Wirtschaft
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Mark Zuckerberg als Mike Shiva

Was Geld betrifft, kann auch Mark Zuckerberg nicht zaubern. Bild: montage: watson, material: keystone

Kommentar

Ob Libra oder Bitcoin: Eine Weltwährung bleibt eine Illusion

Mark Zuckerberg will mit Facebook eine Art Bitcoin für uns Normalos lancieren. Libra heisst die neue Weltwährung, die das Fundament eines «Internet des Geldes» bilden soll. Das Problem dabei: Geld ist national – und wird es auch bleiben.



Die gängige Vorstellung von Geld sieht in etwa wie folgt aus: Irgendwann haben die Menschen gemerkt, dass es schwierig ist, Güter zu tauschen. Wie viel ist eine halbe Kuh wert? Zwei Paar Schuhe und ein Hemd. Entsprechen zwei Hühner drei Flaschen Wein?

Kurz: Sogenannte Bartergeschäfte sind extrem unpraktisch und nur in Ausnahmefällen möglich. Mit Geld geht alles viel einfacher. Geld ist das Schmiermittel der Wirtschaft.

FILE - In this April 11, 2018, file photo Facebook CEO Mark Zuckerberg arrives to testify before a House Energy and Commerce hearing on Capitol Hill in Washington. Facebook says some of Zuckerberg's posts on the social media site were deleted due to technical errors. (AP Photo/Andrew Harnik, File)

Will ein «Internet des Geldes»: Mark Zuckerberg. Bild: AP/AP

Weil es auf dem Erdball die verschiedensten Währungen gibt, kommt es jedoch selbst beim Geld zu Reibungsverlusten. Das wird uns jeweils schmerzlich bewusst, wenn wir in den Ferien unsere hart verdienten Schweizer Franken gegen türkische Lira oder thailändische Baht eintauschen. Stets knöpfen uns jeweils Banken oder Wechselstuben dafür einen happigen Obolus ab.

Mit Libra soll dies alles besser werden. Zuckerberg will das riesige Netz von Facebook dazu nutzen, eine Weltwährung zu lancieren. Das geht in etwa wie folgt: Libra ist eine Pseudo-Blockchain basierte Währung, deren Wert an mehrere Währungen gebunden ist. Sie wird von einem Verein namens Libra herausgegeben, in dem neben der Facebook-Tochter Calibra namhafte Vertreter wie Visa, Mastercard und Paypal vertreten sind.

Jedes Vereinsmitglied muss mindestens zehn Millionen Dollar einschiessen. Dieses Kapital wird in einen Korb von soliden Vermögenswerten investiert. So soll die Stabilität von Libra gesichert werden.

Jack Ma, chairman of China's largest e-commerce firm Alibaba Group, attends a corporate event at the company's headquarters on the outskirts of Hangzhou, Zhejiang province, in this file picture taken April 23, 2013. Alibaba Group Holding Ltd overhauled its pact with the parent of fast-growing payments affiliate Alipay, boosting the Chinese e-commerce giant's potential gains if that company is sold or goes public.      REUTERS/Carlos Barria/Files (CHINA - Tags: BUSINESS)

Vorbild für Zuckerberg: Alibaba-Gründer Jack Ma. Bild: X90035

Der Nutzer erhält Libra gegen Cash. Er kann die neue Währung ohne Reibungsverluste mit einer App in Echtzeit rund um den Globus schicken und wieder umtauschen. Technisch ist ein solches «Internet des Geldes» machbar. In China wickeln Alipay und Wechat auf diese Art heute schon jährliche Transaktionen in der Höhe von rund 15 Billionen Dollar ab. Warum also sollte das bei uns nicht möglich sein?

Alipay und Wechat operieren unter der Kontrolle der chinesischen Nationalbank. Es handelt sich also nicht um eine Weltwährung, sondern um eine Optimierung eines nationalen Zahlungsverkehrs. Das ist ein entscheidender Unterschied, wie ein kurzer Exkurs in unser Bankensystem aufzeigt.

