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Ältere Frau mit Stinkefinger

Na denn … Bild: shutterstock.com

Studie zeigt: 90 Prozent der Menschen haben Vorurteile gegenüber Frauen



Die Zahl sitzt: Rund 90 Prozent der Menschen auf der Welt hegen Vorurteile gegen Frauen. 90 Prozent aller Menschen – denn befragt wurden auch Frauen. Dies zeigt eine Studie des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen, die die Uno anlässlich des internationalen Tages der Frauenrechte veröffentlicht hat.

«Männer sind die bessere Führungskräfte in Politik und Wirtschaft als Frauen. Das Studium ist für einen Mann wichtiger als für eine Frau. Männer sollten auf dem Arbeitsmarkt bevorzugt behandelt werden, wenn Arbeitsplätze knapp sind.»

Neun von zehn Menschen in der Welt – darunter auch Frauen – haben zumindest ein solch verzerrtes Weltbild. Das schliesst die Uno auf der Basis von Daten aus 75 Ländern, die mehr als 80 Prozent der Weltbevölkerung repräsentieren.

Der Anteil von Personen, die solch diskriminierende Ansichten haben, ist in Pakistan (99.8 Prozent) am höchsten, gefolgt von Katar (99.7 Prozent) und Nigeria (99.7 Prozent). Andorra (27.0 Prozent), Schweden (30.0 Prozent) und die Niederlande (39.7 Prozent) hegen in Europa zu einem geringeren Teil solche Vorurteile.

Schweiz im Mittelfeld

In Frankreich glaubt eine von zwei Personen an solche sexistischen Irrlehren. Für die Schweiz hat die Uno-Organisation einen ähnlichen Wert ermittelt, wie ihn der westliche Nachbar Frankreich aufweist.

Allerdings sind bei der Befragung die unterschiedlichen Termine für die Datenerhebung zu beachten. Während die Uno-Organisation die Zahlen für die Schweiz, Frankreich und Andorra für den Zeitraum 2005 bis 2009 erhoben hat, basieren die Angaben für Schweden und die Niederlande auf Daten aus den Jahren 2010 bis 2014.

Der Kampf des Chefs gegen seine jungen Mitarbeiterinnen

Video: Roberto Krone

Tief verwurzelte Vorurteile

Die vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) erhoben Daten zeigen, dass trotz jahrzehntelanger Fortschritte weiterhin unsichtbare Grenzen zwischen Männern und Frauen bestehen. «Der Kampf für die Gleichstellung der Geschlechter geht weiter. Es gilt, die tief verwurzelten Vorurteilen zu bekämpfen», so die UNDP.

Die Erfolge, die bei den Themen Gesundheit und Bildung erzielt worden seien, müssten nun auf weitere schwierige Themen ausgeweitet werden. Männer wie Frauen müssten ihre noch bestehenden Vorurteile überwinden, um einer echten Gleichstellung zum Durchbruch zu verhelfen. Die Regierungen aller Staaten sollten dies unterstützen.

Nur so lasse sich auch die schockierende Aussage in der UNDP-Statistik ein für allemal aus der Welt schaffen, dass 28 Prozent der Menschen auf der ganzen Welt glauben, es sei normal, dass eine Mann seine Frau schlägt. (sda/afp)

