Zürich HB im Umbau: Einzug bekannter Marken verzögert sich
Es ist eine der lukrativsten Verkaufsflächen der Welt: der Zürcher Hauptbahnhof. Erst kürzlich ist er zum luxuriösesten Bahnhof der Welt gekrönt worden.
Täglich verkehren rund 411’000 Passagiere durch das meistfrequentierte Gebäude der Schweiz. Und dank des Bahngesetzes ist der Verkauf auch am Sonntag erlaubt. Entsprechend hoch sind die Mietpreise: Branchenkenner gehen von Nettomieten zwischen 10’000 und 11’000 Franken pro Quadratmeter im Jahr aus, wie die NZZ berichtet.
Noch befindet sich der HB in einem umfassenden Umbau. Nach der Sanierung des Südtrakts wird nun auch der gesamte Nordtrakt modernisiert – und zwar nicht nur im Erdgeschoss, sondern auch im Obergeschoss. Geplant ist auch, die historischen Tore zur Wannerhalle – der früheren Haupthalle, wo einst die Züge abfuhren – wieder in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen. Vieles steht unter Denkmalschutz, was die Arbeiten besonders anspruchsvoll macht, wie die SBB mitteilen. Für die Grundinstandsetzung des historischen Nordtrakts investieren die SBB rund 45 Millionen Franken.
Nike und Douglas müssen sich gedulden
Eine grosse Retailfläche für einen Flagship-Store im neuen Nordtrakt hat sich ein amerikanischer Sportartikelhersteller gesichert: Nike. Die SBB gaben 2023 bekannt, dass dort ein «360-Grad-Erlebnis» entstehen soll.
Doch die Bauarbeiten sind stark im Verzug. Die Eröffnung wurde erst von 2025 auf 2026 verlegt. Nun teilen die SBB der NZZ mit, dass es nochmals später wird: Der Nike-Laden werde erst im ersten Quartal 2027 eröffnen.
Die Ladenfläche beträgt 995 Quadratmeter, der Mietzins dürfte somit im mittleren bis hohen einstelligen Millionenbereich liegen. Abgesehen von Turnschuhen und Sportkleidung sollen im neuen HB-Standort künftig auch Kosmetik- und Parfümprodukte der Kette Douglas auf einer Fläche von 380 Quadratmetern angeboten werden. (cst)