Unsere Wirtschaft ist auf Kredit angewiesen. Diesen Kredit erhält sie dank eines Wechselspiels von Zentralbanken und privaten Banken. Die Zentralbanken können sogenanntes Fiat Money schöpfen, Geld aus der Luft kreieren. Die privaten Banken erteilen Kredite, die nur mit einem Bruchteil an Reserven bei den Zentralbanken gesichert sind. Streng genommen haben wir somit zwei verschiedene Arten von Geld: das Aussengeld der Zentralbanken und das Innengeld der privaten Banken.

Für Otto Normalverbraucher ist dieser Unterschied irrelevant, eine Hunderternote ist eine Hunderternote. Für die Wirtschaft hingegen ist er entscheidend. Die Zentralbanken steuern über ihr Aussengeld die Kreditvergabe der privaten Banken. Damit nehmen sie einen entscheidenden Einfluss auf das Wirtschaftsgeschehen.

The facade of the Swiss National Bank SNB pictured at Bundesplatz, prior to a semi-annual conference in Bern, Switzerland, Thursday, June 13, 2019. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Geldpolitik lässt sich nicht global steuern. Bild: KEYSTONE

Nur dank der Geldpolitik der Zentralbanken konnte 2008 eine Depression vermieden werden. Nur mit Negativzinsen konnte die Schweizerische Nationalbank eine für die Wirtschaft schmerzhafte Aufwertung des Frankens verhindern.

Geldpolitik ist ein Privileg der Nationalbanken. Werden unterschiedlich entwickelte Wirtschaftsräume unter ein supranationales Joch gezwungen, kommt es nicht gut. Das hat der Euro einmal mehr gezeigt. Die Eurokrise ist nach wie vor nicht gelöst.

Krypotwährungs-Nerds betrachten Geld als reines Tauschmittel. Dass mittels der Kreditvergabe und der Geldpolitik auch die Wirtschaft gelenkt wird, übersehen sie. Sie wollen daher die Banken, und vor allem die Zentralbanken, komplett ausschalten und das Finanzsystem allein dem Markt überlassen. Auch Zuckerberg hegt diese Illusion. Dazu kann man einzig sagen: Viel Glück, wenn es zur nächsten schweren Rezession kommt.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Dagobart 19.06.2019 18:10
    Highlight Highlight „Dass mittels der Kreditvergabe und der Geldpolitik auch die Wirtschaft gelenkt wird“ ; da hat wohl jemand Ursache und Wirkung verwechselt.

    Politik ist ,zumindest heute die Komedieabteilung der Wirtschaft !
    • neutrino 19.06.2019 21:05
      Highlight Highlight Ach ja? Schon was von Donald Trump, Vladimir Putin oder Xi Jinping gehört?
  • Ökonometriker 19.06.2019 03:08
    Highlight Highlight Löpfe hat hier einen guten Punkt. Aber man muss auch sehen, dass ebendiese Geldpolitik einer massenhaften Enteignung der arbeitenden Bevölkerung (deren Lohn ja gleich bleibt wenn die Geldmenge wächst) gleichkommt. Inflation, auch Anlageinflation, ist in unserem Finanzsystem defacto eine Armensteuer.
  • Sophokles 18.06.2019 23:37
    Highlight Highlight «Für Otto Normalverbraucher ist dieser Unterschied irrelevant, eine Hunderternote ist eine Hunderternote.» Na ja, es wäre eigentlich ganz schön, wenn sich die Leute bewusst wären, was der Unterschied zwischen einer Hunderternote der Nationalbank im Portemonnaie und Guthaben bei der Bank ist. Der Unterschied wie Cash und Giralgeld entsteht und in Umlauf kommt geht uns alle etwas an. Wieso? Man kann die Rahmenbedingungen gestalten wenn man will (die sind nicht Gott gegeben). Man darf aber nicht auf Journis reinfallen, die einem beiläufig vermitteln sowas sei irrelevant!
  • Der Tom 18.06.2019 22:18
    Highlight Highlight Das wird ein Erfolg. Datenschutz interessiert kaum jemanden.
  • Stema 18.06.2019 22:13
    Highlight Highlight Entgegen den meisten Berichten heute handelt es sich nicht um einen „Facebook Coin“. Facebook will Libra zwar in seinen Apps nutzen, aber in der Libra Association wir Facebook (via das Tocherunternehmen Calibra) blos eine von vielen (aktuell 28, geplant 100) Stimmen halten. Die anderen Organisationen am Libra-Tisch sind Big Player wie eBay, Visa, MasterCard, PayPal, Vodafon, Spotify, Uber usw. Man wird also auf eBay beim Verkaufen bald Libra bekommen, als Uber-Fahrer Libra verdienen, und bei Spotify das Abo mit Libra bezahlen. Das wird kein „Facebook Coin“, sondern ein „Allerwelts Coin“.
    • Ueli der Knecht 19.06.2019 14:09
      Highlight Highlight Und alle diese Bigplayers unterstellen sich mit Calibra dem Schweizer Fondsgesetz:
      https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20052154/index.html