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98Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • 34RS90 06.03.2020 12:54
    Highlight Highlight Alle Menschen haben Vorurteile gegenüber anderen.
  • rüeblisaft 06.03.2020 10:52
    Highlight Highlight Es ist schon bedenklich, wenn man die Herz/Blitzverteilung in den Kommentaren anschaut, und sieht, wie die Mehrheit der Leser dieses Artikels zu Sexismus steht. Am Sonntag ist Internationaler Frauentag, an dem für Gleichheit gekämpft wird. Wer ist gegen Gleichheit, ausser diejenigen, die etwas zu verlieren haben?
    • John Steam in the snail hole 06.03.2020 11:08
      Highlight Highlight Am Frauentag wird (meines Wissens) fürs Gleichberechtigung gekämpft und das völlig zurecht, ich bin für 100% Gleichberechtigung (und Verpflichtung). Ich betrachte es als freudschen Versprecher dass du hier von "Gleichheit" schreibst, denn das kann nicht das Ziel sein. Die Geschlechter werden nie "gleich" sein und das ist auch gut so.
    • Matrixx 06.03.2020 12:00
      Highlight Highlight Gleichheit ist, wenn keine Unterschiede bestehen.
      Zwischen zwei unterschiedliche Sachen kann aber kein Gleichheitszeichen gesetzt werden.
      Die Welt braucht faire Behandlung (equity), keine gerechte Behandlung (equality).
      Benutzer Bild
    • rüeblisaft 06.03.2020 15:27
      Highlight Highlight Ja natürlich meine ich Gleichberechtigung. Entschuldigt meinen Fehler:)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hans Jürg 06.03.2020 10:38
    Highlight Highlight Sind da nur die negativen Vorurteile erhoben worden oder auch die positiven?
  • Bruno Wüthrich 06.03.2020 10:26
    Highlight Highlight Dass in der Schweiz - und nur bei uns können wir dies ja beeinflussen - die Datenerhebung ungefähr anderthalb Jahrzehnte zurück liegt, erachte ich als erheblich. In den letzten 15 Jahren hat sich bei uns einiges getan. Und seien wir ehrlich: Ganz aus der Welt schaffen werden wir gewisse Vorurteile wohl nie.
    Als komplett illusorisch erachte ich, dass zeitnah die Zustände in Pakistan, Nigeria etc. geändert werden können. Das sind komplett andere Kulturen und Religionen. Solche Länder werden sich jegliche Einmischung verbitten. Dort werden ja die Vorurteile auch von den Frauen mitgetragen.
  • landre 06.03.2020 10:25
    Highlight Highlight Solche Studien darf man eigentlich schnell einmal in der Sparte "heisse Luft" einordnen und archivieren.
    Vor allem da diese hauptsächlich auf Klischees basieren, welche man genau so gut auf Männer projizieren kann...

    Solche Studien dienen nur den Zwisten und den sozialen sinn- und inhaltslosen Spaltungen zwischen Mann und Frau.
  • Roblock 06.03.2020 09:56
    Highlight Highlight Habe gehört es gibt sogar Leute die den Irrglauben haben Männer seien die besseren Skifahrer, Fussballer oder Sprinter als Frauen. Dafür können Frauen vieles anderes besser
    Es gibt nun mal Unterschiede zwischen Mann und Frau. Daher sind diese "Vorurteile" evt. nicht so ganz aus der Luft gegriffen.
    • John Steam in the snail hole 06.03.2020 10:06
      Highlight Highlight Objektiv betrachtet sind sie das auch. Die schnellste Ski-Fahrerin der Welt wird niemals so schnell sein, wie der schnellste Ski-Fahrer der Welt. Aber was spielt das für eine Rolle?? Es zeigt ja nicht die individuelle Leistung auf, diese ist ja eben individuell. Für mich bringt eine Spitzensportlerin die selbe Leistung wie ihr männliches Pendant, auch wenn die objektive Leistung (Zeit/Distanz/usw) "schlechter" ist. Ganz ehrlich, die ganze Diskussion führt doch zu nichts...
    • Tagedieb 06.03.2020 10:09
      Highlight Highlight Miss dich mal mit Lara Gut. Merksch öppis?
    • BVB 06.03.2020 11:10
      Highlight Highlight Also der Männerfussball ist definitiv besser als der Frauenfussball.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fendant Rüpel 06.03.2020 09:55
    Highlight Highlight hat vielleicht nur indirekt mit dem Beitrag zu tun, jedoch wie interpretiert Ihr bezüglich Diskriminierung/Gleichberechtigung den folgenden Leitsatz?

    " Frauen und Kinder zuerst"

    Ist dies eine Diskriminierung gegenüber Männern?
    Wird mit dieser Aussage der Gesellschaft indirekt vermittelt dass die Frauen "das schwächere Geschlecht" sind? Ist es möglich einem Kind diesen Leitsatz zu erläutern, ohne in die Vorurteilkiste zu greifen?
    Ich habe mich bei diesen Gedanken(leider) selbst ertappt,wie mir unbewusst im Kopf umherschwirrte dass halt die Frau das "schwächere Geschlecht" ist..(shame on me)
    • äti 06.03.2020 10:07
      Highlight Highlight Sind sie eben nicht, sie werden so gemacht. Siehe Religionen etc.
    • CaptainObvious 06.03.2020 10:28
      Highlight Highlight Das hat nichts mit dem schwächeren Geschlecht zu tun.

