Galenica entlässt in Interlaken 18 Leute weniger als geplant
Der Gesundheitskonzern Galenica wird in Interlaken bei seiner Tochter Bichsel weniger Mitarbeitende entlassen, als ursprünglich geplant. Nach einem Konsultationsverfahren wurde der Stellenabbau um 18 Stellen auf 152 Stellen reduziert.
Noch ist unklar, wie viele der Bichsel-Mitarbeitenden innerhalb der Gruppe weiterbeschäftigt werden können, teilte Galenica am Donnerstag mit. Die Angestellten würden in den kommenden Tagen über ihre persönliche Situation informiert.
Für Betroffene gibt es einen Sozialplan. Dieser beinhaltet etwa Hilfe bei der beruflichen Weiterorientierung.
Wie Ende Februar angekündigt, schliesst die pharmazeutische Produktion von Bichsel per Ende 2026. Bis dahin sollen die Kunden mit den wichtigsten Produkten beliefert werden.
Suche nach alternativen Lieferanten
Konkret soll die Produktion bis Mitte Jahr wie gehabt weitergeführt und gleichzeitig nach alternativen Lieferanten gesucht werden. Das Galenica-Unternehmen Laboratoire Golaz in Lausanne übernehme den Bereich der Magistralrezepturen, die über Apotheken vertrieben werden.
Die Einstellung geschieht aus wirtschaftlichen Gründen. Die Produktion sei seit Jahren defizitär gewesen, schreibt das Unternehmen.
Bichsel gehört seit 2019 zu Galenica und stellt vor allem Infusionslösungen her. Das Angebot umfasst sowohl grossvolumige Infusionsbeutel als auch sogenannte «Formula Produktion», die auf Bestellung der Spitäler mit den gewünschten Zusammensetzungen hergestellt werden. Die pharmazeutische Produktion macht etwa ein Drittel des Bichsel-Geschäfts aus.
Fokus auf Home-Care
Künftig soll sich Bichsel vollständig auf Home-Care-Dienstleistungen konzentrieren. Bereits im Oktober 2025 hatten HomeCare Bichsel und Lifestage Solutions ihre Kompetenzen unter einer gemeinsamen Führung gebündelt.
Zusammen unterstützen sie schweizweit Spitex-Organisationen und Pflegeeinrichtungen bei der Betreuung und Versorgung von Patientinnen und Patienten in deren Zuhause. (sda/awp)