      Und soweit "Calibra from Facebook" die Libras auch in anderen Ländern vertreibt, unterstellen sie sich auch den dortigen Anlagegesetzen.

      Ich würde meinen, da wird sich vor allem die OECD zunächst mal die Zähne ausbeissen müssen.

      Daher wird das zunächst einfach mal nur Juristenfutter, und nichts wirklich Brauchbares.
  • RobertQWEC 18.06.2019 20:37
    Highlight Highlight Ka, provokanter Schlusssatz, aber überhaupt nicht erklärt. Macht auch keinen Sinn. Was soll denn das Problem an einer Rezession sein, wenn die Währung supranational ist? Aber ja, der Autor weiss da bestimmt mehr, als AliPay, PayPal, ebay, Google, Facebook, etc.
  • SGR 18.06.2019 20:25
    Highlight Highlight Habe gerad die Datenschutzbestimmungen von calibra.com gelesen 🙈
    Ohne Zustimmung des Kunden teilen wir keine Daten mit Facebook blabla...aber in wenigen Fällen werden wir... oder es kann vorkommen dass...
    und dann noch vermutlich DAS Killerargument warum man Calibra nutzen sollte.

    "Nutzer können ihre Freundelististe importieren"

    Aber nein, Facebook bekommt natürlich keine Daten...
  • Mutbürgerin 18.06.2019 20:02
    Highlight Highlight In diesem Zusammenhang wäre noch zu erwähnen, dass gestern MoneyGram, der zweitgrösste Anbieter von Geldüberweisungen eine Partnerschaft mit Ripple geschlossen hat. Deshalb heute die Meldung von Facebook in den Medien. Der Kampf um das next payment system ist in vollem Gange.
  • wwg1wga 18.06.2019 19:38
    Highlight Highlight Was ist die Basis für die Behauptung: "Unsere Wirtschaft ist auf Kredit angewiesen". Gedankenexperiment: Gold ist das einzige Zahlungsmittel und es gibt keine Zentralbanken. Funktioniert einwandfrei. Es gibt zu wenig Gold? Ok, dann nehmen wir halt Kryptowährungen. Es braucht nicht zwingend Privatbankiers, welche aus dem Kreislauf dauernd Geld abschöpfen. In der Natur nennt man solche Kreaturen "Schmarotzer".
  • häxxebäse 18.06.2019 19:18
    Highlight Highlight Also übernehmen global players die rolle des bankwesens? Ähm, nein danke. Ich mag das zinswesen überhaupt nicht, aber nationale banken haben wenigstens ein bisschen interesse an stabilität im land. Global players kennen 0 verantwortung... und stabilität in enem einzellnen land interessiert die auch nicht gross, da man jederzeit 'umziehen' kann
  • Bird of Prey 18.06.2019 18:45
    Highlight Highlight Das halbe Internet durchforstet ...
    Der Verein Libra wurde von PayPal, Visa, Mastercard und FB Tochter Calibra gegründet. Es ist aber nirgends ersichtlich, wer die Initiative ergriffen hat. Die Informationen deuten eher darauf, dass Geldverschieber einen potenten SocialMedia Partner gesucht haben.
    Auch das Ziel einer Weltwährung steht nirgends explizit. Es wird immer auf Grenzfreie Transaktionen verwiesen.
    Libra will auch nicht Bank sein und benötigt nach bisherigen Erkenntnissen keine Banklizenz der Finma, auch wenn in Genf domiziliert.
    Also kein Gesichtsbuchgeld wie suggeriert.
    • Ueli der Knecht 18.06.2019 21:45
      Highlight Highlight Warst du bei deinen Recherchen auch auf https://calibra.com/ ,Bird of Prey?