      In Krisensituationen gilt es den Fortbestand der eigenen Sippe sicherzustellen.

      Frauen werden vor Männern gerettet, da sie für die Fortpflanzung den Flaschenhals bilden. Während eine Frau im Extremfall einmal pro Jahr Nachwuchs gebären kann, könnte ein Mann innerhalb dieses Jahres sehr viel Nachwuchs zeugen.
      Kinder werden gerettet, weil der Mensch sehr lange intensive Pflege benötigt bis er fähig ist selbstständig zu leben und entscheiden.
      Entsprechend ist es wichtig den bereits geborenen und teils aufgezogenen Nachwuchs zu schützen.
  • Miky 06.03.2020 09:44
    Highlight Highlight Mich schockiert der letzte Absatz:
    28 Prozent der Menschen auf der ganzen Welt glauben, es sei normal, dass eine Mann seine Frau schlägt.
    Das finde ich viel schlimmer als die 90%
    • äti 06.03.2020 10:10
      Highlight Highlight Nun, wenn Indien, Bangladesh, Saudi etc mitgezählt wird sind die 28% eher tief.
  • doomsday prophet 06.03.2020 09:32
    Highlight Highlight das heisst rund 3.52 milliarden frauen haben vorurteile gegenüber frauen....
  • Magenta 06.03.2020 09:23
    Highlight Highlight Vorurteile sind praktisch überlebenswichtig. Unser Hirn MUSS mit gewissen "Vorurteilen" und Erfahrungswerten arbeiten. Sonst wäre es permanent überlastet. Vorurteile entstehen durch Weitergabe von Erfahrungen, durch Instinkt und eigene Erfahrungen; sie sind damit auch Schutz vor Gefahren.

    Die Frage ist, was wir mit unseren Vorurteilen tun. Nehmen wir sie einfach bewusst zur Kenntnis und setzen uns von Zeit zu Zeit darüber hinweg? Oder lassen wir uns durch sie unterbewusst steuern? Oder bestärken wir uns sogar aktiv darin, indem wir den Kontakt mit entsprechenden Menschen oder Dingen meiden?
    • Emil22 06.03.2020 09:37
      Highlight Highlight Well spoken.
    • mbr72 06.03.2020 09:45
      Highlight Highlight Genau so ist's...
    • solomon london 06.03.2020 10:13
      Highlight Highlight Und all diese Kommentare hier zeigen, dass wir sie lieber im Unbewussten lassen als uns damit auseinander zu setzten.
  • John Steam in the snail hole 06.03.2020 08:57
    Highlight Highlight Männer sind die erfolgreicheren (NICHT besseren!) Führungskräfte, weil sie logischer denken und weniger Empathievermögen haben. Frauen haben von Natur aus eine nähere Bindung zum Nachwuchs und sind deshalb für die Erziehung besser geeignet. Männer sind körperlich leistungsfähiger als Frauen. Frauen sind einfühlsamer als Männer. Männer leiden häufiger darunter, ihren Gefühlen keinen Ausdruck geben zu können. Frauen weinen öfters als Männer. Männer interessieren sich eher für Technik, Frauen eher für Ästhetik. Männer sind aggressiver. Frauen sind empfindlicher. Das ist erlebte Realität. Blitz me
    • Holzkopf 06.03.2020 09:04
      Highlight Highlight Na, da bin ich wohl zu grossen Teilen eine Frau...kann mich damit abfinden.

