Wirtschaft
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Boeing-Chef tritt nach 737-Max-Debakel zurück



epa08088142 (FILE) - President and CEO of Boeing Dennis Muilenburg appears during the House Transportation and Infrastructure Committee hearing on 'The Boeing 737 MAX - Examining the Design, Development, and Marketing of the Aircraft' on Capitol Hill in Washington, DC, USA, 30 October 2019 (reissued 23 December 2019). Reports on 23 December 2019 state Dennis Muilenburg has stepped down from his post amid the crisis involving the grounding and production halt of Boeing 737 MAX aircraft that remain grounded following two crashes, Ethiopian Airlines flight 302 and Lion Air flight 610, that killed 346 people. Muilenburg will be replaced by David L. Calhoun.  EPA/MICHAEL REYNOLDS *** Local Caption *** 55589171

Boeing-Chef Dennis Muilenberg. Bild: EPA

Boeing-Chef Dennis Muilenburg muss wegen des Skandals um das Unglücksmodell 737 Max seinen Hut nehmen. Der Verwaltungsrat habe entschieden, dass ein Wechsel an der Konzernspitze nötig sei, um die Beziehungen mit den Aufsehern, Kunden und Aktionären zu kitten, sagte Verwaltungsratschef David Calhoun am Montag.

Der frühere Manager des Finanzinvestors Blackstone, Calhoun, wird am 13. Januar die Nachfolge von Muilenburg antreten. Bis dahin wird Finanzchef Greg Smith übergangsweise das Ruder übernehmen.

Probleme mit der 737 Max

Die 737 Max ist seit März aus dem Verkehr gezogen, nachdem bei zwei Abstürzen in Indonesien und Äthiopien 346 Menschen innerhalb von fünf Monaten ums Leben kamen. Wann der einstige Verkaufsschlager des Konzerns wieder abheben kann, steht in den Sternen.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hatte zuletzt deutlich gemacht, dass sie sich bei der Wiederzulassung des Fliegers nicht von Boeing unter Druck setzen lassen werde, und Aussagen des Flugzeugbauers kritisiert. Da ein Ende des Startverbots nicht in Sicht ist, kündigte Boeing vergangene Woche an, die Fertigung der 737 Max ab Januar vorerst komplett zu stoppen. Rund 400 Maschinen des spritsparenden Modells können derzeit nicht an die Kunden übergeben werden.

Boeing-Aktie gewinnt

Anleger feierten den Abgang von Muilenburg, der seit 2015 Boeing-Chef war. Die Boeing-Aktien legten im frühen Handel fast vier Prozent zu. Luftfahrtanalyst Richard Aboulafia sagte, die Ernennung von Calhoun stabilisiere die Lage, dieser sei aber langfristig wohl nicht der richtige Mann an der Spitze. Boeing brauche einen Technikexperten.

Muilenburg hatte sich trotz der Krise zunächst im Amt halten können. Zwar musste er im Oktober auf seinen Titel als Verwaltungsratschef verzichten, doch kurz darauf verteidigte ihn Calhoun noch. Muilenburg habe «alles richtig gemacht», sagte er.

Kritik an Muilenburg

Doch in den vergangene Wochen nahm die Kritik an Muilenburg weiter zu. Politiker kritisierten, dass Boeing wichtige Informationen unter Verschluss gehalten habe. Fluglinien bemängelten, dass Boeing ihnen immer wieder Hoffnung auf eine baldiges Ende des Startverbots gemacht habe, nur um dann zurückzurudern. Immer wieder mussten sie ihre Flugpläne wegen der fehlenden Maschinen umstellen und ihre Wachstumsziele verschieben.

Der irische Billigflieger Ryanair etwa schliesst deshalb Basen, kappt sein Flugangebot für den Sommer 2020 und streicht Jobs. Southwest Airlines, der grösste Kunde der 737 Max, vereinbarte jüngst eine Entschädigungsvereinbarung mit Boeing für einen Teil der Ergebnisbelastungen, die die Fluggesellschaft durch die Probleme in diesem Jahr verdauen muss. Dem weltgrössten Reisekonzern TUI brockte das Flugverbot für die 737 Max im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinneinbruch um rund ein Viertel ein.