      Dort steht eintlich unter "Calibra from Facebook" in ganz grossen Lettern:

      "Calibra is from Facebook."

      In meinen Augen ist das bisher einfach nur ein Furz. Ein Versuchsballon. Angesichts der niedrigen Zinsen wissen wirklich viele Leute nicht mehr, wohin mit dem vielen Geld. Verlockend.

      Ich würde den Anlegern jedenfalls zwei Empfehlungen geben:

      1. Investiere nie in etwas, das du nicht verstehst (niemand versteht Libra).

      2. Wenn schon Blockchain, dann in eine richtige und nicht in eine Nur-so-tun-als-ob-Blockchain.
    • Bird of Prey 19.06.2019 09:49
      Highlight Highlight Habe ich gelesen, aber das ist eine Frage der Marketingstrategie. So wie ich es verstanden habe, stammt die Idee noch aus der Zeit, bevor Gesichtsbuch in Bezug auf Sicherheit, Vertraulichkeit und Fakenews dermassen das Gesicht verloren hatte.
      Die Grundidee kam von einem der Kartendingens. Die haben ja bisher das Problem, dass nicht jede Karte in jeder Währung und von jedem Land zum Anderen funktioniert. Diese Problematik hat auch PayPal.
      So kam man auf die Idee zusammen mit FB eine Transitwährung zu erfinden.
      Aber wie du schreibst, trau keinem System, welches nicht vollständig transparent ist.
  • Markus Casmark 18.06.2019 18:19
    Highlight Highlight Verständlich und kompetent erklärt….glaube allerdings, dass Libra unser Bankensystem lediglich ergänzen, nicht ersetzen soll….bspw. dort, wo Leute keinen Zugang zu einer traditionellen Bank haben oder in Ländern, in denen Zentralbanken ihre Aufgaben nicht (mehr) wahrnehmen können (Venezuela, manche Entwicklungsländer etc).
  • Unkel Wullewu 18.06.2019 18:08
    Highlight Highlight Sag niemals nie. Die Betrachtungsweise von Herr Löpfe ist die eines Schweizers. Die Abneigung gegen Facebook, Google und Co. ist ein Phänomen der Ersten Welt. Aber wir sind krass in der Unterzahl. Schafft es eine Weltwährung in der Dritten Welt Fuss zu fassen, und mit Facebook als Partner stehen die Chancen gar nicht schlecht, dann kann sehr schnell die Post abgehen. Und dies ist auch zu hoffen. Wird doch die Geldpolitik auch dazu missbraucht, die armen Staaten arm zu halten und unser Reichtum zu mehren. Das Internet demokratisiert die Welt, aber von unten nach oben...
  • Fabian Habisreutinger 18.06.2019 17:31
    Highlight Highlight Bitcoin ist noch weit weg von einer weltwährung, aber die anzahl daily transactions steigen kontinuierlich. https://www.blockchain.com/en/charts/n-transactions
    • RobertQWEC 18.06.2019 20:42
      Highlight Highlight Bitcoin wird auch keine Weltwährung. Aber falls die Chain nie geswappt wird, wird es immer der "Oldtimer" bleiben.
    • Ueli der Knecht 19.06.2019 19:40
      Highlight Highlight "geswappt", RobertQWC? Was ist denn das?

      Du meinst wohl "geforkt", mmh? ;)
  • Mutbürgerin 18.06.2019 17:17
    Highlight Highlight Geschürfte Cryptos haben einen Wert, da ich sie nur mit Aufwand oder gegen Geld erhalte. Da sie mengenmässig beschränkt sind, kann der Wert nur steigen. Siehe Mona Lisa oder Ronaldo. Bei Währungen, wo man beliebig die Menge ausweiten kann, ist der Wert unsicher, siehe Venezuela. Solange Bitcoin etc. als Vermögenswert wie Gold betrachtet werden und sie in andere Werte oder Währungen tauschbar sind, sind sie von Nationen und Politik unabhängig und nur der Markt bestimmt ihren Wert. Libra ist einfach ein digitales Zahlungsmittel, das temporär einen Wert hat, aber zum Sparen ungeeignet ist.
    • Sandro Lightwood 18.06.2019 17:22
      Highlight Highlight Gold ist endlos verfügbar, oder wieso steigt hier der Wert nicht stetig an?
    • Mutbürgerin 18.06.2019 17:53
      Highlight Highlight Gold ist grundsätzlich nicht limitiert, man findet immer mehr. Zudem wird es durch Länder und deren Abkommen im Preis manipuliert. Für Private ist es schwer handelbar. Physisches Gold ist ähnlich nützlich für Zahlungen, wie eine Immobilie. Mit Bitcoin kann ich immerhin einen Kaffee kaufen. Gold kann man fälschen und muss aufwändig geprüft werden. Mit anderen Worten, Bitcoin ist das bessere Gold. Essen kann man beides nicht.
    • tr3 18.06.2019 18:50
      Highlight Highlight „grundsätzlich nicht limitiert“?

