Wirtschaft
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Mit dieser Technik wird der Security-Check superschnell – Zürich ist interessiert

Moderne Scanner erleichtern Handgepäck-Check an Flughäfen, in München wurde das Pilotprojekt durchgeführt. Der Flughafen Zürich zeigt Interesse.

Benjamin Weinmann / ch media



Für viele Passagiere ist sie der grösste Stress vor der Flugreise: Die Sicherheitskontrolle. Koffer und Rucksack aufs Rollband legen, Flüssigkeiten in durchsichtige Säckchen stecken, Laptop raus, Tablet raus, Smartphone raus – und dahinter warten die anderen Passagiere ungeduldig in der Schlange.

Der Flughafen München testet neue Kontrolltechnologien.

Der Flughafen München testet neue Kontrolltechnologien. Bild: Flughafen München

Solche Stresssituationen könnten bald der Vergangenheit angehören. Der Flughafen München testet seit Februar eine neuartige Sicherheitskontrolle mit zwei Kontrollspuren, welche die Wartezeiten reduzieren und den Komfort für die Passagiere erhöhen soll. Beim Pilotprojekt involviert ist nebst dem Luftamt Südbayern und dem Flughafen München auch die Swiss-Muttergesellschaft Lufthansa.

Ex-Swiss-Chef ist zufrieden

Laut deutschen Medienberichten kontrollieren hochsensible Prüfgeräte mit Computertomografie-Technik das Handgepäck, wobei die Passagiere die Laptops, Handys und erlaubten Flüssigkeiten im Rollkoffer oder Rucksack liegenlassen können. Bei der bisherigen Röntgentechnologie ist dies nicht möglich.

Die Kontrolle wird dadurch schneller, da bis zu vier Reisende ihr Gepäck in eine Hartschale legen können. Die Testphase läuft noch bis Ende Jahr. Ist sie erfolgreich, sollen weitere neuartige Kontrollspuren folgen.

Vor wenigen Tagen zogen die beteiligten Firmen eine erste Bilanz vor Ort, darunter auch Lufthansa-Vorstandsmitglied und Ex-Swiss-Chef Harry Hohmeister: «Unsere Kunden erwarten zu Recht schnelle und effiziente Sicherheitskontrollen.» Eine moderne, innovative Technik leiste dazu einen grossen Beitrag und sei wichtig, um die Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu anderen Flughäfen zu garantieren.

Eben noch in München, bald auch in Zürich? Flughafen-Zürich-Sprecherin Sonja Zöchling sagt, man habe derzeit keines der neuen Geräte im Einsatz und auch ein Test ist momentan nicht vorgesehen.

Aber: «Wir werden aufmerksam beobachten, wie sich die neue Generation der Sicherheitskontrollgeräte in München bewährt. Und wir werden uns sicherlich während des Testbetriebs auch mit unseren Münchner Kollegen austauschen.»

ARCHIV - ZUR BMK 2018 DES FLUGHAFENS ZUERICH STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Bus stop at Zurich Airport in Kloten in the canton of Zurich, Switzerland, pictured on February 18, 2013. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die Bushaltestelle am Flughafen Zuerich in Kloten im Kanton Zuerich, aufgenommen am 18. Februar 2013. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Zürich ist interessiert. Bild: KEYSTONE

Der Flughafen Zürich hatte erst 2011 eine neue Sicherheitskontroll-Infrastruktur eröffnet, welche die Wartezeiten deutlich verkleinert hat. Durchgeführt werden die Kontrollen von der Kantonspolizei Zürich. Diese Woche wurden die Zürcher zudem für die weltbeste Flughafen-Sicherheitskontrolle von der Organisation Skytrax ausgezeichnet.

Allerdings ist fraglich, ob lange Schlangen auch in Zukunft ohne Modernisierungen verhindert werden können. Denn die Passagierzahlen in Kloten wachsen rasant. Im vergangenen Jahr zählte der Flughafen erstmals über 31 Millionen Passagiere und gemäss aktuellsten Prognosen sollen es 2040 rund 50 Millionen sein.

In Genf bereits im Einsatz

Genf ist bereits einen Schritt weiter. Der Landesflughafen in der Romandie setzt seit Juli auf die neue Technologie, wie sie zurzeit in München getestet wird. Die Erfahrungen mit den zwei Kontrolllinien seien positiv, sagt Operationschef Giovanni Russo. Man könne zu Spitzenzeiten doppelt so viele Passagiere durch die Kontrolle schleusen und gleichzeitig die Sicherheitsstandards erhöhen.

Denn die neuen Scanner würden auf mögliche Sprengstoffe im Handgepäck hinweisen. Bei den alten Maschinen ist einzig die Analyse des Menschen ausschlaggebend. Künftig wolle man noch stärker auf die neue Technik setzen, so Russo. Die Installation der zwei Linien habe einen hohen, einstelligen Millionenbetrag gekostet. (aargauerzeitung.ch)

Fachkräftemangel über den Wolken wird zum Problem

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    Alle Leser-Kommentare
  • Kaspar Floigen 29.03.2019 08:03
    Highlight Highlight Ich habe nicht wirklich Probleme mit dem Security Check per se. Was mich manchmal stresst, ist die Inkonsistenz. Am einen Flughafen muss man Laptop und Flüssigkeit auspacken, beim nächsten nicht. Hier müssen Schuhe ausgezogen werden, dort nicht, dafür Nacktscanner, Gürtel erlaubt...wenn es immer gleich wäre, käme man wahrscheinlich allgemein besser zurecht.
  • Magnum44 29.03.2019 07:51
    Highlight Highlight Dann werden 80% der verbotenen Gegenstände in noch kürzere Zeit nicht erkannt? Cool ;)

    https://www.google.com/amp/s/abcnews.go.com/amp/US/tsa-fails-tests-latest-undercover-operation-us-airports/story%3fid=51022188
  • JackMac 29.03.2019 07:25
    Highlight Highlight Zürich soll sich endlich einen Scanner anschaffen, damit sich die Implantatträger (von denen gibt es viele) nicht immer an die Kronjuwelen tasten lassen müssen. Ist einfach nur lästig.
  • Butzdi 29.03.2019 07:17
    Highlight Highlight Der Security Check am Zürcher Flughafen ist recht ok und effizient. Die Lage direkt nach dem Check-in ist sehr vorteilhaft und das System hat sich sehr bewährt - gibts auch an vielen andern Flughäfen.
    Was in Zürich immer noch fehlt, ist ein Linie für Familien mit kleinen Kindern. Viele Flughäfen kontrollieren diese separat in einer eigenen Linie. Das gibt weniger Stress für alle. Würde mich sehr freuen.
    • 's all good, man! 29.03.2019 08:55
      Highlight Highlight ZRH macht diesbezüglich wirklich einen guten Job, da kann man nicht meckern.

      Imposant ist übrigens zum Beispiel auch der Securitycheck im Transfer in Doha. Die haben kein Nachtflugverbot und daher 24h-Betrieb, da kommen stündlich Widebodies aus aller Herren Länder an mit jeweils hunderten von Passagieren. Eine riesige Halle mit dutzenden von Scannern und Warteschlaufen und Jungs, die die Leute auf die verschiedenen Wartebereiche einweisen. Sehr effizient und schnell.

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