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Android, Schweiz, google

Bild: watson/shutterstock

Marktanalyse

Android knackt die iPhone-Hochburg Schweiz und löst Apple auf dem Smartphone-Thron ab



Während im Rest der Welt Android schon länger den Ton angibt, setzten die weniger preissensiblen Schweizer weiterhin auf Apple – bis jetzt. Laut neusten Zahlen wurden 2013 hierzulande erstmals mehr Smartphones mit Googles Betriebssystem verkauft als iPhones. 

Weltweit liegt der Marktanteil von Android bei 78,1% und der vom iPhone bei 17,6%

Gemäss der 25. Ausgabe des Weissbuch-Marktreports, konnte Android seine Marktanteile weiter ausbauen, während Apple fast zu gleichen Anteilen abgeben musste.

Android legt in der Schweiz 4,4% zu – das iPhone verliert 4,6%

Smartphone-Marktanteile in der Schweiz nach Betriebssystemen

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Android 49.5%, iOS 42.2%, Windows Phone 5.2%, Rest 3.1%. Bild: watson/infogram

Das Weissbuch

Das Weissbuch von Robert Weiss gilt in der Schweiz als akzeptierter Marktreport, welcher den PC- und Mobile-Markt analysiert. Seit über 20 Jahren liefert Weiss detaillierte Angaben über den Schweizer Markt. Er erhält als einziger von den Mobilfunkanbietern Zahlen über die Handynutzung.

Marktanteil-Entwicklung in der Schweiz nach Smartphone-Betriebssystemen

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Android (grün) konnte über die Jahre seine Marktanteile in der Schweiz konstant ausbauen. Bild: watson/infogram

Das iPad dominiert bei uns mit 51,9% Marktanteil, aber Android holt auf

Das iPad verlor zwar über 15 Prozent Marktanteile, dennoch stammte 2013 jedes zweite Tablet, das über den Ladentisch ging, aus Apples Schmiede. Das entspricht 572'000 Geräten. Samsung hat in der gleichen Zeit 230'000 Geräte verkauft und verhilft Android auf 36,8 Prozent Marktanteil.

Apple besitzt allerdings weiterhin einen grossen Vorsprung bei der installierten Basis. 62,2 Prozent der Tablets im Umlauf sind iPads. 2012 waren es noch 77,9 Prozent. 

Tablet-Marktanteile in der Schweiz nach Betriebssystemen

weissbuch, tablet anteil

Android 36.8%, iOS 51.9%, Windows 4.8%, Rest 5.9%. Bild: watson/infogram

Unterschiedliches Nutzerverhalten

Was die Grafik nicht aufzeigt, ist die unterschiedliche Verwendungsart. iPhone-User benutzen ihr Gerät wesentlich häufiger zum Surfen oder Herunterladen von Apps. Android-User variieren dagegen durch die riesige Auswahl von Billig- zu Highend-Gerät wesentlich stärker in ihrem Verhalten. Das zeigt sich am deutlichsten in Webseiten-Aufrufen, wo iPhones einen wesentlich grösseren Anteil ausmachen, als das Marktanteile-Verhältnis besitzen.

Smartphoneverkäufe stagnieren bei 1% Wachstum zum Vorjahr

Über vier Millionen Telefone wurden im letzten Jahr in der Schweiz verkauft. Fast 70 Prozent davon waren Smartphones. Die Verkaufszahlen konnten lediglich um ein Prozent gesteigert werden. Hier zeigt der Markt deutliche Sättigungserscheinungen.

Vergleich Smartphones und Handys in der Schweiz

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Von 4'011'000 verkauften Telefonen in der Schweiz waren 69.9% Smartphones. Bild: watson/infogram

2013 wurden in der Schweiz 1,2 Mio. iPhones und 1,4 Mio. Android-Phones verkauft

Bei welchen Geräten noch am meisten Wachstumspotential besteht, sei schwierig abzuschätzen, findet der Herausgeber des Weissbuchs Robert Weiss: «Einerseits macht sich die Sättigung bemerkbar und anderseits sind die Geräte technologisch bereits sehr hoch ausgereizt. Interessant wird sein, was die chinesischen Hersteller bei uns vorhaben. Weltweit könnten diese über die Herstellung und Kontingentierung der seltenen Erden ohne weiteres Druck ausüben. Chinesische Firmen haben über 80 Prozent der Schürfrechte für die notwendigen Elemente.»

Der Durchschnittspreis für ein Tablet sank von CHF 810 Franken auf CHF 450

An Apple employee demonstrates the new iPad Mini on Tuesday, Oct. 22, 2013, in San Francisco. Apple unveiled a new, thinner, lighter tablet called the

Auch Apple hat mit dem günstigeren iPad Mini zur Preissenkung beigetragen. Bild: AP

Für Weiss ist die grösste Überraschung der Marktzahlen nicht der Führungswechseln zwischen Android und iPhone: «Mit dem starken Umsatzeinbruch in allen untersuchten Segmenten hab ich nicht gerechnet. Der Gesamtmarkt verlor 735 Millionen Franken, das ist happig», sagt Weiss. Der Grund dafür sind die zahlreichen günstigen Smartphone- und Tablet-Alternativen zu Apples teuren iPads. Alleine im Smartphone-Bereich schrumpfte der Durchschnittspreis für ein Gerät um 17,7 Prozent. Damit einher geht ein Umsatzrückgang von 16,9 Prozent. Auch Apple hat mit dem günstigeren iPad Mini zur Preissenkung beigetragen.

«2013 verlor der Gesamtmarkt 735 Millionen Franken, das ist happig»

Robert Weiss, Herausgeber des Weissbuchs

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