      Ob man tatsächlich auseinanderhalten kann, was an deiner erlebten Realität "Natur/Genetik" ist und was Sozialisierung, das wage ich zu bezweifeln.
    • Macke 06.03.2020 09:11
      Highlight Highlight Die meisten deiner Aufzählungen sind wissenschaftlich seit Jahren/Jahrzehnten widerlegt - nur dass Männer häufiger darunter leiden, dass sie ihre Gefühlen nicht ausdrücken können, stimmt. Ich empfehle dir das Buch "Unsichtbare Frauen", dann musst du beim nächsten Mal keine "Fake News" erzählen. Am erfolgreichsten sind gemischte Führungsteams, die nähere Bindung zum Nachwuchs kann von den Männern über vermehrte Erziehungsarbeit (z. B. zwingender Vaterschaftsurlaub über mehrere Monate) aufgebaut werden usw.
    • John Steam in the snail hole 06.03.2020 09:14
      Highlight Highlight Holzkopf, ja geht mir genau so. Bin auch ein eher "weicheres" männliches Exemplar. Trotzdem treffen oben genannte Facts auf die grosse Masse zu, was ja auch ok ist (Ausnahmen bestätigen die Regel). Die Blitze zeigen, wie die Leute Mühe haben, biologische Facts anzuerkennen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dong 06.03.2020 08:57
    Highlight Highlight Etwas Nachhilfe in wissenschaftlicher Methodik: Eine Studie „zeigt“ erstmal überhaupt nichts! Eine Studie ist bestenfalls der Anfang wissenschaftlicher Arbeit, und irgendwann entsteht ein Konsens. Aber eine Studie kann auch falsch sein, kann gut oder schlecht sein, eine Studie ist ein Puzzleteil. „Deutet darauf hin“ wäre eine adäquate Formulierung.
  • Weiterdenker 06.03.2020 08:29
    Highlight Highlight Jeder hat Vorurteile. Das ist ja auch natürlich und nicht unbedingt etwas schlimmes, solange man Anstand und Respekt hat. Oft haben Vorurteile ja auch einen wahren Aspekt, der dann aber auch oft schnell widerlegt wird, wenn das Vorurteil auf jemanden nicht zutrifft. Vorurteile werden erst problematisch, wenn man sie als wahre Tatsachen ansieht und auf diesen "Tatsachen" verharrt.
    • rüeblisaft 06.03.2020 09:02
      Highlight Highlight Diese Vorurteile führen zu einer Lohnungleichheit, zu Gewalt gegen Frauen, zu ungleichen Berufsaussichten in den oberen Etagen. Finden Sie, das qualifiziert nicht als „problematisch“?
    • Macke 06.03.2020 09:18
      Highlight Highlight Und genau das ist das Problem bei Geschlechtsstereotypen: Das Vorurteil, dass Männerkörper besonders gut für Medikamententests sind, während Frauenkörper besonders kompliziert sind, führte dazu, dass Frauen oft nicht in medizinische Studien einbezogen werden. Deshalb sind die meisten "neuen" Medis für Frauen ein Lottospiel - wirkts, wirkts nicht? Teilweise sind sie tödlich. Und das nur, weil medizinische Forschungseinrichtungen Vorurteile gegenüber Frauen und Männern haben.
    • rüeblisaft 06.03.2020 10:42
      Highlight Highlight Die Tatsache, dass Mackes Kommentar mehr Blitze als Herzen hat, spricht Bände
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sauäschnörrli 06.03.2020 08:02
    Highlight Highlight „Männer sind die bessere Führungskräfte in Politik und Wirtschaft als Frauen.“

    „Das Studium ist für einen Mann wichtiger als für eine Frau.“

    Auch wenn sie positiv besetzt sind, sind es doch auch Vorurteile gegenüber Männern. Dasselbe mit positivem Rassismus, es bleibt Rassismus, auch wenn die Betroffenen ihn vielleicht als weniger störend wahrnehmen.
    • rüeblisaft 06.03.2020 09:05
      Highlight Highlight Und was ist genau der Sinn dieser Aussage? Ihr armen Männer, alle glauben, dass ihr die besseren Führungskräfte seid. Soll ich euch nen heissen Tee machen, damit ihr euch wieder besser fühlt?
    • Sauäschnörrli 06.03.2020 09:28
      Highlight Highlight Der Sinn dieser Aussage wäre: es gibt kein alleiniges Opfer, es werden Menschen Eigenschaften zugeschrieben die vielleicht gar nicht in ihrem Naturelle entsprechen und damit Erwartungen gestellt, die das Gegenüber vielleicht gar nicht erfüllen kann. Egal ob diese Erwartungen jetzt positiv oder negativ sind.

      PS: krieg ich vielleicht auch ein Sandwich? Mit extra viel Fleisch und ohne Salat. Wir Männer lieben nämlich Fleisch.
    • 97ProzentVonCH68000 06.03.2020 10:35
      Highlight Highlight Weder Männer noch Frauen sind Rassen. Deswegen kann es kein Rassismus sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rethinking 06.03.2020 07:59
    Highlight Highlight Ich würde sagen 100% der Menschen haben Vorurteile gegenüber dem Einen oder Anderen...
  • McStem 06.03.2020 07:58
    Highlight Highlight Wir alle haben Vorurteile. Z.Bsp. gegenüber Frauen, Männern (unsensibel, nicht Multitaskingfähig), Flüchtlingen (kriminelle Vergewaltiger) oder Deutschen (Arrogant und laut). Dieses denken hilft uns Menschen schnell Entscheidungen treffen zu können.

