Wissen
Gesundheit

Niesen in Zeitlupe: Kaum zu glauben, was da alles rumfliegt

Beim Niesen gelangt eine regelrechte Tröpfchenwolke in die Umgebung.
Beim Niesen gelangt eine regelrechte Tröpfchenwolke in die Umgebung.
Bild: Shutterstock

Niesen in Zeitlupe: Kaum zu glauben, was da alles rumfliegt

26.11.2015, 11:5626.11.2015, 11:56

Von klein auf lernen wir, in ein Taschentuch oder in den Ärmel zu niesen. Das gebietet nicht nur die Höflichkeit – es hat auch einen medizinischen Grund. Wenn wir erkältet sind und dann niesen, gelangen jede Menge Bakterien oder Viren in die Umgebung – oder auf die Hand – und können so weitere Personen anstecken.

Das Vehikel für die Krankheitserreger sind Millionen Tröpfchen aus Sekret und Schleim, die mit einer Geschwindigkeit von bis zu 160 Kilometer pro Stunde aus Nase und Mund geschleudert werden und bis zu 2,5 Meter weit fliegen können.

Gesundheit

Wie sich diese Tröpfchenwolke ausbreitet, zeigen Hochgeschwindigkeitsaufnahmen von Lydia Bourouiba vom Massachusetts Institute of Technology (MIT). Bourouiba und ihr Team filmten, wie die feuchte Fracht in die Luft geschleudert wird und sich dabei verändert. 

Schleimfetzen und -bänder

Die Wissenschaftler richteten ihr Augenmerk vor allem auf die frühe Phase des Niesvorgangs. Dabei beobachteten sie nicht nur Tröpfchen, sondern allerhand wenig Appetitliches: Schleimfetzen und -bänder, die beim Ausstoss aus den Körperöffnungen zerrissen und in kleine Tröpfchen zerstäubt werden. «Das hat uns überrascht. Das Auseinanderbrechen des Schleims geschieht nicht nur zu Beginn des Niesens in den Atemwegen, sondern setzt sich auch ausserhalb davon dynamisch fort», sagte Bouruiba. Gesundheit! (dhr)

Die Physik des Niesens.
YouTube/Gizmodo
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Wie der unermüd­li­che Fabrik­in­spek­tor Nüsperli gegen Kinderarbeit kämpfte
Mechaniker, Revolutionär und Fabrikant Edmund Nüsperli reist ab 1878 im Auftrag des Bundesrates durch die Schweiz, um das druckfrische Fabrikgesetz umzusetzen. Er kämpft gegen Kinderarbeit, schlechte Arbeitsbedingungen und tödliche Vergiftung.
Als Edmund Nüsperli im Sommer 1890 mit 52 Jahren stirbt, verfassen ihm seine Kollegen einen schönen Nachruf: «Für alle Unterdrückten und Bekümmerten hegte er herzliches Mitgefühl», heisst es im Amtsbericht der Fabrikinspektoren 1890/91. Mit Geduld habe er auch schwierigen Beschwerdeführern zugehört und versucht, ihnen zum Recht zu verhelfen. Der sozialdemokratische Grütlianer notiert, die Nachricht vom plötzlichen Tod des Herrn Nüsperli sei in Arbeiterkreisen «mit grosser Anteilnahme» vernommen worden, während die Neue Zürcher Zeitung schreibt: «Nüsperli war eine gerade und offene Natur und ein pflichtgetreuer nimmermüder Beamter».
Zur Story