Wirtschaft
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FILE - In this  June 29, 2019, file photo, U.S. President Donald Trump, left, meets with Chinese President Xi Jinping during a meeting on the sidelines of the G-20 summit in Osaka, western Japan. Xi has an ambitious goal for China: to achieve

Treiben Trump und Xi Jinping die Weltwirtschaft in eine Rezession? Bild: AP

Warum Trump und Jinping schuld am Abkühlen der Weltwirtschaft sind



Die Chefs der internationalen Organisationen wie Weltbank, Internationalem Währungsfonds oder OECD haben ein düsteres Bild der Weltwirtschaft gezeichnet. «Wir glauben, dass die Weltwirtschaft schrittweise und synchronisiert einen Abschwung erlebt.»

Dies sagte der stellvertretende Chef des IWF, David Lipton, am Dienstagabend nach einem Treffen mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel im Kanzleramt. Die Präsidenten der Weltbank, der WTO und der OECD machten dafür ebenso wie Merkel vor allem internationale Handelsstreitigkeiten sowie regionale Konflikt wie den Brexit und den japanisch-südkoreanischen Streit verantwortlich.

epa07886700 (L-R) Managing Director of the International Monetary Fund (IMF) David Lipton attends a press conference at the German chancellery in Berlin, Germany, 01 October 2019.  EPA/HAYOUNG JEON

David Lipton sieht ein grosses Problem in den Handelsstreitigkeiten. Bild: EPA

Handelskriege führen zu Arbeitslosigkeit

In der Folge würden auch die weltweiten Investitionen abnehmen. Dies bekämen zuerst die schwächeren Entwicklungsländer zu spüren. Der Chef der Internationalen Arbeitsorganisation ILO, Guy Ryder, sagte für 2020 wieder einen Anstieg der weltweiten Arbeitslosigkeit voraus.

Seit Monaten korrigieren die Internationalen Organisationen schrittweise ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr herunter. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China führe weiterhin zu Verunsicherung, ebenso wie die Tatsache, dass der Brexit noch nicht vollzogen sei, sagte Merkel. Sie verwies aber darauf, dass zumindest die Binnennachfrage in Ländern wie Deutschland noch robust sei. Nach ihren Worten geraten derzeit gerade die multilateralen Institutionen bei Beschlussfassungen unter Druck, weil sie nicht so schnell auf weltweite Veränderungen reagieren können, wie es nötig wäre.

Merkel mahnt Trump

Merkel sowie die Vertreter der multilateralen Organisationen vermieden es, US-Präsident Donald Trump namentlich für den weltweiten Abschwung verantwortlich zu machen. Er hatte Strafzölle gegen China, die EU und andere Staaten verhängt und damit einen eskalierenden Handelskonflikt mit der Volksrepublik ausgelöst. WTO-Chef Roberto Azevêdo mahnte aber, dass die USA bis Jahresende ihre Richter für die Schlichtungskammern der Welthandelsorganisation benennen sollten, weil diese ansonsten arbeitsunfähig würden.

epa07886694 German Chancellor Angela Merkel attends a press conference at the German chancellery in Berlin, Germany, 01 October 2019.  EPA/HAYOUNG JEON

Die deutsche Kanzlerin Merkel mahnt die USA und China, ihren Handelsstreit beizulegen. Bild: EPA

Der WTO-Chef warne zugleich vor der Einführung einer sogenannten CO2-Grenzsteuer, um Wettbewerbsnachteile für die europäische Wirtschaft durch harte Klimaschutzauflagen auszugleichen. «Ich glaube, dass man da ganz, ganz vorsichtig sein muss», sagte der Chef der Welthandelsorganisation am Dienstagabend nach dem Treffen mit der deutschen Kanzlerin Merkel. Sie und auch Azevêdo mahnten zudem sowohl die USA als auch China, rasch ihren Handelsstreit beizulegen.

Hauptverantwortung bei USA und China

OECD-Chef Jose Angel Gurria gab ebenfalls beiden Grossmächten die Hauptverantwortung. Aber er verwies aber auch auf Handelsstreitigkeiten der USA mit der EU. Dazu gehörten die US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium, die drohenden Strafzölle wegen der von der WTO beanstandeten illegalen Subventionen für die Luftfahrtkonzerne Boeing und Airbus sowie wie die im November anstehende US-Entscheidung über Importzölle auf Autos aus der EU. Alle seien verantwortlich für eine Deeskalation. Die deutsche Kanzlerin betonte, dass es für die Europäer keinen Grund für Hochmut gebe. So sorge es auch für Unsicherheit, dass es immer noch keine Lösung für den am 31. Oktober anstehenden britischen EU-Austritt gebe.

