Wirtschaft
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Ein Zivildienstler bei einem Gruppeneinsatz  bei der Biotop-Pflege der Stiftung Umwelt-Einsatz Schweiz am Dienstag 15. September 2009 bei einem Biotop in Huesere bei Schwarzenberg im Kanton Luzern. Die Gruppe entbuscht und entfernt Fichten aus dem Flachmoor um dieses wieder in den Originalzustand zu bringen.   (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Parallel zu den absolvierten Zivildiensttagen verdreifachten sich die Unfallzahlen seit 2009.  Bild: KEYSTONE

Suva

Zivis beanspruchen immer mehr Leistungen von Militärversicherung



Die Militärversicherung hat 2013 für 39'043 Unfälle und Krankheitsfälle aufkommen müssen, 1481 mehr als 2012. Für die Zunahme verantwortlich sind nicht die Soldaten, sondern die Zivildienstleistenden.

Bei der Militärversicherung versichert sind Miliz- und Berufssoldaten sowie Personen, die für den Zivildienst, den Zivilschutz, das Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe oder friedenserhaltende Aktionen des Bundes im Einsatz stehen. Total wurden 9,7 Millionen Diensttage versichert. 2012 waren es 9,9 Millionen Diensttage gewesen, wie die Suva am Dienstag mitteilte.

Statistisch gesehen beansprucht jeder Milizsoldat während seiner Dienstzeit durchschnittlich einmal Leistungen der Militärversicherung

Medienmitteilung der Suva

Die beiden grössten Versichertengruppen sind die Milizsoldaten und die Zivildienstleistenden. Die Zahl der Unfälle und Krankheitsfällen von Milizsoldaten nahm um 235 von 23'967 auf 23'732 ab. Bei den Zivildienstlern gab es dagegen eine Zunahme um 1092 Fälle, und zwar von 4213 auf 5305 Fälle. 

Der Trend Zivildienst hält an

Der Grund dafür ist, dass immer weniger Militärdiensttage geleistet werden, und diese Abnahme durch eine steigende Zahl der Zivildiensttage kompensiert wird. Dieser Trend halte seit der Abschaffung der Gewissensprüfung 2009 an, schreibt die Suva.

2009 betrug die Zahl verunfallter oder erkrankter Zivildienstleistender 1669. Fast parallel zu den absolvierten Diensttagen habe sich die Zahl der Unfälle und Krankheitsfälle seither verdreifacht, schreibt die Suva.

Die Leistungen der Militärversicherung erhöhten sich 2013 von 195 Millionen Franken auf 196 Millionen Franken. Davon wurden 102 Millionen Franken in Renten ausgerichtet, rund vier Prozent weniger als 2012. Der Grund dafür liegt in der rückläufigen Zahl der Rentenbezüger.

Um 9 Prozent auf 65 Millionen Franken zugenommen haben die Heilkosten. Die Suva erklärt die Zunahme damit, dass 2013 bei den stationären Leistungen die Kantonsbeiträge ganz weggefallen seien. Zudem habe die Einführung des Fallpauschalensystems in den Spitälern zu einem Abrechnungsstau geführt, so dass viele Rechnungen von 2012 erst 2013 bei der Versicherung eingetroffen seien. (lhr/sda)

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Offen gesagt

«Liebe Frau Amherd, wir müssen reden ...»

Sollte die Schweizer Stimmbevölkerung die Beschaffung neuer Kampfjets Ende September auch im zweiten Anlauf ablehnen, wäre das gut für die Schweiz. Sie könnte dann die längst überfällige sicherheitspolitische General-Debatte führen.

Liebe Frau Amherd

Herzliche Gratulation zu den jüngsten «Polls», wie man in Amerika sagen würde. 58 Prozent der Stimmberechtigten gedenken laut einer Tamedia-Umfrage, den Kredit für die Kampfflugzeuge mit «Ja» oder «Eher Ja» anzunehmen.

Aber wie sagt man so schön? «It's not over, until it's over», und solche Abstimmungsbarometer wirken ja eher mobilisierend auf das Lager, das gerade im Rückstand ist.

Für Sie hoffe ich natürlich, dass Sie Ihr erstes grosses Geschäft als Verteidigungsministerin …

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