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Visana schreibt im 2020 weniger Gewinn

14.05.2021, 09:44
Bild: KEYSTONE

Der Kranken- und Unfallversicherer Visana hat im Geschäftsjahr 2020 deutlich weniger verdient als noch 2019. Vor allem das schlechte Abschneiden an den Kapitalmärkten hat auf den Gewinn gedrückt. Den Versicherten will die Visana dennoch Geld aus den Reserven zurückzahlen.

Der Gewinn von Visana hat sich im Jahr 2020 auf 110.8 Millionen Franken nach zuvor 226.7 Millionen beinahe halbiert. Dafür sei in erster Linie der Rückgang im Anlageergebnis verantwortlich gewesen, teilte die Gruppe am Freitag mit. Dieses fiel nach dem sehr guten Börsenjahr 2019 negativ aus.

Das Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft sank hingegen trotz des coronabedingt unsicheren Marktumfelds lediglich um 4.6 Prozent auf 137.4 Millionen Franken. Die Grundversicherung steuerte 52.8 Millionen Franken (VJ: 40.2 Mio) und die Zusatzversicherungen 84.6 Millionen (103.8 Mio) dazu bei.

In der Grundversicherung nahm der Ertrag leicht auf 2.35 Milliarden Franken ab. Dem stand ein Aufwand in Höhe von 2.30 Milliarden gegenüber. In der Zusatzversicherung beliefen sich die Erträge auf 1.18 Milliarden Franken und der Aufwand auf 1.09 Milliarden. Beide Kennzahlen gingen leicht zurück.

Stabiler Bestand

Den Versichertenbestand konnte die Visana im vergangenen Jahr mit 837'500 Versicherten stabil halten. In der Grund- wie auch in der Zusatzversicherung sei dieser nur leicht zurückgegangen. Insgesamt weist die Visana einen Marktanteil in der Schweiz von 10 Prozent auf. Zudem zähle die Gruppe rund 16'000 Unternehmenskunden, heisst es.

Wie sich die Kosten infolge der Pandemie noch entwickeln werden, bleibe aufgrund der Unwägbarkeiten der Pandemie ungewiss, schreibt Visana weiter. Die Nachfrage nach medizinischen Leistungen sei weiterhin hoch. Die Gruppe sei aber finanziell solid aufgestellt und mit genügend Reserven ausgestattet, um auf unvorhergesehene Ereignisse vorbereitet zu sein.

Das dicke Kapitalpolster erlaubt es der Visana, den Versicherten Geld aus den Reserven zurückzubezahlen. Insgesamt sollen so 25 Millionen Franken an die Versicherten fliessen. (aeg/sda/awp)

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