Wirtschaft
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Die Wirtschaft von morgen

Teilen tönt gut – aber die Sharing Economy ist keine Kuschel-Wirtschaft

Bei Uber, Airbnb, Google, Facebook & Co. geht es nicht um das Gemeinwohl, sondern um Kapitalismus pur.

San Francisco und Kalifornien waren lange Inbegriff eines besseren und friedlicheren Lebens. Die Hippies der 68er Zeit verteilten Blumen, kämpften gegen den Vietnamkrieg und für die sexuelle Befreiung. Esoterische Gruppen jeder Art wärmten sich in der Sonne Kaliforniens, Künstler und Manager machten sich auf den Weg, um ihr Glück zu finden.

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Hippies demonstrieren gegen den Vietnam-Krieg. Bild: tumblr/miscmorgan

Auch die Sharing Economy stammt aus dem Silicon Valley bei San Francisco. Sie weckt deshalb Assoziationen an eine Kuschelwirtschaft, an eine Wirtschaft, in der geteilt und nicht gerafft wird, wo selbst die Stars in Jeans und Turnschuhen unterwegs und alle cool drauf sind. Steve Jobs war schliesslich auch eine Art Hippie, der in Indien zu sich gefunden und sich strikt vegan ernährt hat. 

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Wie eine Idee geboren wurde. Bild: tumblr/higherprimate

Mehr Eigenkapital anstatt freie Liebe

Nichts könnte weiter von der Wirklichkeit entfernt sein. Mit Gemeinwohlwirtschaft haben Google, Facebook & Co. nichts am Hut. Sie verstehen sich als die neuen Masters of the Universe. 

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Travis Kalanick huldigt einem liberalen Ultra-Kapitalismus. 

Larry Page, Sergey Brin und Mark Zuckerberg & Co. glauben an die Eigenkapitalrendite und nicht an die freie Liebe; und Uber-Chef Travis Kalanick, der neue Superstar der Szene, beschwört nicht eine heile Gemeinschaft, sondern huldigt einem libertären Ultra-Kapitalismus.

Um die Sharing Economy und ihre Philosophie zu verstehen, ist es hilfreich, wenn man sich mit den Ideen der folgenden Persönlichkeiten vertraut macht:

 Ayn Rand 

1957 ist der Roman «Atlas Shrugged» der Schriftstellerin Ayn Rand erschienen. Von der etablierten Literaturwissenschaft wurde er entweder verspottet oder ignoriert. Trotzdem gehört «Atlas Shrugged» heute noch zu den 30 meistbestellten Titeln beim Onlineanbieter Amazon.com. 

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Rands Hauptwerk «Atlas Shrugged» wurde in 2012 unter dem Namen «Der Streik» (vormals «Atlas wirft die Welt ab» und «Wer ist John Galt?») in neuer Übersetzung aufgelegt. 1957 erschienen, galt es den amerikanischen Lesern in einer Umfrage von 1991 als einflussreichstes Buch nach der Bibel.  Bild: pi-news

Alles, was nach Staat riecht, ist dekadent und führt ins Elend. 

Die in die USA geflohene, jüdische Apothekerstocher aus St. Petersburg hat darin eine einzige – wenn auch etwas langatmige – Lobeshymne auf den puren Kapitalismus verfasst. Heldenhafte Unternehmer müssen sich gegen faule Gewerkschafter, schmierige Journalisten und korrupte Politiker durchsetzen. Alles, was nach Staat riecht, ist dekadent und führt ins Elend. Die Unternehmer flüchten sich schliesslich in ein verlassenes Tal und gründen dort eine neue Gesellschaft.  

Uber oder die Steuerbehörde

Ayn Rand hat im Silicon Valley eine grosse Fangemeinschaft. Wikipedia-Gründer Jimmy Wales gehört dazu, ebenso der erwähnte Uber-Chef Kalanick. 

Uber-Chef Travis Kalanick. Bild: Bloomberg

Norquist will den Staat so klein schrumpfen, dass man ihn in der Badewanne ertränken kann.

