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Die Wegelin-Bank hat den Ärger mit den USA nicht überlebt – die Jagd auf ihre Banker aber geht weiter.
Die Wegelin-Bank hat den Ärger mit den USA nicht überlebt – die Jagd auf ihre Banker aber geht weiter.Bild: KEYSTONE
Steuerbetrugsklage in den USA

Schweizer Banker am Frankfurter Flughafen festgenommen

Die Wegelin-Bank hat den Ärger mit den USA nicht überlebt – die Jagd auf ihre Banker aber geht weiter. Am Frankfurter Flughafen ist ein Ex-Kundenberater festgenommen worden. Er soll reichen US-Bürgern beim Steuerbetrug geholfen haben.
08.02.2015, 16:2308.02.2015, 16:29
Ein Artikel von
Spiegel Online

Auch wenn es jüngst etwas ruhiger darum geworden ist, geht die US-Justiz weiter strikt gegen Steuerbetrüger und ihre Helfer vor. Nun ist ein früherer Schweizer Banker am Frankfurter Flughafen wegen des Verdachts festgenommen worden, reichen US-Bürgern bei Steuerhinterziehungen geholfen zu haben. Die USA hätten seine Auslieferung beantragt, sagte sein Anwalt in New York.

Im Jahr 2012 war der frühere Kundenberater der mittlerweile nicht mehr existierenden Schweizer Privatbank Wegelin zusammen mit zwei Kollegen in New York der Beihilfe zur Steuerhinterziehung angeklagt worden. Allerdings hatte die US-Justiz bislang keinen Zugriff auf den Mann, weil die Schweiz ihre Bürger nicht ausliefert.

Jetzt auf

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft bestätigte die Festnahme eines international von den USA gesuchten 50-jährigen Schweizers, nannte aber keinen Namen. Der Mann befinde sich in Festhaltehaft, über seine Auslieferung habe das Gericht noch nicht entschieden, sagte ein Sprecher.

Das US-Justizministerium macht seit Jahren Jagd auf Schweizer Banken, weil US-Bürger auf ihren Konten Milliarden am Fiskus vorbei schleusten. Der frühere Arbeitgeber des nun festgenommenen Bankers, die älteste Schweizer Privatbank Wegelin, musste deshalb im Jahr 2013 aufgeben und verkaufte den Grossteil ihres Geschäfts an die Schweizer Raiffeisen-Gruppe. Wegelin hatte sich der Beihilfe zur Steuerhinterziehung schuldig bekannt und musste den USA 75 Millionen Dollar zahlen.

fdi/Reuters (spiegel.de)

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