DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
1,9 Milliarden Euro

Russland erneut zu Milliardenentschädigung wegen Yukos verurteilt

31.07.2014, 11:39
 Michail Chodorkowski.
 Michail Chodorkowski.
Bild: SERGEY DOLZHENKO/EPA/KEYSTONE

Russland ist wegen seines Vorgehens gegen die früheren Eigner des Ölkonzerns Yukos erneut zu einer Milliardenentschädigung verurteilt worden. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg sprach den Aktionären am Donnerstag eine Entschädigung von knapp 1,9 Milliarden Euro zu.

Die früheren Eigentümer hatten eine Entschädigung von rund 71 Milliarden Euro gefordert. Sie warfen Russland eine unrechtmässige Zwangsenteignung zur eigenen Bereicherung vor. Erst am Montag hatte der Ständige Schiedsgerichtshof in Den Haag Russland eine Rekordentschädigung von 50 Milliarden US-Dollar abverlangt.

Die Auflösung von Yukos sei politisch motiviert gewesen. Deshalb müsse die Regierung die ehemaligen Aktionäre entschädigen, hiess es in dem Schiedsspruch. Wie in den Niederlanden ist auch der Spruch in Strassburg gerichtlich anfechtbar.

Nach der Verhaftung des damaligen Konzernchefs Michail Chodorkowski und umfangreicher Steuernachforderungen hatte Yukos Insolvenz angemeldet. Der Konzern wurde Anfang des Jahrtausends zerschlagen und in einem undurchsichtigen Auktionsverfahren an staatliche russische Unternehmen unter Führung des Energiekonzerns Rosneft verkauft.

Der russische Staat und Gerichte warfen dem einst reichsten russischen Ölmagnaten und mehreren seiner Geschäftspartner schwere Wirtschaftsstraftaten vor. Chodorkowski kam jahrelang in Lagerhaft und erst nach einer Begnadigung durch Präsident Wladimir Putin kurz vor Weihnachten 2013 frei. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Jeff Bezos gegen die Gewerkschaften: Der Amazon-Kampf geht in letzte Runde

Muss Amazon in den USA Gewerkschaften zulassen? Das entscheidet sich in diesen Tagen ausgerechnet im stockkonservativen Bundesstaat Alabama.

«Wenn du es in New York schaffst, dann kannst du es überall schaffen», sang einst Frank Sinatra. Im Dixieland gibt es nun eine neue Version dieses Klassikers. Sie lautet: «Wenn du in Bessemer gewinnen kannst, dann kannst du überall gewinnen.» Um was geht es?

Bessemer ist eigentlich ein Kaff im tiefsten Süden des Bundesstaates Alabama. Doch derzeit steht es im Mittelpunkt der amerikanischen Politik, zumindest was die künftigen Beziehungen der Sozialpartner betrifft. In Bessemer betreibt Amazon …

Artikel lesen
Link zum Artikel