Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bereits in der Antike wurde der Lauf der Himmelskörper berechnet. Unsere klassischen Tierkreis-Sternbilder wurden von den Babyloniern bestimmt. 
Bild: Shutterstock

Viel früher als angenommen: Schon die Babylonier berechneten Planetenbahnen mit Geometrie

Vierzehn Jahrhunderte früher als bisher angenommen haben Astronomen den Lauf von Planeten geometrisch berechnet. Ein Forscher fand mithilfe einer neu entdeckten Tontafel heraus, dass schon die Babylonier dazu in der Lage waren.

28.01.16, 20:20 29.01.16, 08:29


Schon Astronomen im alten Babylon haben den Lauf der Himmelskörper mit Hilfe der Geometrie bestimmt. Das ist das Ergebnis einer Analyse, über die der Wissenschaftshistoriker Mathieu Ossendrijver von der Berliner Humboldt-Universität im Fachjournal «Science» berichtet.

Demnach berechneten sie zumindest die Bewegung des Jupiters entlang seiner Bahn auf diese Weise. Zuvor war man davon ausgegangen, dass es Berechnungen dieser Art erst im 14. Jahrhundert gab und die Astronomen im alten Orient nur arithmetisch rechneten, wie Ossendrijver in seinem Fachartikel schreibt.

Der Forscher analysierte drei bekannte und zwei bisher unveröffentlichte Keilschrifttafeln aus dem British Museum in London. Die Tontafeln stammen demnach aus der Zeit zwischen 350 und 50 vor Christus. 

Neu entdeckte Tafel brachte Aufschluss

Zwar enthalte keine der Tafeln Zeichnungen, erklärte Ossendrijver. Aus den Texten gehe aber hervor, dass die Figur, deren Fläche berechnet werde, ein Trapez sei. Dass sie jetzt neu interpretiert wurden, liegt demnach am Fund einer fünften und bisher unveröffentlichten Tafel, durch die sich die bisher als undeutbar geltenden Tafeln entschlüsseln liessen.

Die Neuinterpretation zeige, dass die babylonischen Astronomen zumindest gelegentlich auch geometrische Rechenmethoden verwendeten, erklärte Ossendrijver. Auf allen fünf Tafeln wird die tägliche Positionsveränderung des Jupiters entlang seiner Bahn beschrieben.

Ähnliche Berechnungen hatten später europäische Gelehrte genutzt. «Sie wurden jedoch mindestens vierzehn Jahrhunderte früher bereits durchgeführt», erklärt der Wissenschaftler. (sda/dpa)

Quiz: Wie gut kennst du unser Sonnensystem?

1.Unser Mond ist bei grösster Distanz rund 406'000 Kilometer von der Erde entfernt. Welche der anderen sieben Planeten hätten dann zwischen Erde und Mond Platz?
Die fünf kleinsten.
Die sechs kleinsten.
Alle sieben.
2.Bis auf Merkur und Venus haben alle Planeten in unserem Sonnensystem Monde. Welcher ist der grösste?
Shutterstock
Shutterstock
Titan
Shutterstock
Ganymed
Shutterstock
Kallisto
3.Welcher Planet ist kleiner als der grösste Mond?
Shutterstock
Shutterstock
Merkur
Shutterstock
Venus
Shutterstock
Mars
4.Jupiter ist der grösste der Planeten in unserem System. Wie gross ist sein Anteil an der Gesamtmasse aller Planeten?
Shutterstock
37 Prozent
52 Prozent
71 Prozent
5.Ein anderes Bild entsteht, wenn das Zentralgestirn, die Sonne, miteinbezogen wird. Wie gross ist deren Anteil an der Gesamtmasse des Sonnensystems?
Shutterstock
69,84 Prozent
88,79 Prozent
99,86 Prozent
6.Nichts ist schneller als Licht. Doch benötigt es rund acht Minuten, um von der Sonne zu uns zu gelangen. Wie lange unterwegs ist aber ein Photon, das im Inneren der Sonne entsteht, bis es deren Oberfläche erreicht?
Über 1 Million Jahre.
Über 10'000 Jahre.
Über 10 Jahre.
7.Der Mars ist kleiner als die Erde. Wie gross ist seine Oberfläche, wenn man sie mit der Erdoberfläche vergleicht?
Nasa
Wikipedia
So gross wie die gesamte Wasserfläche der Erde.
Wikipedia
So gross wie die gesamte Landfläche der Erde.
Wikipedia
So gross wie Europa und Asien zusammen.
8.Der Mars hat zwei kleine Monde, Phobos und Deimos. Welche der folgenden Aussagen zu den Marstrabanten ist frei erfunden?
Die Oberfläche von Phobos ist so gross wie die Fläche von London.
Phobos ist derjenige Mond im Sonnensystem, der sich am nächsten zu seinem Planeten befindet.
Phobos wird auf seiner Umlaufbahn seinerseits von Deimos umkreist.
9.Unser anderer Nachbarplanet, die Venus, zeichnet sich durch eine spezielle Eigenschaft aus. Welche?
Shutterstock
Sie hat nur am Südpol eine Eiskappe.
Sie besitzt kein Magnetfeld.
Der höchste Vulkan im Sonnensystem befindet sich auf der Venus.
10.Der Planet der Ringe, der Saturn, weist noch eine weitere Besonderheit auf. Welche ist es?
Nasa
Er rotiert so langsam, dass ein Tag länger dauert als ein Jahr.
Er hat mehr Monde als der Jupiter.
Seine Dichte ist so niedrig, dass er auf Wasser schwimmen würde.

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Isabelle Eberhardt, die Schweizerin, die als Mann durch die Wüsten Nordafrikas zog

Nur 27 Jahre alt ist diese faszinierende Frau geworden, die sich in toten Landschaften stets am lebendigsten fühlte.

Unter diesem anarchistischen Diktat wächst das Mädchen auf, in dessen Genfer Geburtsschein steht: «Fille naturelle» von Nathalie Eberhardt – die etwas nettere französische Bezeichnung für eine uneheliche Tochter. Isabelle bekommt nicht den Familiennamen de Moerder, ihr muss der Mädchenname ihrer Mutter genügen. Denn Madame de Moerder hat an diesem 17. Februar 1877 zum zweiten Mal ein Kind zur Welt gebracht, das sie mit ihrem Hauslehrer Alexander Trofimowski gezeugt hat.

Fünf Jahre zuvor ist er …

Artikel lesen