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Tessiner VW-Kartell aufgeflogen: Weko verhängt Millionenbusse

30.06.2022, 07:4030.06.2022, 16:49

Die Eidgenössische Wettbewerbskommission Weko verdonnert ein Kartell von VW-Händlern im Tessin zu einer Busse von 44 Millionen Franken. Die sieben Kartellmitglieder, darunter die Amag, haben jahrelang die Preise von Neuwagen des VW-Konzerns abgesprochen.

Sieben Händler der VW-Marken hatten im Tessin ein Kartell gebildet.
Sieben Händler der VW-Marken hatten im Tessin ein Kartell gebildet.Bild: keystone

«Die Autohändler sprachen sämtliche Verkaufsaktivitäten im Tessin ab: Sie trafen Abreden über Submissionen der öffentlichen Hand, einigten sich auf eine Preispolitik beim Verkauf von Neuwagen an Private und teilten sich den Kanton Tessin in Tätigkeitsgebiete auf», teilte die Weko am Donnerstag in einem Communiqué mit. Die Kartellverstösse fanden in den Jahren 2006 bis 2018 statt.

Beteiligt daran waren die Amag Automobili e Motori SA und sechs Autohändler für VW-Marken – Autoronchetti Sagl, Garage Karpf & Co./Garage 3 Valli SA, Garage Carrozzeria Maffeis SA, Garage Nessi SA, Garage Weber-Monaco SA und Tognetti Auto SA, wie die Weko weiter schrieb. «Es war ihr Ziel, den Wettbewerb unter den Autohändlern zu verringern und die Verkaufspreise von Neufahrzeugen für Private und die öffentliche Hand auf einem überhöhten Niveau zu halten.»

Amag akzeptiert Busse

Die Autoimporteurin Amag akzeptiert die Busse. Man habe mit den Behörden kooperiert, um die Vorfälle aufzuklären, hiess es in einer Stellungnahme des Unternehmens.

Amag-Chef Mathias Gabler entschuldigte sich in der Mitteilung und räumte ein, dass sich «das Unternehmen früher im Tessin nicht immer rechtlich und ethisch korrekt verhalten» habe. Die Amag habe wegen der Vorfälle «personelle und organisatorische Massnahmen ergriffen». Ziel sei es, dass die Grundsätze der einwandfreien Geschäftstätigkeit in allen Bereichen konsequent umgesetzt werden. (awp/sda)

(sda/awp)

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26 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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roger_dodger
30.06.2022 07:51registriert Februar 2016
Amag und Kartell, wer hätte das nur gedacht?
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Radio Eriwan
30.06.2022 07:59registriert November 2020
Bäm! AMAG? War da nicht was mit wissentlichem Dieselskandal, wo man die CH-Kunden abblitzten und systematisch Regen stehen liess? Und jetzt schon wieder ein heavy Problem in der Vertriebsstruktur?
Bravo, scheint eine tolle Firmenkultur zu sein, wenn das Controlling dermassen Versagt.
Traurig, aber aus meiner Sicht die einzige Lösung: den Laden boykottieren und bei alternativen Anbietern ein Fahrzeug kaufen.
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ELMatador
30.06.2022 08:05registriert Februar 2020
Amag und Frey diktieren den KFZ Markt der Schweiz, wenn man eine gewisse Marke in der Schweiz haben möchte, muss man quasi immer durch einen der beiden gehen.

*IRONIE ON* Aber nein, es sind keine Monopolisten und sie haben auch keine Absprachen ..... *IRONIE OFF*
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