Dieser umgibt sich mit Jungstars der libertären Szene wie beispielsweise Marco Rubio, republikanischer Senator aus Florida. Zu Kalanicks Freunden gehört auch Grover Norquist, der militante und politisch sehr einflussreiche Steueraktivist. Er will den Staat so klein schrumpfen, dass man ihn in der Badewanne ertränken kann. Kürzlich twitterte Norquist: «Heute gibt es zwei Parteien in Amerika. Die eine ist Uber, die andere die Steuerbehörde.» 

Die Kernidee von «Atlas Shrugged», eine neue Gesellschaft zu gründen, ist im Silicon Valley ebenfalls populär. Der Ökonom und erfolgreiche Online-Unternehmer Paul Romer etwa will in Entwicklungsländern so genannte Charter Cities gründen, in denen Einheimische wohnen und arbeiten können, wo sie aber nichts zu sagen haben. 

Petri Friedman, Enkel des legendären Ökonomen Milton Friedman, will gar eine Insel für Superreiche bauen, die jenseits aller Landesgrenzen angesiedelt ist und wo deshalb keine Steuern erhoben werden dürfen.

Ray Kurzweil 

Ray Kurzweil, 66, ist der Übervater der Szene der künstlichen Intelligenz. Als 15-Jähriger schrieb er sein erstes Computerprogramm. Wenig später stellte er in einer TV-Show seinen selbstgebastelten Musik-Computer vor. 

Der unsterbliche Ray Kurzweil. Bild: AP

Er studierte am renommierten Massachussetts Institute of Technology (MIT), entwickelte den ersten Synthesizer für Stevie Wonder, baute ein Lesegerät für Blinde und sammelte Wissenschaftspreise wie Roger Federer Tennis-Trophäen. Kurzweil besitzt nicht weniger als 15 Ehrendoktorate, und er hat verschiedene Bestseller über die künstliche Intelligenz veröffentlicht. 

In Europa ist Kurzweil kaum bekannt, in der amerikanischen IT-Szene hingegen hat er den Status eines Halbgottes. 

Kurzweils Theorie der Singularity ist im Silicon Valley nahezu ein Dogma.

Sein Einfluss kann nicht überschätzt werden. Er ist Sonderberater von Google, seine Theorie der Singularity, der bevorstehenden Verschmelzung von biologischer und künstlicher Intelligenz, ist im Silicon Valley nahezu ein Dogma. Kurzweil verspricht sich davon nicht weniger als die Unsterblichkeit und die Eroberung des Universums. 



Peter Thiel 

Peter Thiel ist der Kopf der so genannten Pay-Pal-Mafia, den Gründern des gleichnamigen Online-Bezahldienstes. Dazu gehören unter anderem Tesla-Gründer Elon Musk und der LinkedIn-Gründer Reid Hoffman. Thiel ist einer der schillerndsten Figuren der IT-Szene und so etwas wie ihr Vordenker. Er gehörte zu den ersten Investoren von Facebook. 

Peter Thiel, president of Thiel Capital, speaks at the annual Milken Institute Global Conference in Beverly Hills, California, U.S., on Monday, April 29, 2013. The Global Conference convenes chief executive officers, senior government officials and leading figures in the global capital markets to explore solutions to today's most pressing challenges in business, health, government and education. Photographer: Patrick T. Fallon/Bloomberg via Getty Images

Pay-Pal-Chef Peter Thiel. Bild: Bloomberg

Geboren wurde Peter Thiel 1967 in Frankfurt. Aufgewachsen ist er teilweise in Namibia. Später wanderten seine Eltern in die Vereinigten Staaten aus. Er hat an der Stanford University Philosophie und Rechtswissenschaft studiert. 

Thiel finanzierte nicht nur Facebook, sondern auch Ron Paul

Wie Kurzweil glaubt auch Thiel an die Singularity-Theorie. Er ist einer der Gründer und Spender der 2006 gegründeten Singulartiy Universität und er gehört zu den Mäzenen von Dr. Aubrey de Grey, dem bekanntesten Vertreter der Anti-Aging Bewegung. 

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Wird der Mensch irgendwann die Zeit aufhalten können?  Bild: thatsreallypossible

Thiel betätigt sich auch politisch. Lange hat er den ultralibertären Republikaner Ron Paul finanziert, 2012 machte er Mitt Romney im Valley salonfähig. Auch die ehemalige Chefin von eBay, Meg Whitman, konnte auf die Hilfe von Thiel zählen, als sie sich um das Amt der Gouverneurin von Kalifornien bewarb. Thiel soll Mitglied der sagenumworbenen Bilderberg-Gruppe sein. Er ist sehr religiös und homosexuell. 

