Wirtschaft
Russland

Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann will nach Russland reisen

Trotz Krim-Krise

Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann will nach Russland reisen

12.04.2014, 12:1712.04.2014, 14:06

Die Reise des Wirtschaftsministers sei Teil der «langfristigen Planung» des Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF), sagte WBF-Sprecher Ruedi Christen am Samstag. Er bestätigte eine entsprechende Meldung im «St. Galler Tagblatt». Die Mission sei seit dem vergangenen Sommer in Vorbereitung. Es stehe aber noch kein konkretes Programm.

Die Beziehungen zwischen Russland und der Schweiz stehen auf dem Prüfstand, seit sich die Lage in der Ukraine verschärft hat. Der Bundesrat beschloss Ende März, von den USA und der EU verhängte Sanktionen gegen Moskau nicht zu übernehmen. Als Schengen-Land ist die Schweiz aber von Einreisesperren gegen Personen betroffen, die auf der EU-Sanktionsliste stehen.

Die Schweiz reagierte mit einer Reihe von kleineren Massnahmen auf die russische Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim, die auch die Wirtschaftsbeziehungen zu Moskau tangieren. Unter anderem wurde die Ausfuhr von Kriegsmaterial nach Russland gestoppt. Zudem wurden die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen Russland und den EFTA-Staaten, zu denen auch die Schweiz gehört, ausgesetzt.

Im Jahr 2012 betrug der Wert der Schweizer Ausfuhren nach Russland 2,96 Milliarden Franken. Das entspricht lediglich 1,4 Prozent des gesamten Exportvolumens.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Armeepistole erfüllte die Muss-Kriterien nicht – dann schritt der Rüstungschef ein
Wie watson-Recherchen zeigen, fiel die P320 bereits in der Vorevaluation wegen technischer Probleme durch. Der Schweizer Rüstungschef hielt SIG Sauer mit einem Schachzug im Rennen – und verhalf mit Eingriffen ins Auswahlverfahren zum Sieg.
Bei der geplanten Beschaffung der neuen Armeepistole dokumentiert ein weiterer interner Armasuisse-Bericht brisante Eingriffe ins Auswahlverfahren.
Zur Story