Wirtschaft
Schweiz

Jordan: Krim-Krise ist eine Gefahr für den Frankenkurs 

Bild
Bild: KEYSTONE
SNB-Präsident warnt

Jordan: Krim-Krise ist eine Gefahr für den Frankenkurs 

08.03.2014, 06:4508.03.2014, 10:37

Krisen wie jene in der Ukraine verunsichern die Finanzmärkte und können die Stabilität der Weltwirtschaft gefährden. Für Thomas Jordan, Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), kann es in solchen Situationen zu einem Aufwertungsdruck auf den Franken kommen.

Bisher habe sich die Krise primär auf die Finanz- und Rohstoffmärkte ausgewirkt, sagte Jordan in einem Interview in der «Basler Zeitung» vom Samstag. Zudem hätten sich die Währungen der Staaten in der Region ab- und umgekehrt als sicher geltende Währungen aufgewertet. «Wenn es gelingt, den Konflikt bald zu deeskalieren, werden die Auswirkungen beschränkt bleiben», zeigt sich Jordan optimistisch.

Die Gefahren der Krise seien aber nicht zu unterschätzen, zumal deren Herd in Europa liege. Trotz einer deutlichen Erstarkung des Schweizer Frankens musste die SNB gemäss Jordan aber nicht an den Devisenmärkten intervenieren. «Wir haben den Mindestkurs seit September 2012 nicht mehr durchsetzen müssen», betonte er. (oku/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
«Ein klassischer Glaubwürdigkeitsschock»: Die Märkte glauben dem US-Notenbankchef nicht
Der neue US-Notenbankchef Kevin Warsh will die Inflation bekämpfen, ohne die Zinsen zu erhöhen. Die Märkte nehmen ihm das aber nicht ab – und reagierten heftig.
Es war der zweite Zinsentscheid, den der neue Chef der Federal Reserve (Fed), Kevin Warsh, präsidierte. Und bei dessen Verkündung – man beliess den Zins bei 3,5 bis 3,75 Prozent – glich vieles dem vorherigen im Juni. Man tue alles, um die hohe Inflation zu bekämpfen – jedoch ohne die Zinsen zu erhöhen.
Zur Story