Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Severin Schwan, CEO Hoffmann-La Roche, speaks during the Swiss Economic Forum in Interlaken, Switzerland, on Friday June 5 2015. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Roche-CEO Severin Schwan verdient 230 mal mehr als der Angestellte mit dem tiefsten Lohn. Bild: KEYSTONE

Die Abzocke geht munter weiter: Schweizer Manager kassieren laut Studie noch immer viel zu viel

Die Abzockerinitiative hatte laut der Gewerkschaft Travail.Suisse keinen mässigenden Einfluss auf die Höhe der Top-Löhne.



Die Gewerkschaft Travail.Suisse geht mit den Managern hart ins Gericht: Sie kassierten trotz Abzockerinitiative immer noch viel zu hohe Löhne. In drei Vierteln der Unternehmen liegt die Entschädigung für die Konzernleitung sogar um 18 Prozent höher als noch 2011.

«Trotz der deutlichen Annahme der Minder-Initiative konnte der Lohnanstieg bei den Topmanagern nicht gebremst werden», sagte Jacques-André Maire, Vize-Präsident von Travail.Suisse am Montag gemäss Redetext vor Journalisten in Bern. Vielmehr sei das durchschnittliche Salär der Geschäftsleitungsmitglieder in den meisten Grossunternehmen weiter gewachsen. 

Roche-CEO am Pranger

Als Beispiel nannte Travail.Suisse den Pharmakonzern Roche, wo der Konzernchef Severin Schwan inzwischen 230 Mal mehr verdiene als der Angestellte mit dem niedrigsten Lohn.

Auch Antritts- und Abgangsentschädigungen seien dank Umgehungsmöglichkeiten gang und gäbe, schlussfolgert Travail.Suisse. Gemäss der Gewerkschaft führt dies zum Vertrauensverlust zwischen Bevölkerung und Wirtschaft. Sie fordert darum eine griffigere Aktienrechtsrevision, Steuertransparenz bei den hohen Einkommen und ein Ende der Tiefsteuerpolitik für Unternehmen.

Travail.Suisse hat zum 11. Mal in Folge die höchsten und tiefsten Löhne in 27 Schweizer Unternehmen untersucht. (dsc/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • user93 22.06.2015 18:05
    Highlight Highlight kann mir das jemand erklären: ist der inhalt der minderinitiative nicht das aktionäre über die gehälter der geschäftsleitung bestimmen? wenn die aktionäre die löhne nicht senken wollen dann ist das doch ihr problem oder? das sind einfach potenzielle unternehmensgewinne auf die sie verzichten

Zürich hatte «vielfältige und relevante» Verbindungen zur Sklaverei

Die Stadt Zürich war an der Sklaverei und dem Sklavenhandel finanziell beteiligt und so mitverantwortlich für die Versklavung tausender Afrikanerinnen und Afrikaner. Die Unterstützung erfolgte durch Staatsanleihen, den Handel und Plantagen.

Die Verbindungen Zürichs zur Sklavenwirtschaft waren «vorhanden, vielfältig und relevant», wie Frank Schubert, Mitautor einer Studie der Universität Zürich, am Dienstag vor den Medien sagte.

Diese Verbindungen waren Ausdruck einer Tradition einer langen …

Artikel lesen
Link zum Artikel