wechselnd bewölkt
DE | FR
Wirtschaft
Schweiz

Die Nationalbank schreibt im ersten Quartal einen Milliardenverlust

Die Nationalbank schreibt im ersten Quartal einen Milliardenverlust

28.04.2022, 07:50
Mehr «Wirtschaft»

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im ersten Quartal ein hohes Minus eingefahren. Vor allem Kursverluste auf Aktien und Zinspapieren waren verantwortlich dafür.

Die SNB in Bern (Archivbild).
Starke Schwankungen im Ergebnis der Nationalbank sind die Regel.Bild: sda

Konkret weist die SNB für die Periode von Januar bis März 2022 einen Verlust von 32.8 Milliarden Franken aus, wie sie am Donnerstag mitteilte. Während sich auf den Fremdwährungspositionen ein Verlust von 36.8 Milliarden einstellte, gab es auf dem mengenmässig unveränderten Goldbestand einen Bewertungsgewinn von 4.2 Milliarden. Auf den Frankenpositionen erzielte die Notenbank ein kleines Plus von 10.6 Millionen Franken.

Die SNB betonte wie üblich, dass ihr Ergebnis überwiegend von der Entwicklung der Gold-, Devisen und Kapitalmärkte abhängig ist. Starke Schwankungen seien deshalb die Regel und Rückschlüsse vom Zwischenergebnis auf das Jahresergebnis nur bedingt möglich.

Im Gesamtjahr 2021 etwa erzielte die SNB zum Schluss einen Gewinn von über 26 Milliarden Franken, wobei das erste und das zweite Quartal positiv und das dritte und vierte Quartal negativ ausfielen. Im Jahr davor betrug der Gewinn gut 20 Milliarden. Es gibt aber auch Jahre mit hohen Verlusten, was jeweils vor allem mit einer schwachen Börsenentwicklung oder einem sehr starken Franken zu tun hat. 2018 oder 2015 etwa waren solche Jahre: Da mussten die hiesigen Währungshüter Verluste von knapp 15 Milliarden bzw. von über 23 Milliarden ausweisen. (sda/awp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
«Hausi, hast du lieber kein Geld oder keine Frau?» – «Ist beides ein Kabis»
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Wie Barbershops ihr Personal ausbeuten und den «regulären» Coiffeuren Umsatz abgraben
Billig-Haarabschneider schiessen wie Pilze aus dem Boden. Bei Kontrollen stellt sich heraus: Sie zahlen oft Hungerlöhne und fallen durch überdurchschnittlich viele Verstösse gegen verschiedenste Vorschriften auf.

Der Barbershop blinkt und leuchtet mit seiner rot-weiss-blauen Barbierstange zwar in fast allen Farben. Drinnen aber läuft nichts. Ein Angestellter sitzt vor dem Laden, raucht eine Zigarette. Er wartet auf – männliche – Kundschaft. Kommt die, geht es ans Werk, und das Werk ist günstig: 25 Franken kostet, manchmal nur 20 Franken, der Haarschnitt. Rentner, Lehrlinge und Schüler kriegen es meist noch billiger. So ist das bei diesen Billig-Coiffeuren.

Zur Story