    Wichtig ist deshalb zu lernen, dass Vorurteile meist falsch sind (im Sinne von nicht alle sind so) und dementsprechend den eigenen Vorurteilen zu misstrauen. So wäre die Welt ein besserer Ort.
  • 3klang 06.03.2020 07:56
    Highlight Highlight Schade, dass die Zahlen aus der Schweiz nicht aktueller sind (10-15 Jahre alt). Seit der Zeit der Datenerhebung ist z.B. die Anzahl Frauen, welche die Tertiärstufe (Uni, FH...) durchlaufen haben massiv gestiegen. Mittlerweile haben Sie sogar die Männer überholt.

    Das ist nur eines von vielen Themen, welches sich seit der Studie (zurecht) zugunsten der Frauen verbessert hat.

    Mein Gefühl sagt mir, dass wir mittlerweile näher beim Resultat der Schweden oder Niederländer sind, als bei den 50% von vor 10-15 Jahren.

    Quelle: bfs.admin.ch
    Benutzer Bild
  • Cirrum 06.03.2020 07:54
    Highlight Highlight Ich kenne viele Frauen, die sich unter Frauen wohl, jedoch in einer Männergruppe sich unterlegen und nervös fühlen... Also hat das nicht unbedingt was zu tun, das alle Menschen sowieso Vorurteile haben wie in den meisten Kommentaren geschrieben ist..
    • Holzkopf 06.03.2020 08:35
      Highlight Highlight Ich fühle mich in Frauengruppen auch wohler als in Männergruppen. Warum? Weil ich das Gefühl habe, viele Männer müssten ihre Verletzlichkeit hinter Imponiergehabe verstecken. Meines Erachtens leiden viele Männer unter der unbewussten Angst, als „Weicheier“ abgestempelt zu werden, wenn sie authentisch sind.
      Dies hängt leider auch mit unserer Sozialisierung zusammen und vorverurteilenden Zuschreibungen, die von den selben 90% kommen wie den oben genannten...
    • Holzkopf 06.03.2020 08:47
      Highlight Highlight Beispiel, wie Vorurteile sich gegenseitig bedingen:
      Wer - allen voran - entwertet berufstätige Mütter?

      1. Männer, die denken, Väter seien Ernährer und Mütter erziehen. Männer, welche also gleichzeitig Angst haben müssen, als Verdiener zu versagen und denken, sie seien schlechte Erzieher/ Hausmänner.

      2. Frauen mit exakt den selben Vorurteilen, nur dass sie sich mit der gegenteiligen Rolle identifizieren. Sie denken, dass Mütter nicht genügten, wenn sie arbeiteten. Und auch sie entwerten Männer in der Vaterrolle.

      So sind Vorurteile nie gezielt gegen ein Geschlecht, sondern immer gegen beide.
    • Holzkopf 06.03.2020 10:18
      Highlight Highlight Was ich noch anmerken muss: Mein "Unwohlsein" in Männergruppen beruht zu einem Teil ebenfalls auf Vorurteilen meinerseits. Seit ich mich nämlich auch unter Männern (vor denen man amgeblich "cool und erfolgreich" sein muss) von meiner verletzlichen Seite zeige, fühle ich mich auch unter Männern wohler. Und ich wurde ehrlich gesagt noch nie deswegen entwertet, es war viel mehr immer sehr schön und gegenseitig bereichernd.

