Wirtschaft
International

Regierung verlängerte Alitalia-Verkaufsfrist bis 21. November

Regierung verlängerte Alitalia-Verkaufsfrist bis 21. November

23.10.2019, 17:3023.10.2019, 17:30
Seit 2017 insolvent: die italienische Fluggesellschaft Alitalia. (Archivbild)
Bild: AP

Die italienische Regierung hat am Mittwoch die Frist für die Einreichung eines verbindlichen Angebots für die Alitalia bis 21. November verlängert. Damit will die Regierung den Interessenten mehr Zeit geben, um eine Offerte für die marode Fluggesellschaft einzureichen.

Dies teilte das Industrieministerium in Rom in einer Presseaussendung mit. Die Regierung will im Dialog mit den Interessenten bleiben.

In zwei Stellungnahmen der Infrastrukturholding Atlantia und Staatsbahnen FS hiess es vergangene Woche, sie würden weiter für Alitalia bieten, vorausgesetzt auch eine führende Fluggesellschaft sei als industrieller Partner bereit, die italienische Airline zu investieren.

Zwar hatten bisher die US-Fluggesellschaft Delta und die deutsche AUA-Mutter Lufthansa Interesse am italienischen Konkurrenten signalisiert, allerdings wurde bisher kein Angebot eingereicht.

Nicht ausgeschlossen wird, dass der Staat bald gezwungen werden könnte, Alitalia einen weiteren Überbrückungskredit von 350 Millionen Euro zu gewähren, um der krisengeschüttelten italienischen Fluggesellschaft zu ermöglichen, sich bis zum Verkauf über Wasser zu halten. Alitalia, die rund 11'000 Personen beschäftigt, fliegt seit 2017 bereits mit einem staatlichen Überbrückungskredit von 900 Millionen Euro.

In 45 Jahren hat der italienische Staat laut Medienberichten mehr als 9 Milliarden Euro in die Alitalia gesteckt. (aeg/sda/apa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Staatschefs und ihre fliegenden Untersätze
1 / 10
Staatschefs und ihre fliegenden Untersätze
Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel auf Dienstreise in Washington.
quelle: epa/dpa / michael kappeler
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Es gibt keine kommerziellen Passagierflüge mehr
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4
US-Konzern lanciert Abnehmmittel, das eigentlich Roche entwickelt hat
Die US-Behörden haben einer neuen Abnehmpille die Zulassung erteilt. Vor acht Jahren hatte Roche die Rechte daran verkauft. Jetzt hofft die US-Firma Eli Lilly auf Traumumsätze.
Nach Novo Nordisk lanciert auch der US-Konzern Eli Lilly eine neuartige Abnehmpille. Die amerikanische Zulassungsbehörde FDA hat dem Medikament Orforglipron am Donnerstag die Zulassung erteilt. Damit ist der Weg für den Hersteller frei, das Mittel auf den Markt zu bringen. Eli Lilly wird die Pille unter dem Namen Foundayo vermarkten.
Zur Story