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So viel Gemüse kommt leider bei vielen Kindern sehr selten auf den Teller – oft auch, weil diese nicht erschwinglich oder erhältlich sind.
So viel Gemüse kommt leider bei vielen Kindern sehr selten auf den Teller – oft auch, weil diese nicht erschwinglich oder erhältlich sind. bild: shutterstock

5 Grafiken, die zeigen, was bei der Ernährung von Kindern falsch läuft

Heute ist Welternährungstag. Das Unicef hat dafür den «Bericht zur Situation der Kinder in der Welt» veröffentlicht. Wir zeigen die wichtigsten Punkte daraus in fünf Grafiken.
16.10.2019, 06:3722.10.2019, 12:18
Reto Fehr
Folgen

Gestern publizierte das Unicef den «Bericht zur Situation der Kinder in der Welt»:

Demzufolge leiden 200 Millionen Mädchen und Jungen unter den Folgen von unzureichender oder schlechter Ernährung. Das Resultat sind Unterernährung oder Übergewicht.

Bevor wir zu den Grafiken kommen, hier vier Punkte, die zum Nachdenken anregen:

  • 149 Millionen Kinder unter fünf sind aufgrund von Mangelernährung unterentwickelt, also zu klein für ihr Alter.
  • 50 Millionen Kleinkinder sind unterernährt, also zu dünn im Vergleich zu ihrer Grösse.
  • 340 Millionen Mädchen und Jungen – jedes zweite – leidet unter Defiziten durch fehlende Vitamine und Nährstoffe wie Vitamin A und Eisen.
  • 40 Millionen Kinder unter fünf sind übergewichtig oder fettleibig.

Unterernährung

Unterernährung ist vor allem in weiten Gebieten Afrikas sowie in Indien und Südostasien ein Problem. Während weltweit rund 50 Millionen Kinder davon betroffen sind (7,3 Prozent), steigt die Quote in den erwähnten Gebieten deutlich an.

Anteil unterernährter Kinder unter 5 Jahren

grafik: Unicef/watson

Wachstumsprobleme

Fast zwei Drittel der Kleinkinder zwischen sechs Monaten und zwei Jahren erhält nicht die richtigen Lebensmittel, um ihre körperliche und geistige Entwicklung zu fördern. Es besteht die Gefahr, dass sich ihr Gehirn nicht gut entwickeln kann und sie später Lernschwierigkeiten haben. Das Immunsystem der Kinder ist geschwächt, wodurch sich das Risiko für Infektionskrankheiten erhöht, die in vielen Fällen sogar zum Tod führen.

Oft ist aber auch die fehlende Option das Problem, wie Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta Fore sagt: «Millionen von Kindern ernähren sich ungesund, weil sie einfach keine andere Wahl haben. Die Art und Weise, wie wir Mangelernährung verstehen und bekämpfen, muss sich ändern: Es geht nicht nur darum, dass Kinder genug zu essen haben; es geht vor allem darum, dass sie das Richtige zu essen haben. Das ist unsere gemeinsame Herausforderung.»

Anteil Kinder unter 5 Jahren mit Wachstumsproblemen (Mangelernährung, Unterernährung oder Übergewicht)

grafik: unicef/watson

Abwechslung

Wenn Kinder dann ab ca. sechs Monaten feste Nahrung erhalten, ist dies oft die falsche Kost. Weltweit erhalten 45 Prozent der Kinder zwischen 6 Monaten und zwei Jahren weder Obst noch Gemüse zu essen, fast 60 Prozent essen weder Eier, Milchprodukte noch Fisch oder Fleisch.

Was Kinder zwischen 6 und 23 Monaten essen

grafik: unicef/watson

Fehlende Lebensmittel

Die Fülle von industriell stark verarbeiteten Lebensmitteln in Städten ebenso wie in abgelegenen Dörfern sowie ein grosses Angebot an Fast Food und stark zuckerhaltigen Getränken sorgen für ungesunde Ernährung.

Die Unicef teilt wichtige Lebensmittel in acht Gruppen ein. Mindestens fünf davon sollten zum regelmässigen Verzehr gehören. Weltweit trifft dies aber nur auf eines von drei Kleinkindern zu.

6 bis 23 Monate alte Kinder, die mindestens 5 der 8 Lebensmittelgruppen essen:

grafik: unicef/watson

Ernährung und Wohlstand

Auch der Wohlstand hängt mit der Ernährung zusammen. Die grösste Last von Unter- und Fehlernährung in all ihren Formen haben Kinder und Jugendliche der ärmsten und am meisten benachteiligten Gemeinschaften zu tragen. In den ärmeren Haushalten nimmt nur jedes fünfte Kleinkind zwischen sechs Monaten und zwei Jahren die nötige abwechslungsreiche Nahrung zu sich, die es für ein gesundes Wachstum braucht.

grafik: unicef/watson
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15 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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P. Meier
16.10.2019 09:06registriert März 2017
Für mich überraschende Grafiken zu 1 und 2. Von den nördlichen Ländern sind keine Daten verfügbar und z, B. Südamerika hat kaum unterernährte Kinder aber Entwicklungsstörungen durch mangelnde oder falsche Ernährung. Da hääte ich noch gerne eine Erklärung dazu.
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lilie ❤ Bambusbjörn
16.10.2019 07:40registriert Juli 2016
Finde den Bericht ziemlich einseitig und stark aus eurozentrischer Sicht verfasst. In vielen Ländern/Kulturen werden Kleinkinder bis 2 Jahre gestillt (im Bericht: 3/4 aller Kinder weltweit). Muttermilch als Mangelernährung einzustufen, finde ich hanebüchen! Wenn es dann zu Unterernährung kommt, müsste man wohl eher die Ernährung der Mutter ansehen.
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lilie ❤ Bambusbjörn
16.10.2019 07:35registriert Juli 2016
Ich glaube nicht, dass Giuliani und Pence den Unicef-Bericht geklaut haben: 😉
5 Grafiken, die zeigen, was bei der Ernährung von Kindern falsch läuft
Ich glaube nicht, dass Giuliani und Pence den Unicef-Bericht geklaut haben: 😉
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