Wirtschaft
Schweiz

Schweizer KMU: Rekord bei Übernahmen aus dem Ausland

Schweizer KMU sind im Ausland so beliebt wie nie

11.02.2026, 11:1611.02.2026, 11:16

Nach zwei schwächeren Jahren hat sich der Markt für Fusionen und Firmenübernahmen (M&A) bei Schweizer KMU im Jahr 2025 wieder deutlich belebt. Insgesamt gab es 208 Fusionen und Übernahmen. Das sind 16 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die aktuelle Studie des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte zeigt.

KMU aus der Schweiz sind beliebt.
KMU aus der Schweiz sind beliebt. bild: keystone

Ausländische Käufer waren an der Hälfte aller Übernahmen beteiligt: Die Zahl der Käufe von Schweizer KMU durch ausländische Unternehmen stieg von 63 im Vorjahr auf einen Rekordwert von 104 Deals – ein Plus von 65 Prozent. Seit Beginn der Deloitte-Erhebungen wurden noch nie so viele Schweizer KMUs durch ausländische Unternehmen gekauft.

Auch inländische Übernahmen legten 2025 wieder leicht zu. Die Zahl der Transaktionen zwischen Schweizer KMU stieg um 10 Prozent von 48 auf 53 Deals. Zwar liegt dies noch unter den Höchstwerten früherer Jahre, es zeigt aber, dass das Vertrauen der Unternehmen in den heimischen Markt stabil bleibt, schreibt Deloitte.

IT-Sektor als Haupttreiber

Der Aufschwung im Schweizer KMU-Markt wurde vor allem vom IT- und Software-Sektor getragen. Dieser machte 56 Prozent des Wachstums bei ausländischen Übernahmen aus, insgesamt entfiel über ein Viertel (28 Prozent) aller Deals auf die IT-Branche – doppelt so viel wie im Vorjahr. Auch die Konsumgüterbranche wuchs, mit 13 inländischen Transaktionen den stärksten Zuwachs unter Schweizer Übernahmen verzeichnend.

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Der IT- und Software-Sektor ist für mehr als die Hälfte der Inbound-Transaktionen verantwortlich.Bild: KEYSTONE

Im Schweizer KMU-Markt spielen europäische Investoren nach wie vor die grösste Rolle. 2025 waren sie für 83 Prozent der ausländischen Übernahmen verantwortlich. Französische Käufer stellten mit 27 Prozent erstmals die grösste Gruppe, vor deutschen Investoren (19 Prozent). Auch aus anderen europäischen Ländern, besonders den nordischen, stiegen die Investitionen auf 13 Prozent. Dagegen fiel der Anteil US-amerikanischer Käufer von 17 auf 8 Prozent. (fak)

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11 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Chalbsbratwurst
11.02.2026 12:00registriert Juli 2020
Warum wird das als etwas Gutes dargestellt?
Das sind extrem schlechte Nachrichten!

Die Patente und Produkte gehen in Ausländische Hände und uns beleiben die verschwundenen Arbeitsplätze resp. die Arbeitslosen.
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Beluga
11.02.2026 12:52registriert Mai 2018
In unserer Firma begann der Abstieg mit der Umbenennung des Geschäftsleiters in CEO. Parallel dazu eine Kapitalerhöhung um 51%,welche an eine einzige Heuschreckenfirma gingen. Kurz danach Verkauf sn einen Französisch/Niederländischen Konzern. Restrukturierung, Personalreduktion, Qualitätsverschlechterung durch Produktion im Ausland. Dann wurde das ganze Konstrukt von einem Franzosengemischtwarenladen (Defence, Space, Security Documents, Cybersecurity,...) mit 80000 Mitarbeitern geschluckt. Erneut Restrukturierung, Personalreduktion,... Dazu Prozesse des Grauens...
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Beluga
11.02.2026 12:39registriert Mai 2018
Know how absaugen, finanziell aussaugen und dann schliessen...

Extrem toll für den Wirtschaftsstandort Schweiz!

Es profitiert einzig der Vorbesitzer...
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