DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Nestlé macht 2021 fast 17 Milliarden Franken Gewinn

17.02.2022, 09:06
Bild: sda

Nestlé hat im vergangenen Jahr mehr umgesetzt und verdient. Der Reingewinn schoss dank einem Beteiligungsverkauf um 38.2 Prozent auf 16.9 Milliarden Franken nach oben. Wegen höherer Kosten will Nestlé nun die Preise weiter erhöhen.

Der Umsatz stieg um 3.3 Prozent auf 87.1 Milliarden Franken, wie Nestlé am Donnerstag mitteilte. Aus eigener Kraft ist Nestlé 2021 um 7.5 Prozent gewachsen. Mengenmässig hat der Hersteller von Nespresso, Cailler-Schokolade und veganen Burgern 5.5 Prozent mehr seiner Produkte verkauft. Dazu kamen Preissteigerungen von 2.0 Prozent.

Das Wachstum wurde befeuert durch die Erholung in Ausserhaus-Kanälen wie Restaurants, Hotels und Büros. Den stärksten Wachstumsbeitrag lieferte die Kaffeesparte. Aber auch Tierfutter, Fertiggerichte und Gesundheitsprodukte waren weiterhin gefragt.

Allerdings verdiente Nestlé etwas weniger am Umsatz. Wie erwartet drückten die Kostensteigerungen bei Verpackung, Logistik und Rohstoffen auf die Profitabilität. Die Betriebsgewinnmarge betrug 17.4 Prozent nach 17.7 Prozent im Vorjahr. Nestlé hatte im Vorfeld mit rund 17.5 Prozent gerechnet. Die Analystenerwartungen hat das Unternehmen allerdings erfüllt.

Gewinnsprung dank Beteiligungsverkauf

Dennoch konnte der Nahrungsmittelriese einen Gewinnsprung verbuchen: Nestlé verdiente unter dem Strich 16.9 Milliarden Franken. Das sind satte 38.2 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Gewinn aus dem Verkauf der Aktien von L'Oréal habe die höheren Wertbeeinträchtigungen von Sachanlagen und sonstigen Sonderposten mehr als wett gemacht, hiess es in der Mitteilung. Der Verkauf einiger Anteile an dem französischen Kosmetikkonzern hatte 8.9 Milliarden Euro in die Kasse gespült.

Vom Reinergebnis profitieren auch die Aktionäre: Sie sollen eine Dividende von 2.80 Franken erhalten, nach 2.75 Franken im Vorjahr. Zudem hat Nestlé Anfang Jahr ein neues Aktienrückkaufprogram im Umfang von bis zu 20 Milliarden Franken gestartet. Das Unternehmen erwartet, in den ersten zwölf Monaten Aktien im Wert von etwa 10 Milliarden Franken zurückzukaufen. Das Programm soll bis Ende Dezember 2024 abgeschlossen sein.

Nestlé wird Preise erhöhen

Im laufenden Jahr wird Nestlé weiter mit dem Kostendruck kämpfen. Die Kostensteigerungen würden 2022 höher ausfallen als 2021, sagte Konzernchef Mark Schneider in einem Telefongespräch mit Journalisten. Das müsse man natürlich über Preiserhöhungen abfedern - «und zwar über alle Länder und Kategorien hinweg». Es gebe nämlich inzwischen fast keinen Ort im Unternehmen, der von der Inflation ausgenommen sei.

Nestlé rechnet daher für das laufende Jahr mit einer operativen Ergebnismarge zwischen 17.0 und 17.5 Prozent. Das organische Wachstum soll um 5 Prozent zu liegen kommen. Mittelfristig erwartet das Unternehmen ein «anhaltendes organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich» - sprich 4 bis 6 Prozent - und eine anhaltende moderate Verbesserung der zugrunde liegenden operativen Gewinnmarge. (aeg/sda/awp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4
Von wegen Erfahrung schützt vor Jobverlust: Ü60 haben die höchste Arbeitslosenquote
Ältere Arbeitnehmende hätten das kleinste Risiko, arbeitslos zu werden, heisst es immer. Nun widerspricht der Schweizerische Gewerkschaftsbund – und die Arbeitgeber kontern sogleich.

Im Spätherbst 2021 hatte Bundesrat Guy Parmelin erklärt, die «nationalen Konferenzen zur Lage älterer Arbeitsloser» hätten wichtige Impulse geliefert – und damit ihren Zweck erfüllt. Zwar wusste die Boulevardzeitung «Blick» danach «Parmelin verärgert die Gewerkschaften» und der Zürcher «Tages-Anzeiger» titelte bitterböse «runder Tisch aufgelöst, Problem ungelöst» – doch der bundesrätliche Entscheid stand fest. Nach sechs runden Tischen von Parmelins Wirtschaftsdepartements mit den Sozialpartnern war Schluss.

Zur Story