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Schweizer Börse reagiert euphorisch auf Waffenruhe im Iran

Schweizer Börse reagiert euphorisch auf Waffenruhe im Iran

08.04.2026, 09:2708.04.2026, 09:54

Am Schweizer Aktienmarkt herrscht nach der Waffenruhe im Iran grosse Erleichterung. Diese zeigt sich in regelrechten Kurssprüngen an den Handelsplätzen weltweit: «Alles ist dunkelgrün», sagte ein Händler am Mittwochmorgen.

In der Nacht hatten sich die Kriegsparteien quasi in letzter Minute auf eine zweiwöchige Feuerpause geeinigt und damit den Weg für Verhandlungen geebnet. Der Iran kündigte zudem wie von den USA gefordert für diese Zeit die Öffnung der wichtigen Strasse von Hormus an, was zu einer klaren Entspannung bei den Ölpreisen führte.

Der Iran legte einen 10-Punkte-Plan vor, den Trump als «praktikable Grundlage für Verhandlungen» einordnet. Laut Händlern gibt es dabei sicher einige schwierige Knackpunkte, der Grundstein für Diplomatie sei aber gelegt - auch wenn die Waffenruhe sicher zunächst fragil sein dürfte und die Euphorie nicht überborden sollte.

«Insgesamt dürfen wir aber am heutigen Tag eine Reaktion wie aus dem Lehrbuch erwarten - auch, weil bei einem nachhaltigen Waffenstillstand wohl die Zentralbankerwartungen korrigiert werden dürften», sagte ein Experte. Damit dürften auch die in den nächsten Tagen anstehenden Konjunkturdaten wieder wichtiger werden - besonders die US-Inflationszahlen.

Der SMI schnellt gegen 9.15 Uhr um 3,4 Prozent auf 13'226 Punkte nach oben. 18 der 20 Werte legen teils sehr kräftig zu.

Bauwerte und Zykliker mit Kurssprüngen

Ganz oben im Kurstableau brennen Holcim (+7,4 Prozent), ABB (+6,6 Prozent), aber auch Sika (+6,3 Prozent), Amrize (+5,3 Prozent) und Geberit (+5,1 Prozent) ein wahres Kursfeuerwerk ab. Die Bauwerte und zyklische Titel hatten in den letzten Wochen stark verloren und erholen sich nun entsprechend deutlich.

Auch die Luxusgüterhersteller Richemont (+6,0 Prozent) sowie Swatch (+4,9 Prozent) atmen auf. Und zinssensitive Tech-Werte wie Logitech (+3,9 Prozent) oder VAT (+6,2 Prozent) sind ebenfalls gefragt.

Verglichen damit halten sich die Gewinne bei den defensiven Titeln wie Nestlé (+1,8 Prozent), Swiss Re (+1,0 Prozent) und den Pharmakonzernen (Roche +2,4 Prozent, Novartis +2,6 Prozent) fast in Grenzen. Swisscom (-0,7 Prozent) liegen am Indexende sogar im Minus. Auch Kühne+Nagel (-0,4 Prozent), die als Logistiker zuvor stark von den gestiegenen Frachtraten profitierten, geben leicht nach. (leo/awp/sda)

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Menschen heben bei einer Demonstration in Tel Aviv die Hände, um ein Ende des Krieges zu fordern.

quelle: keystone / maya levin
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