Wissen
Antarktis

Forscher entdecken unkartierte Insel in der Antarktis

Unkartierte Insel im Weddellmeer.
Unkartierte Insel im Weddellmeer.(Foto: Alfred-Wegener-Institut / Christian Haas)

Forscher entdecken unkartierte Insel in der Antarktis

08.04.2026, 21:4708.04.2026, 21:47

Ein Expeditionsteam ist im antarktischen Weddellmeer, östlich von der Antarktischen Halbinsel auf eine bislang unbekannte Mini-Insel gestossen. Das 130 Meter lange und 50 Meter breite Eiland ist in keiner Seekarte verzeichnet. Das soll sich nun ändern.

Das deutsche Expeditionsschiff "Polarstern" inmitten arktischer Eisschollen. Seine Mission "Mosaic" - mit Beteiligung von drei Schweizer Teams - endet am Montag. (Archivbild)
Der Eisbrecher «Polarstern» in der Antarktis.Bild: sda

Die Forschenden sind in dem Gebiet seit Anfang Februar mit dem Eisbrecher «Polarstern» unterwegs, wie das Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Deutschland mitteilte. Wegen rauer Wetterbedingungen mussten die Forschungsarbeiten unterbrochen werden, um im Windschatten einer Insel Schutz zu suchen.

Plötzlich sei ein «Eisberg» aufgetaucht, «der irgendwie dreckig aussah», wie AWI-Wissenschaftler Dreutter sagte. Bei näherer Betrachtung habe sich herausgestellt, dass es sich dabei um eine rund 130 Meter lange, 50 Meter breite und 16 Meter hohe Insel gehandelt habe. Sie sei auf der Seekarte lediglich als unerforschte Gefahrenzone sowie eine Seemeile neben der tatsächlichen Position verzeichnet gewesen.

Die unkartierte Insel im Weddellmeer.
Die unkartierte Insel im Weddellmeer.Foto: Alfred-Wegener-Institut / Simon Dreutter

Die Insel sei zwar als Gefahrenzonen etwa eine Seemeile neben der tatsächlichen Position in der Seekarte eingezeichnet, fehle aber in anderen Datensätzen. Die Gründe dafür sind den Fachleuten noch unklar. Auf den untersuchten Satellitenbildern liess sich die Insel wegen ihrer Eisauflage kaum von den Eisbergen unterscheiden, die in der unmittelbaren Umgebung zahlreich umhertreiben.

Mit einer Drohne und einem Echolot sei das Eiland systematisch vermessen und erfasst worden. Noch habe die Insel keinen Namen, das soll sich aber ändern. Dafür müsse ein vorgesehener Prozess durchlaufen werden. Auch soll die Insel in internationale Seekarten und andere wichtige Datensätze eingefügt werden. (sda/dpa/dil)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Komm, wir kaufen uns eine Insel! Hier 8 der coolsten!
1 / 42
Komm, wir kaufen uns eine Insel! Hier 8 der coolsten!
Reif für die Insel? Nun, es gibt sie noch, die Zufluchtsorte, wo Privatsphäre vielleicht auch mal «Privatbesitz» bedeuten kann ... jawohl, wir reden hier von Inseln, die man sich kaufen kann. Klar – leisten können wir es uns nie. Aber träumen darf man ja. Bitte sehr: Île Cuhan, Bretagne
quelle: privateislandsonline.com / privateislandsonline.com
Auf Facebook teilenAuf X teilen
So schön sieht es in unerforschten Teilen der Antarktis aus
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
24 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
AAA+
08.04.2026 22:22registriert November 2025
Donald ist unterwegs
457
Melden
Zum Kommentar
avatar
The man who shot liberty valance
08.04.2026 22:26registriert September 2020
Atlantis .. endlich!
334
Melden
Zum Kommentar
avatar
Ameo
08.04.2026 22:28registriert Oktober 2025
Die wird mein eigener Zwergstaat. 😄
264
Melden
Zum Kommentar
24
Macht Alkohol wirklich kreativ? Das sagt die Forschung
Kurt Cobain, die Beatles oder Hemingway schufen ihre grössten Werke im Drogenrausch. Heute zeigen viele Künstler einen kritischen Umgang mit Alkohol. Ist der Konsum in der Kunst passé?
In einer Ecke des Café Slavia sitzt ein Mann vor einem Glas Absinth. Das Licht ist dunkel und neben ihm schwebt eine gespenstische Figur: die «grüne Fee» begegnet ihm im Rausch. Sie ist halb Halluzination, halb kulturelle Projektion. Das Gemälde von Viktor Oliva steht sinnbildlich für eine kulturelle Praxis um 1900, in der Alkoholexzesse kein Randphänomen sind, sondern etablierter Teil des künstlerischen Alltags. Alkohol, so der Glaube vieler Maler und Schriftsteller, ermöglicht kreative Höhenflüge.
Zur Story