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(Schweizer) Forscher entdecken Riesenplaneten um Weissen Zwerg



FILE - This July 14, 2019, file photo, shows a telescope at the summit of Mauna Kea, Hawaii's tallest mountain. The National Science Foundation has launched an informal outreach to Hawaii about possible funding efforts for the stalled Thirty Meter Telescope project. The Honolulu Star-Advertiser reported the effort by the nation's top funder of basic research could lead to a huge influx of cash for the astronomy project on Mauna Kea with an estimated cost of $2.4 billion. Funding efforts could also trigger a regulatory process adding two years or more to the construction timeline. Telescope opponents who demonstrated for months say the project on the state's tallest mountain would desecrate land considered sacred by some Native Hawaiians. (AP Photo/Caleb Jones, File)

Bild: keystone

Erstmals haben Forschende einen intakten Riesenplaneten entdeckt, der den Untergang seines Sterns überlebte. Das berichtet ein internationales Team mit Beteiligung von Berner Astrophysikern im Fachmagazin «Nature».

Stirbt ein sonnenähnlicher Stern, bläht er sich zu einem Roten Riesen auf. Später kollabiert dieser Himmelskörper zu einem massenreichen Weissen Zwerg. Bisher hielt man es für unwahrscheinlich, in der Nähe von solchen Sternenresten Planeten zu finden.

Nun aber entdeckte ein internationales Forschungsteam einen Riesenplaneten mithilfe des Weltraumteleskops TESS der Nasa. Sie tauften ihn auf den Namen WD 1586 b. Die Berner Forschenden leiteten eine photometrische Analyse.

Ein kühler Planet

Der Gasplanet ist viel grösser als der Weisse Zwerg, den er alle 1.4 Tage umkreist - etwa 20 Mal näher als Merkur die Sonne umrundet. Das Team geht davon aus, dass der gasförmige Planet lange nachdem der Stern aus seiner Roten-Riesen-Phase geschrumpft war, in die nahe Umlaufbahn geriet. Andernfalls wäre er nämlich verschlungen worden.

Der gasförmige Planet besitzt nicht mehr als die 14-fache Masse des Jupiters. Seine Temperatur beträgt höchstens 17 Grad Celsius. Das fanden die Forschenden mithilfe des Nasa-Weltraumteleskops Spitzer heraus.

Jupiter und Saturn können sich womöglich retten

In einigen Milliarden Jahren verkommt auch unsere Sonne zu einem Weissen Zwerg. Während der Roten-Riesen-Phase werden Merkur und Venus wohl verschlungen - möglicherweise auch die Erde. Die Gasplaneten des Sonnensystems können sich vielleicht retten.

Bereits im vergangenen Jahr berichteten Forschende von einer Gasscheibe, die einen Weissen Zwerg umkreist. Das Gas scheint eine ähnliche Zusammensetzung wie Neptun und Uranus zu haben. Deshalb vermuteten sie, dass das Gas von einem Planeten stammen könnte. Entdeckt wurde er jedoch nicht.

(aeg/sda)

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • SirStonealot 16.09.2020 22:28
    Highlight Highlight Die 14-fache Masse des Jupiter?? Wow, wenn man bedenkt, das Jupiter 2,5 mal mehr Masse besitzt als die restlichen 7 Planeten unseres Sonnensystems zusammen, kann man sich in etwa ausmalen, um was für einen Giganten es sich dabei handeln muss 😮
  • Pana 16.09.2020 20:42
    Highlight Highlight "Jupiter und Saturn können sich womöglich retten"

    Endlich mal positive News im 2020. Darauf trink ich.
    • Keller Baron 16.09.2020 20:48
      Highlight Highlight Auf Jupiter und Saturn 🍻

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