Wirtschaft
Schweiz

Weniger Touristen auf dem Jungfraujoch wegen Iran-Krieg

Wegen Iran-Krieg: Weniger Besucher auf dem Jungfraujoch

08.05.2026, 06:4408.05.2026, 08:44

Die Jungfraubahn-Gruppe hat nach einem schwachen Jahresstart wegen des Iran-Kriegs eine weitere Abschwächung der Nachfrage verzeichnet. Von Januar bis April gingen die Frequenzen über alle Segmente hinweg um 5,7 Prozent zurück, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

Belastend wirkten weiterhin die kriegerischen Handlungen im Nahen Osten mit den damit verbundenen Luftraumbeschränkungen. Dazu kämen höhere Kerosinpreise und eine zunehmende Unsicherheit insbesondere auf den asiatischen Märkten.

Rückgang von über 12 Prozent beim Jungfraujoch

Am stärksten betroffen ist der Bahnbetrieb aufs Jungfraujoch. Hier ging die Besucherzahl in den ersten vier Monaten um 12,3 Prozent auf 181'900 zurück. Bei den sogenannten «Erlebnisbergen» wie Grindelwald-First und Harder Kulm resultierte insgesamt ein Minus von 9,6 Prozent auf 216'900 Gäste. Im Wintersport sanken die Skier Visits (Ersteintritte) um 3,3 Prozent auf 932'200.

Trotz der rückläufigen Entwicklung verweist die Jungfraubahn-Gruppe auf einen weiterhin «guten» Buchungsstand für die kommenden Monate. Dank der langfristigen Strategie und der breiten geografischen Abstützung sei das Unternehmen weniger stark von einzelnen Märkten abhängig.

Mittelfristziele bestätigt – im laufenden Jahr aber in Gefahr

Je nach Dauer und Intensität des Konflikts rechnet die Gruppe mit negativen Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis 2026. Eine erste Einschätzung dazu soll mit dem Halbjahresbericht Ende August erfolgen.

Mit Blick auf die im Januar kommunizierten Finanzziele bis 2030 streicht das Unternehmen heraus, dass diese mittelfristig ausgelegt seien. Sie bleiben also bestehen. Im laufenden Geschäftsjahr 2026 dürften sie voraussichtlich aber nicht vollständig erreicht werden, wie es heisst. (sda/awp)

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