      Das Unwohlsein hatte ev. gar nichts mit den Männern zu tun, sondern mit meinen Erwartungen, welche sich als selbsterfüllende Prophezeihung erwiesen haben...
  • Kronrod 06.03.2020 07:45
    Highlight Highlight In Kulturen, die ein traditionelles Familienmodell bevorzugen (Mann geht arbeiten, Frau sorgt für die Kinder), ist es tatsächlich wichtiger, dass Männer gute Jobs finden und eine gute Ausbildung haben. In solchen Kulturen ist deshalb die Aussage “Das Studium ist für einen Mann wichtiger als für eine Frau” objektiv wahr. Ein verzerrtes Weltbild haben diejenigen, die das Anerkennen dieser Tatsache mit Vorurteilen verwechseln. Man muss das nicht gut finden, aber in Kulturen mit unterschiedlichen Geschlechterrollen sind nun mal verschieden Fähigkeiten für Männer und Frauen unterschiedlich wichtig.
  • Holzkopf 06.03.2020 07:37
    Highlight Highlight Der Artikel suggeriert, dass diese Vorurteile gezielt gegen Frauen gerichtet seien.
    Die Vorurteile beziehen sich aber nicht einfach auf Frauen, sondern auf Geschlechterrollen ganz generell, und dies gilt es zu bekämpfen.
    Wer Vorurteile gegen Frauen hat, hat automatisch auch welche gegen Männer.
    Das ist kein Whataboutism, sondern es beschreibt die übergeordnete Eigenschaft von Vorurteilen...und es holt einzelne Geschlechter aus einer Opferposition heraus. Wir alle sind davon betroffen, dass, egal wer und wie wir sind, uns gewisse Merkmale einfach zugeschrieben werden aufgrund des Geschlechts.
    • Holzkopf 06.03.2020 07:54
      Highlight Highlight Weil ich bestimmt missverstanden werde: Natürlich gilt es, die Vorurteile zu bekämpfen, welche z.B. Frauen bzgl. Chancengleichheit/Lohngleichheit im Job widerfahren.
      Ich sage auch gar nicht, dass Frauen dort nicht gegenüber Männern benachteiligt seien.
      Es geht mir um den Aufhänger an den 90%. Als ob 90% der Menschen Vorurteile hätten gegen Frauen, aber nur wenige % Vorurteile gegen Männer.
      Es bedingt sich eben gegenseitig und muss auch insgesamt bekämpft werden.
      Die Vorurteile zeigen sich einfach in unterschiedlichen Bereichen, wodurch Frauen insb. im Bereich "Finanzielles" benachteiligt sind.
    • ceciestunepipe 06.03.2020 08:47
      Highlight Highlight Bin deiner Meinung.
      Aber ich glaube, der Mensch ein Einteiler ist. Also jemand, der einteilt. In Kategorien, Schubladen, Kriterien, etc.
      Das Bewusstsein dafür muss geschaffen werden und wann immer möglich sollte man Mitmenschen erlauben, aus den Schubladen rauszuklettern und in eine andere reinzuschlüpfen oder eine neue Schublade zu kreieren. Aber ganz abschaffen geht wohl nicht...
      Aber wichtig wäre, dass wir erkennen, dass alle Schubladen Teil des grossen Ganzen, des Möbelstücks, der Menschheit, der Welt sind und somit gleichberechtigt und wichtig!
    • Holzkopf 06.03.2020 08:59
      Highlight Highlight Genau. Vorurteile haben eben auch ihren psychologisch-funktionalen Stellenwert. Sie helfen, sehr komplexe Sachverhalte überschaubar zu machen. Sie helfen, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen, ohne die Zukunft tatsächlich zu kennen etc.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kiro Striked 06.03.2020 07:36
    Highlight Highlight Ich denke jeder hat Vorurteile über andere Leute, das ist glaub relativ normal, die Frage ist nur, lasse ich diese Vorurteile die Überhand gewinnen?

    Sei es Aufgrund des Geschlechts, der Herkunft, der Hautfarbe, der Aussprache, der Politischen Gesinnung, und 10000 Gründe mehr.
  • Badummtsss 06.03.2020 07:21
    Highlight Highlight 100% der Menschen haben Vorurteile gegen Menschen.
    • Triumvir 06.03.2020 08:02
      Highlight Highlight 100 Prozent Zustimmung!
  • Hugo Schweizer 06.03.2020 07:19
    Highlight Highlight Nicht schlecht. Stolze 10% der Menschen sollen also völlig vorurteilsfrei gegenüber Frauen frei? Schonmal ein guter Anfang.
  • Guido Zeh 06.03.2020 07:18
    Highlight Highlight Wie wäre es mit diesem Vorurteil: Umfragen sind das beste Mittel, die Wahrheit über die verhandelte Sache (Demokratie) oder den Befragten / die Befragte oder den Befrager / die Befragerin ans Licht zu rücken?
  • J-ME 06.03.2020 07:15
    Highlight Highlight Neulich sah ich bei Terra X, dass im späteren Mittelalter nur Männer zur Schule gehen durften. Die Mädchen wurden ins Kloster gesteckt oder zum Arbeiten gebraucht. (letzteres betraf Jungen aus armen Verhältnissen genauso.) Ob das wohl noch immer mit dem zusammenhängt?
    • McStem 06.03.2020 08:14
      Highlight Highlight Es hängt wohl insofern zusammen, dass es die gleiche Ursache hat. Zum Beispiel findest du auch davor sehr viele herrschende Könige, Kaiser, Fürsten etc., aber kaum herrschende Königinnen, Kaiserinnen, Fürstinnen, etc. (einzig Kleopatra fällt mir da auf anhieb ein).