      Im Ernst jetzt?
    Weitere Antworten anzeigen
  • bcZcity 18.06.2019 17:13
    Highlight Highlight Es gibt doch schon eine Weltwährung, nämlich Menschen.
    • EhrenBratan. Hääää! 18.06.2019 17:29
      Highlight Highlight Yay! Malen wir uns Regenbögen auf die Stirn und singen Kumbaya!
  • G. Schmidt 18.06.2019 17:06
    Highlight Highlight "Krypotwährungs-Nerds betrachten Geld als reines Tauschmittel"...

    Ehmm Nein.

    Solange die Währung durch Zentralbanken respektive Politiker gesteuert werden kann (Stichwort: Devaluation), ist Geld nicht 100% unabhängig.

    Gold z.B. kann nicht von nur einer Nation beeinflusst werden und geniesst deshalb auch den Ruf einer "Krisen-Währung".

    Das Kryptowährung unabhängig von Zentralbanken und Banken operieren kann ist gerade Sinn und Zweck (Stickwort: Dezentralisierung).
  • _stefan 18.06.2019 16:58
    Highlight Highlight Im Falle einer schweren Rezession meldet die Libra-Allianz einfach Konkurs an. Da sie von Genf (Schweiz) aus operiert, braucht sie höchstwahrscheinlich eine Bankenlizenz der FINMA. Damit sind dann pro Kunde Einlagen bis zu 100'000 Franken durch den Staat geschützt.
    Mal schauen, wie lange die Politik braucht, um dem einen Riegel vor zu schieben...

    • Hipster mit Leggins 18.06.2019 17:10
      Highlight Highlight es ist erstaunlich wie schlecht die Watson-Leserschaft in Ökonomie unterwegs ist. Libra ist keine eigene Währung, sondern mit Währungen und Treasuries hinterlegt. Es gibt keine Sonderrezession für Libra. Zudem was machen die Notenbanken, die inflationieren alles mit der Notenpresse natürlich viel besser...
    • Ueli der Knecht 18.06.2019 17:16
      Highlight Highlight Soweit ich das verstehe, ist Libra eine Art Ripple, nur einfach ohne Blockchain (bzw. mit irgendeiner herkömmlichen Informatik, die sich als Blockchain verkleidet, bzw. "Pseudo-Blockchain", wie es Philipp Löpfe nennt).

      Libra haftet daher nur gegenüber ihren Vereinsmitglieder (also zB. gegenüber der Raiffeisen, die zZ. den EIndruck macht, als ob sie kurzerhand von Facebook geschluckt wird). Die Vereinsmitglieder (normale Geschäftsbanken) rechnen dann mit ihren Kunden ab. Die Kunden können daher Libra nur nutzen, wenn sie bei einer angeschlossenen Geschäftsbank ein Konto besitzen.
    • tr3 18.06.2019 19:02
      Highlight Highlight Nein, du brauchst eben kein Bankkonto. Das ist ja der Witz: dass Leute ohne Bankkonto Geld empfangen und versenden können.

      Millionen Leute in Asien und Afrika warten auf genau sowas. Ja, man behilft sich dort zum Teil mit dem Transfer von Handyguthaben, aber im internationalen Zahlungsverkehr funktioniert das halt nicht.

      Durch die exorbitanten Gebühren von Western Union oder Moneygram entgehen den Volkswirtschaften im Süden zur Zeit Millionen, wenn nicht Milliarden. Da könnte Libra echt ein Segen sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • WID 18.06.2019 16:54
    Highlight Highlight Wir haben bereits eine recht liquide Weltwährung: Gold
  • N. Y. P. 18.06.2019 16:43
    Highlight Highlight Sie wollen daher die Banken, und vor allem die Zentralbanken, komplett ausschalten und das Finanzsystem allein dem Markt überlassen.

