Der Bahnhof in Frauenfeld wird ausgebaut – das wird neu
Wie die SBB mitteilten, bekommt der Bahnhof Frauenfeld in den kommenden Jahren ein umfassendes Upgrade. Ziel ist es, den Fahrplan stabiler zu machen, mehr Zugverbindungen zu ermöglichen und Engpässe im Güterverkehr zu beseitigen.
Die Bauarbeiten haben bereits begonnen: Zunächst laufen Vorarbeiten wie Tiefbau, Kabelverlegung und Stahlarbeiten, die bis Ende Juli abgeschlossen sein sollen. Die Hauptarbeiten verzögern sich derzeit wegen eines laufenden Beschwerdeverfahrens gegen die Vergabe. Sobald dieses abgeschlossen ist, kann der weitere Bauablauf festgelegt werden.
Neues Wendegleis
Kern des Ausbaus ist ein neues 400 Meter langes Wendegleis östlich des Bahnhofs. Es erlaubt den Reisezügen künftig, effizienter zu wenden, und macht es möglich, dass mehr Verbindungen in Frauenfeld starten oder enden. Ergänzt wird die Anlage durch zusätzliche Weichen und Anpassungen an der Signalisation. Für Pendlerinnen und Pendler bedeutet das stabilere Fahrpläne und verlässlichere Anschlüsse.
Verbesserungen für Güterverkehr
Auch der Güterverkehr profitiert: Bestehende Gleise werden in beide Richtungen angebunden und für höhere Geschwindigkeiten angepasst. Künftig sollen Güterzüge bis zu 750 Meter Länge und 1600 Tonnen Gewicht effizient durch Frauenfeld fahren können. Engpässe, etwa durch fehlende direkte Einfahrten, sollen damit der Vergangenheit angehören.
Ausbau über Bahninfrastrukturfonds finanziert
Um den regulären Zugverkehr möglichst wenig zu stören, werden einige Arbeiten nachts durchgeführt, bei gesperrtem Gleis und ausgeschalteter Fahrleitung. Auf der SBB-Website kann man sich über die Nachtarbeiten informieren.
Die Gesamtkosten des Projekts betragen rund 82 Millionen Franken und werden über den Bahninfrastrukturfonds (BIF) im Rahmen des Ausbauschritts 2035 des Bundes finanziert. Ziel des Ausbaus sei, dass sowohl der Fern- als auch der Regionalverkehr künftig dichter und zuverlässiger werden. (ear)