      Wie die Männer aber in die Rolle als "Anführer" oder "Patriarch" gekommen sind, entzieht sich meines Wissens.
    • Holzkopf 06.03.2020 09:12
      Highlight Highlight Vielleicht hat die Anführerrolle damit zu tun:
      Früher herrschte das Gesetz des Stärkeren, es regiert der stärkste und geschickteste Kämpfer...Männer haben hormonbedingt ein etwa neunmal schnelleres Muskelwachstum als Frauen und sind tendenziell grösser. Sie sind im Schnitt körperlich überlegener.
    • rüeblisaft 06.03.2020 10:46
      Highlight Highlight J-ME wie kommst du denn aufs Mittelalter? Noch bis vor 50-60 Jahren nahmen viele Gymnasien in der Schweiz (und in vielen anderen Ländern) keine Frauen auf.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Merida 06.03.2020 07:15
    Highlight Highlight Verzeiht mir bitte meine Direktheit, aber ich finde das zum 🤮.
    (Genau wie alle anderen Vorurteile...)
    • Merida 06.03.2020 10:41
      Highlight Highlight Adam, da bin ich auch deiner Meinung. Das bezeichne ich aber nicht als Vorurteil.
      Unter Vorurteilen die ich zum 😤 finde, verstehe ich eine ungerechtfertigte Vorverurteilung mit unfairen Konsequenzen.
  • Nick Name 06.03.2020 06:49
    Highlight Highlight Den Aufmacher finde ich höchst ungeschickt: Vorurteile haben wohl 90% der Menschen gegenüber allem, also auch gegenüber Männern (z.B.: «Männer sind die bessere Führungskräfte in Politik und Wirtschaft als Frauen. Das Studium ist für einen Mann wichtiger als für eine Frau.»...); das liegt in unserer Natur ...

    Das wirkliche und tatsächlich grosse Problem ist inhaltlich: Das offenbar nach wie vor viel zu viele Frauen gegenüber Männern als minderwertig sehen.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 06.03.2020 07:18
      Highlight Highlight Ja, das ist ja alles richtig, was Sie da schreiben. Aber wie haben ja schon eins der besten Bildungssysteme der Welt und trotzdem glauben das bei uns die Hälfte der Bürger. Woran liegt das? Und warum halten sich solche Vorurteile? Vielleicht sollte man diese Aspekte unter ökonomischen Bedingungen anschauen, was bringt es den Herrschenden, wenn sich die Leute mit Vorurteilen und real im Leben abwerten?
    • Watsianer 06.03.2020 07:58
      Highlight Highlight Bitte aufpassen mit pauschalen Aussagen wie dem letzten Teil. Ich habe in meinem Umfeld keinen einzigen Mann, der Frauen in irgendeiner Art und Weise als minderwertig betrachtet - und ich werde kaum alleine sein damit.
    • Magenta 06.03.2020 09:15
      Highlight Highlight Watsianer, ich glaube Du missverstehst den letzten Absatz. Ich verstehe Nick Names Aussage dahingehend, dass viele Frauen sich selber als den Männern gegenüber minderwertig ansehen. Und das stimmt leider tatsächlich, viele Frauen verharren in der Opferrolle und machen sich damit selber klein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stefan Morgenthaler-Müller 06.03.2020 06:49
    Highlight Highlight Obwohl wir hier gemäss eigenen Angaben eins der besten Bildungssysteme der Welt haben, glauben bei uns 50Prozent an diese Irrlehren? Wer schon auf so eine plumpe Irrlehre hereinfällt, wie sieht es bei anderen Themen aus?