    Echt jetzt ?

    Mark, lass es einfach ! Du willst die Zentralbanken ausschalten ? Mark, du armer Tropf, willst du die Aufgaben der Zentralbanken übernehmen ? Du, der ein wenig von Programmieren und Bildli hochladen, versteht.

    *24hfacepalm*
    • tomtom1 18.06.2019 17:54
      Highlight Highlight Und du verstehst nichts von ? und !
    • N. Y. P. 18.06.2019 18:57
      Highlight Highlight von Synchronschwimmen

      von Fussball

      von Autos

      von tomtom1

      ;-)
    • Ueli der Knecht 19.06.2019 14:22
      Highlight Highlight "Mark, lass es einfach ! Du willst die Zentralbanken ausschalten ?"

      Libra entsteht erst und nur durch Geld der Notenbanken. Schaltet man diese Notenbank-Geld ab, schaltet sich automatisch auch der Libra ab, den Libra ist eine Art Anteilsschein an einem Währungsfonds. Wie eine Kapitalanlage in Obligationen oder in einen Aktienfonds.
  • RicoH 18.06.2019 16:17
    Highlight Highlight Wie sagte Mark Zuckerberg? Wir haben keinen Einblick in die Transaktionen. Und das von Facebook ;-).

    • NotWhatYouExpect 18.06.2019 16:33
      Highlight Highlight Genauso wie "Es gibt keine möglichkeit die Profile von Whatsapp mit Facebook zu verknüpfen" ....

      Es gibt sicher ein paar Politiker die das gerne so glauben.
    • Ueli der Knecht 18.06.2019 21:33
      Highlight Highlight Vorallem zeichnet sich doch eine echte Blockchain gerade dadurch aus, dass alle Transaktionen transparent sind, damit sie von jedermann überprüft werden können.

      Aber Zuckerberg versprach ja auch mal, dass er die Whatsapp-Kontaktdaten nicht mit Facebook teilt.

      Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht...
  • Locutus70 18.06.2019 16:15
    Highlight Highlight Man muss abwarten - die beteiligten Firmen und Institutionen haben zumindest die Power und die Reichweite mehr zu erreichen, als es Bitcoin und Co. bisher können.
  • Hipster mit Leggins 18.06.2019 16:14
    Highlight Highlight Da hat jemand das White Paper nur zur Hälfte gelesen. Wechat und Libra zu vergleichen ist relativ naiv. Hinter Wechat steckt eine Kreditkarte und ein Bankkonto, bei Libra eine neuartige Blockchain (FT schreibt but without block and without chain) in die man direkt einzahlt (auf Wallet). Das ist das Revolutionäre. Der Bitcoin steigt zwar, aber nur weil Kryptowährungen aus der Schmuddelecke gerissen werden. Die beiden Blockchain verhalten sich wie ein Floss zu einem modernen Containerschiff.
    • exeswiss 18.06.2019 17:07
      Highlight Highlight "Hinter Wechat steckt eine Kreditkarte und ein Bankkonto, bei Libra eine neuartige Blockchain (FT schreibt but without block and without chain) in die man direkt einzahlt (auf Wallet). Das ist das Revolutionäre."

      und das interessiert wen? bei rezessionen schauen wir zukünftig einfach nur noch zu?
    • Ueli der Knecht 18.06.2019 17:30
      Highlight Highlight "Die beiden Blockchain verhalten sich wie ein Floss zu einem modernen Containerschiff."

      Eher wie ein Floss zu einem Pickel.

      Das Floss kann sich weiterentwickeln zum Containerschiff. Aber Akne ist einfach nur lästig und wird sich aber nie zum Transportmittel auf See weiterentwickeln.

      Bitcoin und Ethereum sind zur Zeit Babies. Mit entsprechenden Kinderkrankheiten. Facebooks Libra lässt sich überhaupt nicht mit diesen Kryptowährungen/Blockchain vergleichen.

      Wenn schon müsste man Libra tatsächlich mit Mastercard, Visa, der WIR-Bank oder mit WeChat, AliPay oder sogar TWINT vergleichen.

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