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Symbolbild für eine leicht genervte Flugbegleiterin, die zwar immer noch lächelt, dir aber am liebsten das Tablett über den Kopf ziehen mal so richtig die Meinung sagen möchte. bild: watson/shutterstock

Wir haben Flugbegleiter gefragt, was am meisten nervt im Flieger. Das sind die Antworten



Sie sind die wahren Helden der Lüfte: Die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter, die sich um unser Wohl kümmern, während wir eingezwängt in der Holzklasse gemütlich in den Sommerurlaub düsen. Doch nicht immer wird die Cabin Crew so behandelt, wie sie es eigentlich verdient hätte.

Wir haben mit fünf aktiven und ehemaligen Flugbegleitern und Flugbegleiterinnen gesprochen und sie gefragt, was sie auf die Palme bringt. 

Tabletts stapeln

Gleich zu Beginn müssen wir ganz stark sein. Denn es ist gut möglich, dass das viele von uns schon getan haben. Und zwar ganz ohne böse Absicht. Aber damit es hier nun ein für alle Mal gesagt ist: Staple nach dem Essen nie die Tabletts deiner Sitzreihe aufeinander! Du erleichterst die Arbeit der Cabin Crew nicht, du erschwerst sie.

Was zuhause ganz nett ist, bedeutet in der Luft einen lästigen Mehraufwand. Denn die Tabletts müssen einzeln wieder in den Trolley geschoben werden. Der Platz im Flugzeug ist beschränkt, da hat alles seine Ordnung.

Ganz übel ist es, wenn du den leeren Joghurt- in den Trinkbecher steckst. Die Flugbegleiter müssen die zwei Becher wieder auseinander nehmen, da diese gestapelt werden. Und zack, sind die Finger voller Joghurt. 

Besuche im Galley

Wenn's dir während des Fluges langweilig wird, dann schnapp dir ein Buch oder zieh dir einen Film rein. Wenn das nichts nützt, dann probier's mit Schlafen oder unterhalte dich mal mit deinem Sitznachbarn.

Aber geh auf keinen Fall ins Galley und nerve dort eine Flugbegleiterin. Nein, sie hat wirklich keine Lust auf ein «nettes Schwätzchen». Auf Aviatik-Fachsimpelei erst recht nicht. Auch wenn sie lächelt. Denn es ist verdammt eng in der Bordküche, da braucht es nicht noch Leute, die im Weg stehen. Und falls sie mal Pause macht, dann hat sie diese auch wohl verdient. Jep, einfach in Ruhe lassen.

Auch für Leibesübungen aller Art ist die Bordküche nicht geeignet. Dazu der O-Ton eines leicht angesäuerten Flugbegleiters: «Ich finde es schon ziemlich unnötig, wenn die bei uns hinten ihre Yogastunden abhalten. Ihr Shiatsu, Kamasutra und die krassen Dehnübungen können sie zuhause machen.» 

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bild: shutterstock/watson

Anstupsen beim Vorbeilaufen

Wenn du etwas von einer Flight Attendant willst, kannst du sie rufen. Aber nicht anstupsen, oder am Rock ziehen.

Und ja, das passiert tatsächlich immer wieder ...

Gestresste Passagiere

Klar, eine Flugzeugreise kann eine ziemlich aufreibende Sache sein. Lange Warteschlangen, Jetlag, schlechter Food etc. etc.

Aber: In den allermeisten Fällen können die Flugbegleiter und Flugbegleiterinnen genau nichts dafür. Deshalb versuche dich doch vor dem Boarding etwas zu entspannen. Oder lasse dir beim Einsteigen des Fliegers von deinem Stress wenigstens nichts anmerken. 

Denn, hey, wenn du bereits wie ein ausgewachsenes Rhinozeros auf Steroiden die Kabine betrittst, wird die Stimmung vermutlich nicht besser.

Und frage den Flugbegleiter nicht schon vor dem Start, ob der Anschlussflug noch zu erwischen ist. Denn – Überraschung, Überraschung – er hat keine ausgedruckte Liste bei sich, auf der die Abflugszeiten sämtlicher 3426 Gates in Bangkok Suvarnabhumi vermerkt sind. Wo du notabene erst in zehn Stunden landen wirst.