«Der Computer tut am Ende genau das, was du von ihm erwartest. Vielleicht ist das im Moment die einzige Stelle, an der man ansetzen kann, wenn man dem Land helfen möchte.»

Sein Weltbild schildert Thiel in George Packers Buch «Die Abwicklung» wie folgt: «Wir haben eine ziemlich kaputte reale Welt, in der alles immer schwieriger wird, und die Politik spielt verrückt, und es ist beinahe unmöglich, gute Leute in die wichtigsten Ämter zu wählen, das ganze System funktioniert nicht. Und dann haben wir noch die virtuelle Welt, wo es überhaupt kein Zeug gibt, nichts, nur Nullen und Einsen im Computer, die man manipulieren und umprogrammieren kann, der Computer tut am Ende genau das, was du von ihm erwartest. Vielleicht ist das im Moment die einzige Stelle, an der man ansetzen kann, wenn man dem Land helfen möchte.» 

Die Mission 

«Fitter, glücklicher und produktiver», lautet das Credo der IT-Szene. Immer leistungsfähigere Computer und immer intelligentere Software werden alle Probleme der Welt lösen: Die Politik wird transparent und Korruption unmöglich, Verbrechen werden aufgeklärt, bevor sie begangen werden, Konflikte werden zu Spielen, in denen alle am Schluss gewinnen. Smarte Sensoren verhindern Pannen. Kurz: Für alles – von der grassierenden Fettsucht über verstopfte Strassen bis hin zur Klimaerwärmung – wird es eine Lösung geben.

Für alles – von der grassierenden Fettsucht über verstopfte Strassen bis hin zur Klimaerwärmung – wird es eine Lösung geben.

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Alles wird gut. gif: giphy

In der Sharing Economy haben nicht mündige Bürgerinnen und Bürger das Sagen, sondern eine Elite. Unterstützt von intelligenter Technik sorgt sie dafür, dass die Menschen den Planeten Erde nicht zerstören. 

Kurzweil schluckte 250 Pillen – am Tag

Die Vertreter dieser Elite sind alle ein bisschen seltsam. Wie erwähnt, versucht Peter Thiel gleichzeitig Religion, Homosexualität und Avantgarde unter einen Hut zu bringen. Ray Kurzweil will ernsthaft den Tod überlisten und hat zu diesem Zweck zusammen mit dem Arzt Terry Grossman ein Diätbuch verfasst. Zeitweise hat der Altersdiabetes gefährdete Kurzweil 250 Pillen geschluckt – täglich. 

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Diäten und Anti-Aging-Kuren sind im Silicon Valley weit verbreitet. Steve Jobs hat sich zeitweise nur von Karotten ernährt. Ob Veganismus oder das Gegenteil, die fleischbetonte Steinzeit-Diät, alles findet Anhänger.

Ob Veganismus oder das Gegenteil, die fleischbetonte Steinzeit-Diät, alles findet Anhänger.

Auch der Wunsch nach einem ewigen Leben ist weit verbreitet. So hat Google vor Jahresfrist die Tochterfirma Calico vorgestellt, ein Biotech-Unternehmen. Es will Mittel und Wege finden, das Alter zu überwinden und so den Weg zum ewigen Leben entdecken. Wojcicki Brin, die getrennt von ihrem Ehemann lebende Frau von Sergey Brin, ist Biochemikerin und ebenfalls auf das Thema Anti-Aging spezialisiert. 

Die Kritiker

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Morozovs Abrechnung mit den Wunder-Gläubigen.  Bild: amazon

Der Machbarkeitswahn der IT-Elite stösst selbst in den eigenen Reihen auf Kritik. In seinem Buch «To Save Everything Click Here» rechnet Evgeny Morozov – ein anerkannter Fachmann – mit den Techno-Geeks ab. «Zu versuchen, die menschlichen Bedingungen zu verbessern, in dem man davon ausgeht, dass Menschen wie Roboter funktionieren, wird uns nicht weit bringen», stellt Morozov fest.