    Mich überrascht so nicht, dass wir, obwohl wir in der besten Demokratie aller Demokratien leben, trotzdem eine sehr ungerechte Verteilung des Wohlstands haben.

    Diese 50 Prozent halten diese Verteilung für ein Naturgesetz oder Gottgewollt statt für Ideologie.
    • ChiliForever 06.03.2020 08:33
      Highlight Highlight Allerdings bedeutet ein Vorurteil zu haben nicht zwangsläufig, es auch auszuleben. Vorurteile sind eine Mischung aus dem, was wir selbst erfahren und von anderen Quellen gelernt/„gelernt“ haben. Unser Bildungssystem ebenso wie unser politisches/gesellschaftliches System hilft uns bzw. macht es uns möglich, unsere Vorurteile bewusst und unbewusst zu überwinden.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 06.03.2020 10:33
      Highlight Highlight @Chili. Na, dann schau dir an, wer in welchen Gegenden wohnt, wer an den Spitzen der grossen oder mittelständischen Unternehmen steht, wer in der Demokratie eine Stimme haben darf und wer nicht, wessen Kinder an das Gymnasium kommen, wessen Kinder eine bessere Karriere machen, trotzdem gleichem Ehrgeiz und Bildungsabschluss, wer arbeitet in Niedriglohn, wer in der Forschung, usw.

      Es ist mir ein absolutes Rätsel wie man sagen kann, die Vorurteile würden nicht gelebt werden. Verstehe ich nicht. Haben Sie eine Erklärung für das?
    • ChiliForever 06.03.2020 12:00
      Highlight Highlight Man sollte nicht wild "Vorurteil", "Sozialisation" und "soziale Situation" in einen Topf werfen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • CalibriLight 06.03.2020 06:49
    Highlight Highlight Und jetzt dann alle Kommentare so "Aber...aber...auch gegen Männer gibt es Vorurteile"....
    Wetten?
    • Holzkopf 06.03.2020 07:25
      Highlight Highlight Ja, weil der Artikel suggeriert, dass es um gezielte Vorurteile geht.
      Dabei ist es so, dass einfach gegen alle und jeden Vorurteile existieren: Gegen Geschlechtergruppen, gegen Berufsgruppen, gegen ethnische Gruppen, gegen Altersgruppen etc. etc.

      Versteht mich nicht falsch, ich bin gegen Vorurteile und es ist gut, sie zu berichtigen. Gleichzeitig hilft es auch, wenn sich die betroffenen Gruppen nicht selbst in eine Opferrolle manövrieren.
      Die Vorurteile beziehen sich auf Geschlechterrollen, nicht "gegen die Frau oder gegen den Mann" alleine. Diese bedingen sich nämlich gegenseitig.

    • CalibriLight 06.03.2020 08:09
      Highlight Highlight Nur - in diesem Artikel geht es nun mal um Vorurteile gegen Frauen. Es wäre ja nicht falsch darüber zu reden. Und im nächsten Artikel geht es dann um Vorurteile gegen Männer und dann können dann alle Frauen schreiben "aber...aber ...gegen Frauen gibt es auch Vorurteile. Nur werden sie das nicht so exzessiv tun.
    • ChiliForever 06.03.2020 08:43
      Highlight Highlight „ dann können dann alle Frauen schreiben "aber...aber ...gegen Frauen gibt es auch Vorurteile. Nur werden sie das nicht so exzessiv tun.“

      Was das angeht wirst du wohl Recht haben und es wäre interessant zu wissen, warum das so ist. Frauen und Männer sind gleichberechtigt, aber sie sind halt nicht gleich. Vieles davon liegt am Testosteron, vieles mehr an anderen Hormonen. Manchmal hilft es auch, daß Menschen verschiedene “Stärken“ und “Schwächen“ haben, daß ist ja nichts Schlechtes und Manches davon liegt auch im Geschlecht.
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  • Lu-Tze 06.03.2020 06:36
    Highlight Highlight "haben ... ein solch verzerrtes Weltbild"

    "glaubt ... an solche sexistischen Irrlehren"

    Wow.

    Als Mensch und Frau mit enormem Gerechtigkeitssinn und einer Wut auf den Sexismus, der mir vor allem seit ich Mutter bin entgegen weht muss ich zu solchen Formulierungen sagen: sie haben in einem journalistischen Text nix zu suchen! Das liest sich wie die Schweizerzeit!

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