Vorzeitiger Platzwechsel

Der Moment, wenn du realisierst, dass der Flieger wohl nur halb voll sein wird, kann ganz schön Glücksgefühle auslösen. Vielleicht musst du die nächsten zwölf Stunden doch nicht im Sandwich zwischen zwei schnarchenden Fieslingen verbringen.

Vielleicht kannst du deinen Platz wechseln und zwei Reihen vor dir, wo alle drei Sitze frei sind, dein Fünf-Sterne-Camp aufschlagen.

Jep, vielleicht kannst du das. Und du kannst die Crew auch fragen.

Aber erst, wenn das Boarding komplett ist. Denn auch hier, lieber Reisender, solltest du wissen: Der Flugbegleiter hat keine Liste bei sich, auf der er sehen kann, welcher Sitz besetzt ist und welcher nicht. 

Passagiere, die die Kophörer drinlassen

Wenn dich die Flugbegleiterin fragt, was du essen möchtest, dann nimm doch schnell die Kopfhörer raus, um mit ihr zu kommunizieren. 

Okay?

Wenn dich die Flugbegleiterin fragt, was du essen möchtest, dann nimm doch schnell die Kopfhörer raus, um mit ihr zu kommunizieren.

Okay?

«Was haben sie denn alles?»

Wenn du nicht gerade in der vordersten oder hintersten Reihe sitzt, dann siehst du die Flugbegleiter mit dem Trolley wahrscheinlich eine ganze Weile anrollen, bevor sie bei dir sind. Überlege dir zu diesem Zeitpunkt doch schon mal, was du zu Trinken willst. Und falls nicht, entscheide dich wenigstens innert einigermassen nützlicher Frist, wenn du gefragt wirst: «What would you like to drink?»

Was definitiv nicht so gut ankommt ist die Gegenfrage: «What do you have?»

Auch hier bemühen wir nochmals den O-Ton eines immer noch leicht angesäuerten Flugbegleiters: «Wenn sie mich das fragen, dann leiere ich halt mal den ganzen Trolley runter. Das geht ja noch in Ordnung. Aber richtig wahnsinnig werde ich, wenn der Passagier nebenan genau das gleiche nochmals fragt. Kollege, ich bediene auf Europaflügen 1000 Passagiere am Tag. Stell dir vor, jeder macht das!» 

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bild: watson/shutterstock

Wenn Passagiere nicht miteinander sprechen können

Du musst dringend auf die ‹Toilette›, bist aber eingesperrt, weil dein Nachbar ein Nickerchen macht? Dann hast du drei Möglichkeiten.

Zwei gute: 

Eine schlechte: 

Bitte, liebe Leute, ihr seid doch alles selbstständige Menschen. Wenn ihr irgendwas mit einem anderen Passagier regeln müsst, versucht das zuerst doch selber. Die Cabin Crew hat sonst schon genug zu tun und will nicht auch noch Kindergärtner spielen. 

Zu viel Handgepäck

Gondola-Fahrt in Venedig, 12-Euro-Bier auf der La Rambla, ausgiebige Shopping-Tour durch London: Auf Reisen, da gönnt sich unsereins mal was. 

Aber wehe, es geht darum, fürs Gepäck zu bezahlen: Da sind wir plötzlich so knausrig, dass Dagobert Duck stolz auf uns wäre. Lieber stopfen wir die ganzen Souvenirs und weiss der Teufel was in unser Handgepäck und nehmen notfalls auch noch ein, zwei Plastiksäcke zur Hand. 

Was wir dabei aber oftmals zu vergessen scheinen: Schwere Koffer und Ablageflächen so überfüllt wie die Metro in Tokio, machen den Arbeitstag der Flugbegleiter und Flugbegleiterinnen nicht wirklich angenehmer. 

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bild: shutterstock/watson

Nervige Piloten

Manchmal, da sitzt das Problem nicht in der Eco-, Business-, oder in der First-Class. Sondern ganz vorne in der Maschine. Nein, liebe Piloten, ihr wisst nicht alles besser als der Maître de Cabine und seine Crew. Und falls ihr dann noch pausenlos Essen ins Cockpit bestellt, dann fällt eure Gunst beim Rest vom Team schneller als Neymar im Strafraum. 

Und nun, atemberaubend schön: 45 Bilder von Swissair-Flugbegleiterinnen

Er dürfte ein besonders nerviger Fluggast sein. Denn Knackeboul leidet unter massiver Flugangst.

Video: watson

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