommen
  • Fretless Guy 19.07.2020 10:37
    Highlight Highlight Die Studierten sind dafür oft über Jahre und Jahrzehnte verschuldet bis unter die Decke. Ich bin wirklich froh und dankbar dafür, dass ich in der Schweiz lebe. Ich war vor vielen, vielen Jahren mal ein paar Monate "drüben" und wollte dort etwas erreichen. Heute bin ich froh, dass es damals und auch später, als ich erneut die Gelegenheit dazu hatte, nicht geklappt hat.
    • Grubinski 20.07.2020 14:50
      Highlight Highlight Letzte Woche erst gab es doch einen Artikel dazu.
  • Firefly 19.07.2020 10:35
    Highlight Highlight Und es gibt immer noch viele Leute die behaupten das System käme allen zu Gute und die USA sei ein Leuchtturm der Demokratie.

    Es ist schwierig die Auswirkungen eines kulturellen Wandels richtig einzuschätzen, da die Auswirkungen meist erst zu Tage treten, wenn der Wandel weit vortgeschritten ist und die alte Ordung errodiert hat.
    • ikbcse 19.07.2020 11:10
      Highlight Highlight Inhaltlich gibt es nichts zu bemängeln.

      Aber wie kann man überhaupt „vortgeschritten“ schreiben?
  • Ökonometriker 19.07.2020 10:31
    Highlight Highlight Man kann in den USA durchaus auch für wenig Geld studieren. Gerade für die Unterschicht ist die Ivy-league ohnehin auch aus anderen Gründen sehr schwer zu erreichen. Aber einen Bachelor und Wissen gibts auch an weniger berühmten Unis.

    Doch wenn der Vater abgehauen und die Mutter Alkoholikerin ist, haben Kinder eben andere Interessen als akademische Fortbildung.
    Das Problem ist damit komplexer, nicht nur finanziell. Es läuft am Ende darauf hinaus, dass ein Sozialstaat zur Wohlfahrtsmaximierung notwendig ist. Und das erschüttert die Grundfesten des amerikanischen Menschenbildes.
    • Pfefferkopf 19.07.2020 11:01
      Highlight Highlight Ja. Ein grosses Problem ist auch die Segregation. Reiche und Gebildete ziehen dort hin, wo das Kulturangebot, Sicherheitslage und die Schulen gut sind. Die Gebildeten, die Frauen und die Reichen lassen die Armen zurück. Niemand mehr pflegt die Gegend. Das ist auch in der CH (nicht so stark) und Europa so. Es fehlt an Ärzten und anderen Care-Arbeitern. Die Lebensqualität kann innerhalb weniger Jahren massiv sinken. Früher gab es Gettos mit hohem Migrationsanteil, gerade in OstEU/OstD wird es wohl immer mehr "weisse Männer/Unterschichts"-Gettos geben. Das ist genauso schlimm.
    • Demetria 19.07.2020 21:40
      Highlight Highlight Mein Vater ist abgehauen und meine Mutter kümmert sich einen Dreck. Ich will aber trotzdem studieren. Wieso wird einem ständig vorgeworfen nichts aus sich machen zu wollen nur weil man die falschen Eltern hatte? Egal ob USA oder hier: wer die falschen Eltern hat der kann eigentlich nur Suizid machen, weil niemand je einen Franken in einem investieren würde. Nicht weil man nicht fleissig ist oder keine guten Noten hätte, sondern weil eh alle glauben, dass man versagen wird. Also verteilt man Stipendien und Wohnheimplätze lieber gleich an die Mittelschicht statt an wirklich Bedürftige.
    • Ökonometriker 20.07.2020 07:53
      Highlight Highlight @Demetrica: Respekt! Leider haben statistisch gesehen nicht viele Deine Willenskraft, daher meine Aussage. Aber Leute mit Deiner Determination bringen es oft sehr weit im Leben.
      Dass dies einen Einfluss auf die Stipendienvergabe in der Schweuz hat, wäre mir neu. Stellen sich die Beamten bei Dir quer?
  • Antiklaus 19.07.2020 10:28
    Highlight Highlight Noch ist es in Europa nicht ganz so weit. Aber die Tendenz geht doch in die gleiche Richtung. Noch haben wir ein besseres Gesundheits- und Sozialsystem, aber beides wird immer teurer. Geld regiert die Welt und von da wird stark auf die Bremse getreten. Die Einkommensschere geht immer weiter auf und der Mittelstand verkleinert sich ständig. (Nicht nach oben)
  • Helios 19.07.2020 10:27
    Highlight Highlight Eine Tragödie die vor unseren Augen abläuft und kein Ende in Sicht, weder mit Trump noch mit Biden.

    Der American Dream eine Farce.
    • karl_e 19.07.2020 13:43
      Highlight Highlight Dreams können durchaus auch Albträume sein.
  • Erklärbart. 19.07.2020 10:27
    Highlight Highlight Geld sollte eigentlich kein Kriterium für das Gymnasium sein. Sondern schlicht und einfach das Können/Wissen der Schüler und nur das. Unabhängig von der Zahlungskraft der Eltern. Man sollte das bei uns gesetzlich regeln.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 19.07.2020 12:39
      Highlight Highlight Äh, habe ich was verpasst...das ist in der Schweiz geregelt.
    • aber emmm! 19.07.2020 13:16
      Highlight Highlight Wie willst du das machen? Die Nachhilfe für reiche verbieten? Denn oftmals ist auch Ausschlaggebend wie viel Unterstützung zu Hause geleistet werden kann (eigene Bildung der Eltern und Geld für Nachhilfe) und will (Interesse, dass Kind studiert und bis Mitte 20 abhängig bleibt). Das scheint mir schwierig gesetzlich zu regeln.
    • MrBlack 19.07.2020 14:28
      Highlight Highlight Die elterliche Unterstützung hängt in der Schweiz oftmals weniger von den finanziellen Möglichkeiten der Eltern, sonder mehr von deren eigenem sozialen/beruflichen Hintergrund ab. Nichtakademikerkinder werden oft eher in die RIchtung einer Berufslehre gelenkt, während Akademikerkinder eher in die Richtung des Gymnasiums & eines Studiums gelenkt werden.

      Deshalb sollte man auch bei den Eltern (unabhängig von deren Hintergrund) ansetzen und Sie ermutigen, das Kind seine eigene Entscheidung treffen zu lassen und dann auch diesen Weg zu unterstützen.
  • Lupe 19.07.2020 10:24
    Highlight Highlight Dass das so in den USA ist wundert mich nicht, die meisten sind auch mit Schulbildung nicht wirklich gebildet.

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