Weitere Eskalation im Nahen Osten: Schweizer Börse startet tiefrot in die Woche
Die Lage habe sich mit dem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump zur Öffnung der Strasse von Hormus noch einmal verschärft, heisst es im Handel, zumal der Iran wenig überraschend ebenfalls mit neuen Drohungen reagiert habe. «Von einer Deeskalation sind die Kriegsparteien jedenfalls weit entfernt», sagte ein Händler.
Die Marktteilnehmer hatten anfänglich mit einer eher kurzen Dauer gerechnet. Das ist nun aber nicht mehr so. Das Szenario eines vorübergehenden Energie-Schocks trete zunehmend in den Hintergrund zugunsten eines Umfelds mit «länger anhaltendend» hohen Preisen, was erhebliche Auswirkungen auf das Wachstum, die Unternehmensmargen und die Geldpolitik habe, sagte der Händler.
Oder mit anderen Worten: «Die Anleger beginnen zu begreifen, dass sich dieser Schock nicht auf Öl beschränkt, sondern sich über die Transport-, Produktions- und Verbrauchskosten auf die gesamte Wirtschaft ausbreitet.»
Marke von 12'000 Punkten in Reichweite
Der SMI notiert um 9.45 Uhr 1,6 Prozent tiefer bei 12'121 Zählern. Bis zur psychologisch wichtigen Marke von 12'000 Punkten fehlt somit nur noch gut 1 Prozent. Auch in Deutschland, Frankreich und London geben die wichtigsten Indizes in einer ähnlichen Grössenordnung nach. (awp/sda)
