Wirtschaft
Schweiz

Zürich, Genf und Lausanne gehören zu den smartesten Städten der Welt

Stadt Zürich
Nicht nur schön, sondern auch smart: Zürich.Bild: Shutterstock

Smarteste Städte der Welt: 3 Schweizer in den Top 10 – eine davon auf Rang 1

Die Schweizer Städte Zürich, Genf und Lausanne zählen weltweit zu den führenden Städten in Bezug auf Digitalisierung sowie die Zufriedenheit der Bevölkerung mit Infrastruktur und Dienstleistungen.
31.03.2026, 09:4431.03.2026, 12:01

Zürich verteidigte im IMD Smart City Index 2026 unter 148 Städten den ersten Platz. Genf behauptete sich hinter Oslo auf Rang drei. Lausanne verbesserte sich um drei Plätze und belegte neu Rang sieben hinter Dubai. Dies geht aus dem am Dienstag veröffentlichten Bericht des IMD World Competitiveness Center (WCC) hervor.

Zürich punktet insbesondere mit Gesundheits- und Sicherheitsaspekten. Weniger ausgeprägt sind dafür der Einfluss von öffentlichem WLAN oder Sicherheitskameras und Verkehrsinformationen auf das Smartphone.

Der Bericht hebt hervor, dass in den erfolgreichsten Städten Faktoren wie Transparenz, Qualität der Infrastruktur und öffentliches Vertrauen wichtiger sind als reine technologische Spitzenleistungen. Die Schweizer Städte schneiden besonders bei Institutionen, Governance und städtischen Strukturen überdurchschnittlich ab, während technologische Indikatoren weniger stark ins Gewicht fallen.

Oasenstadt stürmt nach vorne

Grössere Verschiebungen zeigten sich in anderen Weltregionen: Die saudi-arabische Oasenstadt Al Ula machte 27 Plätze gut, die US-Hauptstadt Washington 23. Dagegen verloren die französischen Städte Bordeaux und Lyon jeweils 19 Plätze, Ottawa in Kanada und Shenzhen in China je 18.

Das majestätische Qasr Al Farid, auch bekannt als das Grab des lihischen Sohnes Kuzas, steht hoch in der Hegra Wüste von Al Ula, Saudi Arabien, eingebettet in den warmen Glanz der untergehenden Sonne
Das majestätische Qasr Al Farid, auch bekannt als das Grab des lihischen Sohnes Kuzas, steht hoch in der Hegra-Wüste von Al Ula.Bild: Shutterstock

Rom und Athen mit Vertrauensproblem

Die Studie verdeutlicht zudem, dass technologische Reife allein nicht ausreicht. Städte wie Athen (Rang 139) und Rom (143) verfügen zwar über hohe Technologie-Scores, fallen jedoch aufgrund schwacher Werte bei Vertrauen, Korruptionswahrnehmung und Bürgerbeteiligung zurück.

Athen, Akropolis
Athen hat zwar hohe Technologie-Scores, aber bei den Werten Vertrauen oder Korruptionswahrnehmung fällt die Stadt zurück.Bild: shutterstock

Der Smart-City-Index basiert auf Befragungen von rund 400 Einwohnern pro Stadt. Er misst vor allem subjektiv wahrgenommene Lebensqualität, Transparenz sowie die Zufriedenheit mit digitalen Dienstleistungen. (fox/sda/awp)

Daten und Quellen
Für den IMD Smart City Index 2026 wurden aus 148 Städten jeweils 120 Personen nach ihrer Wahrnehmung befragt. Diese Werte wurden dann mit den letzten drei Jahren zusammengerechnet und gewichtet (2026:2025:2024 bei 3:2:1).
Abgefragt wurden die Bereiche «Strukturen» und «Technologien», welche den Einwohnern zur Verfügung stehen. Diese Bereiche wiederum wurden unterteilt in: Gesundheit und Sicherheit, Mobilität, Aktivitäten, Möglichkeiten sowie Verwaltung. Daraus ergaben sich die Bewertungen wie AAA, AA, A, BBB und so weiter.
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