Noch härter geht Jaron Lanier mit Kurzweil & Co. ins Gericht. Lanier ist selbst ein Pionier der Virtuellen Realität-Szene, hat mehrere Unternehmen gegründet, ist Berater von Microsoft und hat das Drehbuch zu Spielbergs Kultfilm «Minority Report» verfasst. 

Cyber-Totalitarismus und digitale Maoisten

In seinem Buch «You are not a Gadget» bezeichnet Lanier Kurzweil und die Anhänger der Singularity-These als «Cyber-Totalitäre» und «digitale Maoisten». «Ideen, die einst in der obskuren Welt der künstlichen Intelligenz verstaut waren, sind mainstream geworden», stellt Lanier fest. Dabei werde davon ausgegangen, dass die ganze Welt ein riesiges Informationssystem sei und, dass «das Internet als Ganzes bald intelligenter sein wird als das menschliche Gehirn». 

«Was, wenn nur die Menschen real sind, aber nicht die Information?» »

Die Vertreter dieser Philosophie würden davon ausgehen, dass Computer die Menschen bald besser verstehen würden als die Menschen selbst. «Was aber», so Lanier, «wenn die Information keine Seele hat? Was, wenn es sich bloss um ein Artefakt der menschlichen Gedanken handelt? Was, wenn nur die Menschen real sind, aber nicht die Information?» 

(Gestaltung: Anna Rothenfluh)

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    Alle Leser-Kommentare
  • weisse Giraffe 12.08.2014 14:53
    Highlight Highlight Einer der bisher besten Artikel, den ich über die "innere Funktionsweise" der Silicon Valley Ökonomie gelesen habe, war in der Aprilausgabe der amerikanischen Wired. Online hier: http://www.wired.com/2014/04/no-exit/

    Es schildert den Krampf eines "normalen" Start-Ups jenseits des Hypes. Danach fragt man sich, ob es wirklich erstrebenswert ist, sein "eigenes Silicon Valley" zu haben.
  • fuphil 10.08.2014 21:29
    Highlight Highlight Die Internet-"Vordenker" mögen Ihre düsteren Pläne verfolgen, jedoch die Sharing Economy damit über einen Kamm zu scheren, halte ich für übereilt. Denn Teilen statt Besitzen ist von der Idee her immer noch besser als das klassische Wirtschaften.
    • Velofahrer 12.12.2014 10:16
      Highlight Highlight Das finde ich auch.
      Aber alles über den Kamm des Kapitalismus und Materialismus zu scheren ist noch verheerender.
      Dass immer alles rentieren muss bzw. hyper-effizient ist, ist sowieso ein Mythos, an den sich auch die vielzitierte heutige Marktwirtschaft nicht hält.

      Ja, es gibt ein Leben jenseits der Marktwirtschaft!
  • Statler 10.08.2014 20:10
    Highlight Highlight Irgendwie haben die glaub's alle «Snowcrash» von Neal Stephenson gelesen und es als Anleitung verstanden…
    unlike…
  • Statler 10.08.2014 20:03
    Highlight Highlight <Korinthenkackmodus>Norquist: «Heute gibt es zwei Parteien in Amerika. Die eine ist Uber, die andere die Steuerbehörde.»

    There are two political parties/movements in America. One is with UBER, the other is with the taxi commission. Choose.

    Die Übersetzung ist aber nicht wirklich gelungen - er spricht von der Taxi-Kommission, nicht von der Steuerbehörde… ;) </Korinthenkackmodus>
  • Armando 09.08.2014 21:47
    Highlight Highlight Interessant, aber nicht überraschend. Aus Amerika kommt nie Gutes, trotzdem wird es von der Mehrheit auch hier nachgeäfft.
    • goschi 10.08.2014 00:49
      Highlight Highlight Nie?
      Derart absolut urteilst du?
      Kannst du das auch begründen oder ist es schlicht dummer Populismus?
    • DavL 10.08.2014 19:58
      Highlight Highlight Benutzt du Google nie, Armando? Oder einen Computer?
  • Thomas F. 09.08.2014 20:05
    Highlight Highlight Toller Artikel. Danke.
    • goschi 10.08.2014 00:49
      Highlight Highlight Kann ich nur zustimmen!

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