Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
zehen

Studie zeigt: Jeder zweite Mensch hat Mühe, die eigenen Zehen auseinander zu halten.
Bild: shutterstock

Du glaubst, du kannst deine Zehen vom Gefühl her unterscheiden? Dann probier mal dieses Experiment aus!



Es klingt wie ein Kinderspiel – doch die Antwort auf die Frage, wo welcher Zeh ist, hat selbst Wissenschaftler der renommierten Universität von Oxford überrascht. Jede Zweite Testperson hatte nämlich im Versuch Mühe, ihre eigenen Zehen auseinanderzuhalten.

Für eine Studie zur Körperwahrnehmung baten sie gesunde Probanden im Alter von 22 bis 34 Jahren, mit geschlossenen Augen zu erraten, welcher ihrer Zehen gerade berührt wurde. Und nur etwas mehr als die Hälfte konnte dabei beispielsweise sagen, welcher ihr zweiter Zeh war.

Laut der in der Fachzeitschrift «Perception» veröffentlichten Studie konnten zwar 94 Prozent der Testteilnehmer erkennen, wenn ihr grosser Zeh berührt wurde. Beim zweiten, dritten und vierten Zeh wussten aber nur noch 57, 60 und 79 Prozent die richtige Antwort.

Hier fehlt doch ein Zeh?!

zehen

Mach auch du den Test!
Bild: shutterstock

Viele verwechselten zudem den zweiten mit dem dritten und den dritten mit dem vierten Zeh – nur beim kleinen Zeh waren sie sich dann wieder sicher. Fast die Hälfte der 20 Probanden gab zudem spontan an, das Gefühl zu haben, dass einer ihrer Zehen «fehlt».

Die Erkenntnisse der Studie seien auch für die Medizin interessant, sagte Mitautorin Nela Cicmil der Nachrichtenagentur AFP. Die Fehlbestimmung von Körperteilen – die sogenannte Agnosie – ist für viele neuropsychologische Erkrankungen charakteristisch. «Bisher war jedoch nicht bekannt, wie akkurat gesunde, junge Menschen ihre Zehen allein durch Berührung identifizieren können».

Wenn sich aber schon gesunde Menschen bei der Identifizierung ihrer Zehen irren können, sollten diese Tests laut den Forschern künftig zur Diagnose von Hirnschäden nicht mehr eingesetzt werden. «Ein besseres Verständnis der Mechanismen des Gehirns, die hinter einfachen Irrtümern bei der Körperwahrnehmung stehen, können zudem zum Verständnis grösserer Wahrnehmungsstörungen wie etwa bei Magersucht führen», sagte Cicmil.

Und jetzt bist du dran! Lass eine andere Person eine deiner Zehen berühren (während deine Augen geschlossen sind) und verrate uns im Kommentarfeld, ob du erkennen konntest, welcher Zeh es war!

(viw/sda/afp)

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Interview

Reicht das? Das sagt ein Epidemiologe zu den Massnahmen des Bundesrats

Der Lausanner Epidemiologe Marcel Salathé ist sich nicht sicher, ob die neuen Massnahmen des Bundesrates genügen. Er fordert eine massive Ausweitung der Coronavirus-Tests.

Bis vor kurzem interessierten sich die wenigsten Menschen für Epidemiologie. Das hat sich mit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie schlagartig geändert. Der Lausanner ETH-Professor Marcel Salathé und seine Kollegen gehören zu den gefragtesten Stimmen in der Krise.

>> Coronavirus: Hier gehts zum Liveticker mit allen aktuellen Meldungen

>> So kannst du dich und andere schützen

Der Bundesrat hat am Freitag ein verschärftes Veranstaltungsverbot und Schulschliessungen beschlossen. Reichen …

Artikel lesen
Link zum Artikel