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T. Rex, T-rex, Tyrannosaurus rex, Dinosaurier, Theropoden

Der Tyrannosaurus rex starb mit den restlichen Nicht-Vogel-Dinosauriern vor rund 66 Millionen Jahren aus. Bild: Shutterstock

Die Dinosaurier lebten auf der anderen Seite der Milchstrasse



Im Weltall rotieren eine ganze Menge Dinge. Die Erde dreht sich um sich selber, der Mond dreht sich um die Erde, diese wiederum dreht sich um die Sonne. Diese Drehbewegungen kennen wir bestens; sie bestimmen fundamentale Dinge wie den Wechsel der Jahreszeiten, die Mondphasen und Gezeiten, den Rhythmus von Tag und Nacht.

Oft vergessen wird dagegen, dass sich auch die Milchstrasse um sich selber dreht. Zudem bewegen sich Sterne und Nebel in unserer Balkenspiralgalaxie mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten – auch unser Sonnensystem, das sich derzeit im Orion-Arm der Milchstrasse befindet. Die Sonne ist etwa 25'000 Lichtjahre von deren Zentrum entfernt und umkreist dieses einmal in ungefähr 220 bis 240 Millionen Jahren – mit einer Geschwindigkeit von 267 Kilometern pro Sekunde. Ein solcher Umlauf wird manchmal auch mit dem Begriff «Galaktisches Jahr» umschrieben.

Das letzte Mal, als sich das Sonnensystem und damit auch die Erde in diesem Umlauf am selben Ort befanden, ist also rund 240 Millionen Jahre her. Vor 120 Millionen Jahren hielt sich unser Planet auf der anderen Seite der Milchstrasse auf – also während der Kreidezeit, in der die Dinosaurier das Leben auf der Erde dominierten.

Die amerikanische Astronomin Jessie Christiansen, die bei der Nasa arbeitet, hat diesen Umstand mit einer hübschen Animation illustriert. Sie hat die Reise der Sonne durch die Milchstrasse mit der Evolution der Dinosaurier kombiniert. Sie beginnt in der Trias, als die ersten Urechsen erschienen und sich das Sonnensystem das letzte Mal an der heutigen Stelle befand. Darauf folgen die geologischen Zeitalter Jura und Kreide, an deren Ende die Dinosaurier ausstarben.

Die Animation stellt die Verhältnisse allerdings stark vereinfacht dar; so bewegt sich darin die Milchstrasse nicht, was in der Wirklichkeit natürlich überhaupt nicht der Fall ist. Die Galaxis als Ganzes bewegt sich zudem durch den Raum; sie und die benachbarte Andromedagalaxie bewegen sich mit 120 Kilometer pro Sekunde aufeinander zu und werden in etwa drei Milliarden Jahren kollidieren. Das weiss Christiansen selbstredend auch, wie sie in diesem Tweet einräumt:

Dennoch handelt es sich um eine interessante Animation. Sie führt uns vor Augen, mit welchen ungeheuren Zeiträumen die Astronomen zu tun haben und wie riesig das Universum ist.

(dhr)

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«How Earth Moves.» Video: YouTube/Vsauce

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«Skylight: How Does Our Solar System Move Around the Milky Way?» Video: YouTube/American Museum of Natural History

Der kleinste Planet unseres Sonnensystems

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Video: srf

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Leider Geil 13.11.2019 06:59
    Highlight Highlight "Im Weltall rotieren eine ganze Menge Dinge"

    Da mysste ich auch an das Kosmische Netz denken. Das könnte wieder einige Dinge auf den Kopf stellen, die man bislang annahm.

    https://www.theguardian.com/science/2019/oct/03/scientists-observe-mysterious-cosmic-web-directly-for-first-time
    • blobb 13.11.2019 14:14
      Highlight Highlight Zum Beispiel?
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 12.11.2019 20:46
    Highlight Highlight Das Universum ist ~13 Mia. Jahre alt. Unser Sonnensystem ~4.6 Mia.
    In ~100 Mia. Jahren wird der Urknall nicht mehr nachweisbar sein. In ~1-100 Trillionen Jahre wird die Sternentstehung zum völligen Stillstand kommen. ~20 Trillionen Jahre später werden die letzten Sterne sterben. Übrig bleiben nur Weisse Zwerge, Neutronensterne und Schwarze Löcher. In einer Quadrillion Jahre wird unsere Sonne noch eine Temperatur von etwa -268°, also rund 5°C über dem absoluten Nullpunkt haben. ... In 10^10^120 Jahren wird das Universum das finale Energiestadium erreicht haben. Die Zeit hört auf zu existieren.
    • cuulmaenleu 13.11.2019 07:16
      Highlight Highlight Dazu kann ich folgendes Video empfehlen
      Play Icon
    • Ticasuk 13.11.2019 09:37
      Highlight Highlight Global (oder unversal?) gesehen ist das der Stand der Erkenntnis, ja. Wir sollten aber lokale Fluktuationen nicht ausser Acht lassen. Schliesslich sind wir eine :)
  • N. Y. P. 12.11.2019 20:25
    Highlight Highlight In 3 Milliarden Jahren crashen wir mit der Andromeda - Galaxie. Ich nehme jetzt sofort die Wäsche rein..
  • Nando333 12.11.2019 20:22
    Highlight Highlight Vielen Dank für diesen Bericht!
    Immer wieder faszinierend etwas neues über unser Universum zu erfahren!
    Ohne den Schluss von MIB (😉) vor dem inneren Auge zu haben, stelle ich mir vor, dass das Universum für uns zwar riesig und unendlich erscheint, es aber nur ein Mikro Kosmos einer Lebensform ist. Das Gehirn z.Bsp. 🤪
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 13.11.2019 06:15
      Highlight Highlight Dann müssen die Menschen entsprechend so etwas wie Krebszellen sein. Das Verhalten ist zumindest identisch.
  • Militia 12.11.2019 19:41
    Highlight Highlight Wenn man das weiter denkt jagt es einem doch glatt die Decke vom Schädel... Sehr cooler Artikel, bitte viel mehr davon!
  • rYtastiscH 12.11.2019 19:24
    Highlight Highlight Hahaha vsauce ❤️
  • AnDerWand 12.11.2019 19:00
    Highlight Highlight Bitte mehr davon
    • Caturix 12.11.2019 19:37
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte bleibe beim Thema und beachte die Kommentarregeln.
    • MisterM 12.11.2019 20:11
      Highlight Highlight Und weniger vom anderen Zeugs.

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