Schweizer KMU sind im Ausland so beliebt wie nie
Nach zwei schwächeren Jahren hat sich der Markt für Fusionen und Firmenübernahmen (M&A) bei Schweizer KMU im Jahr 2025 wieder deutlich belebt. Insgesamt gab es 208 Fusionen und Übernahmen. Das sind 16 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die aktuelle Studie des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte zeigt.
Ausländische Käufer waren an der Hälfte aller Übernahmen beteiligt: Die Zahl der Käufe von Schweizer KMU durch ausländische Unternehmen stieg von 63 im Vorjahr auf einen Rekordwert von 104 Deals – ein Plus von 65 Prozent. Seit Beginn der Deloitte-Erhebungen wurden noch nie so viele Schweizer KMUs durch ausländische Unternehmen gekauft.
Auch inländische Übernahmen legten 2025 wieder leicht zu. Die Zahl der Transaktionen zwischen Schweizer KMU stieg um 10 Prozent von 48 auf 53 Deals. Zwar liegt dies noch unter den Höchstwerten früherer Jahre, es zeigt aber, dass das Vertrauen der Unternehmen in den heimischen Markt stabil bleibt, schreibt Deloitte.
IT-Sektor als Haupttreiber
Der Aufschwung im Schweizer KMU-Markt wurde vor allem vom IT- und Software-Sektor getragen. Dieser machte 56 Prozent des Wachstums bei ausländischen Übernahmen aus, insgesamt entfiel über ein Viertel (28 Prozent) aller Deals auf die IT-Branche – doppelt so viel wie im Vorjahr. Auch die Konsumgüterbranche wuchs, mit 13 inländischen Transaktionen den stärksten Zuwachs unter Schweizer Übernahmen verzeichnend.
Im Schweizer KMU-Markt spielen europäische Investoren nach wie vor die grösste Rolle. 2025 waren sie für 83 Prozent der ausländischen Übernahmen verantwortlich. Französische Käufer stellten mit 27 Prozent erstmals die grösste Gruppe, vor deutschen Investoren (19 Prozent). Auch aus anderen europäischen Ländern, besonders den nordischen, stiegen die Investitionen auf 13 Prozent. Dagegen fiel der Anteil US-amerikanischer Käufer von 17 auf 8 Prozent. (fak)
