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Russland soll Trinkwasserquelle in Moldau mit Öl verschmutzt haben

Ein Ölteppich verhindert in Moldau den Zugang zu Trinkwasser (Symbolbild).
Ein Ölteppich verhindert in Moldau den Zugang zu Trinkwasser (Symbolbild).Bild: imago stock&people

Russland soll Moldauer Trinkwasserquelle mit Öl verschmutzt haben

19.03.2026, 20:1219.03.2026, 20:59

Die Regierung der Republik Moldau kämpft mit den Folgen einer ihren Angaben nach von Russland verursachten Trinkwasserkatastrophe.

«Seit Tagen sind viele Bewohner der Kreise Balti, Soroca, Singerei und Floresti ohne Wasser aus der öffentlichen Trinkwasserversorgung», sagte Regierungschef Alexandru Munteanu der staatlichen Nachrichtenagentur Moldpress zufolge am Mittwochabend. Betroffen sind demnach Zehntausende.

Experten arbeiteten rund um die Uhr an der Wiederherstellung der Versorgung, versicherte er. Hintergrund ist ein grosser Ölteppich auf dem Fluss Dnjestr, aus dem Moldau sein Trinkwasser gewinnt.

«Russland trägt die volle Verantwortung»

Nach Angaben des Umweltministeriums soll ein neuer Aktivkohlefilter an der Entnahmestation die Wasserqualität verbessern. Chisinau wirft Moskau vor, die aktuellen Probleme mit Angriffen auf ein Wasserkraftwerk in der Ukraine nahe der Grenze zu Moldau verursacht zu haben. «Russland trägt die volle Verantwortung», schrieb etwa Präsidentin Maia Sandu bereits am Sonntag auf X. Der russische Botschafter in der zwischen Rumänien und der Ukraine gelegenen Republik wurde wegen des Vorfalls einbestellt.

Moskau weist die Anschuldigungen als politisch motiviert zurück. Nach russischer Darstellung sind die Verunreinigungen bereits mehrere Tage vor dem Angriff aufgetreten. «Beweise für eine Beteiligung unseres Landes an dem Umweltvorfall wurden nicht vorgelegt», heisst es in einer Erklärung des Pressedienstes der russischen Botschaft. (sda/dpa)

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