Nach bisherigen Erkenntnissen waren die beiden Maschinen vor allem wegen der fehlerhaften Steuer-Software MCAS abgestürzt. Das Flugverbot und der Produktionsstopp sind ein Desaster für den Konzern. Zum ersten Mal seit über 20 Jahren muss der Flugzeugbauer die Arbeiten in den Fertigungshallen der Modellreihe ruhen lassen. Die Probleme des grössten US-Exporteurs bremsen auch die US-Wirtschaft. (jaw/awp/sda/reu)

Die schlimmsten Katastrophen der Luftfahrt

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    Alle Leser-Kommentare
  • what's on? 23.12.2019 20:37
    Highlight Highlight Die Boeing 737 Max hat zu grosse und falsch positionierte Triebwerke. Deshalb schmiert sie schnell ab. Als Bugfix hat man die Software "optimiert". Tja, hat wohl nicht ganz hingehauen. Erstaunlicherweise spricht niemand über die Fehlkonstruktion, die es bis zur Zulassung geschafft hat, nur die Software ist das grosse Thema.
    • Jakal 23.12.2019 21:52
      Highlight Highlight Die 737 ist ein Grundentwurf aus den 60ern und hat ein grundlegendes Problem: Sie steht auf zu kurzen Beinen. Bei der Lancierung der Maschine war das kurze robuste Fahrwerk ein entscheidendes Verkaufsargument (operieren von unbefestigten Pisten, unabhängig von Infrastruktur am Boden). Doch mit jeder Modernisierung wurden die kurzen Beinchen mehr zum Problem für die immer grösser werdenden Turbofans. Das letzte Update war definitiv eines zuviel für diese alte Krücke.
  • Ueli der Knecht 23.12.2019 18:45
    Highlight Highlight Kürzlich machte ein anderes Software-Problem bei Boeing Schlagzeilen. Ein Versorgungs-Raumschiff bog falsch ab und verfehlte die ISS. Schuld sei natürlich die Software.
    https://www.washingtonpost.com/technology/2019/12/20/boeing-starliner-launch/

    Der neue CEO Dave Calhoun sitzt seit über 10 Jahren im VR von Boeing. Er war für die Aufsicht zuständig, während die die 737-MAX-Entwicklung durchgedrückt wurde. Er hätte Boeings mangehalfte Fehlerkultur bemerken und verhindern müssen. Er ist ein Mitverantwortlicher für diese Abstürze.

    Insofern kommt da kein neuer Wind, sondern ein alter Betonkopf.
  • Don Alejandro 23.12.2019 17:19
    Highlight Highlight Es ist wohl eher dem Umstand geschuldet, dass er nicht den Turnaround schaffte und die Aktionäre kalte Füsse bekamen. Kein Wort über die fahrlässige Einführung dieser Software und die vermeidbaren Todesfälle. Raubtierkapitalismus in Reinform.
    • _kokolorix 23.12.2019 20:20
      Highlight Highlight Nur die Software zu beschuldigen greift zu kurz. Der Umbau auf die grösseren Triebwerke hat die 737 komplett aus der Balance gebracht. In gewissen Geschwindigkeitsbereichen ist das Flugzeug manuell nicht mehr zu fliegen. Ich bin sicher, die Ingenieure wollten den Rumpf und die Tragflächen anpassen, was aber den Zeitplan so weit zurückgeworfen hätte, dass man etwa zeitgleich mit Airbus auf den Markt gelangt wäre. Für das Management und die Aktionäre war das der ausschlaggebende Grund die 737 mit Software zu stabilisieren wie es in Kampfflugzeugen schon länger üblich ist
    • Miikee 23.12.2019 22:10
      Highlight Highlight @_kokolorix
      Denke ich auch, geht teils auch aus den internen Dokumenten hervor. Aber ich verstehe den Konkurrenzkampf nicht wirklich. Wären sie halt ein halbes Jahr später auf den Markt gegangen, und? Ich meine man wechselt nicht einfach so mal von Boeing zu Airbus (ein solcher Wechsel hätte weitgehende Finanzielle Folgen). Somit hätten sie auch nicht wirklich Kunden verloren.
  • Wunderbar 23.12.2019 16:32
    Highlight Highlight Und das nachdem er erreicht hat, dass die 737 Max Flotte komplett emissionslos ist 😉
  • Heinzbond 23.12.2019 16:22
    Highlight Highlight 346 menschenleben zu spät...

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