Ohne China zu nennen, fordert IWF-Vize Lipton, dass sich Länder den Handelspraktiken in einer globalen Wirtschaft anpassen müssten. Hintergrund sind etwa Vorwürfe vor allem der USA, dass China seine Währung zu Handelszwecken manipuliert. Zudem forderte er die Regierungen zu einer offensiveren Ausgabenpolitik auf. Die Zentralbanken hätten mit ihrer Niedrigzinspolitik die Verlangsamung des Wachstums gedämpft. «Wir glauben, dass die Fiskalpolitik bereit sein muss, hineinzugehen», sagte er zur Debatte über zusätzliche öffentliche Investitionen etwa in Industrieländern. (mim/sda/reu/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Grötzu 03.10.2019 21:50
    Highlight Highlight Was soll diese Frage wenn man die Antwort schon kennt. Die 2 Herren haben die Angelegenheit nur beschleunigt.
  • Quinn 02.10.2019 09:19
    Highlight Highlight wer denkt, die wirtschaft kann immer wachsen, hat einfach keine ahnung. stattdessen sollten wir uns über einen bevorstehenden weltwirtschafts-kollaps vorbereiten. den von mensch beschleunigten klimawandel wird durch globalisierung und wirtschaftsliberalismus verursacht. stärkt die heimische wirtschaft, indem ihr nicht ins ausland einkaufen geht und produkte ausländischer herkunft meidet. besiegt euer konsumwahn und lasst gegenstände einmal mehr flicken, als direkt etwas neues zu kaufen.
  • Todesstern 02.10.2019 06:14
    Highlight Highlight Ich denke auch Abkühlen der Weltwirtschaft sind der andere schuld. Da wären z.b. die zentralen Nationalbanken die seit 2008 den Markt mit Geld fluten.

    Um das jetzt schon tote Geldsystem wie ein Zombie noch am Leben zu halten. Genauso die vielen Zombie Firmen welche von den billigen Geld abhängig sind.

    Dabei hat die Welt noch eins nicht verstanden, die einzige Konstante, ist die stetige Veränderung.
    • GraveDigger 02.10.2019 07:23
      Highlight Highlight @Todesstern Absolut korrekt, das die Politik nun einen schuldigen sucht, in dem Fall Xi und Trump ist klar, denn es lenkt von der eigenen Unfähigkeit und anderen Problemen ab.Der glaube an den ewigen Wachstum ist einfach falsch.Dazu kommt das durch das viele Geld das in den Markt gepumpt wird, daraus nicht mal wirklich Werte geschaffen werden,sondern es wird gezockt damit und der Grössenwahn gefördert.Gutes Beispiel, Thomas Cook der solange Fuhrwerken konnte dank dem billigen Geld. Hoffe das der nächste Crash das Schuldgeldsystem endlich sprengt und ein ehrliches Finanzsystem daraus entsteht.
    • Todesstern 02.10.2019 13:13
      Highlight Highlight @ GraveDigger

      "und ein ehrliches Finanzsystem daraus entsteht."

      Man vermag dies zu hoffen, jedoch bezweifle ich es. Solange den Menschen Gier innewohnt wird es wohl immer auf dasselbe Ergebnis hinauslaufen... 🧐
    • GraveDigger 03.10.2019 09:40
      Highlight Highlight @Todesstern

      Uff musst du mir noch das letzte Fünkchen Hoffnung zu nichte machen?
      Aber wird so kommen, Gier und Grössenwahn war schon in jeder Kultur der Untergang. Ach ja, Religion gehört da auch noch ein bisschen dazu. Der Kampf um den "ich hab den besseren Imaginären Freund"
      Aber jetzt müssen wir uns erst mal um die ganz ganz wirklich wichtigen Dinge kümmern und Countdown-Fussgängerampeln einführen, dann ist die Welt gerettet, das CO2 aufgehalten und die AHV saniert. ;-)

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Dabei stiessen sie auf beunruhigende Zahlen: Gerade einmal 20 Firmen sind seit 1965 für ganze 35 Prozent des weltweiten Ausstosses von Kohlenstoff aus dem Energiesektor verantwortlich. Das sind insgesamt 480 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalente.

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