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So sah das Economy-Menu auf dem Testflug aus. Bild: facebook.com/hiflyairline/

Airline führt ersten Flug ohne Einweg-Plastik durch



Fliegen ist nicht nur wegen des Kerosinverbrauchs und dem damit anfallenden CO2-Austoss eine unökologische Angelegenheit. Schlecht für die Umweltbilanz ist auch das viele Einweg-Plastikgeschirr, dass bei Bordmahlzeiten zum Einsatz kommt – und danach weggeworfen wird.

Um zumindest in diesem Bereich etwas für die Umwelt zu tun, hat die portugiesische Airline Hi Fly beschlossen, bis Ende 2019 komplett auf Plastikgeschirr zu verzichten. Wie das Luftfahrtportal Aerotelegraph berichtet, hat sie zu diesem Zweck am 26. Dezember einen Testflug mit einem Airbus A340 von Lissabon in die brasilianische Stadt Natal durchgeführt.

Hi Fly setzte dabei beispielsweise auf Besteck aus Bambus, Gebinde aus Papier oder kompostierbare Verpackungen. Ziel des Testflugs war es herauszufinden, welche Ersatzprodukte sich bewähren und welche nicht. Zu den Produkten aus Einweg-Plastik, die es bis Ende 2019 zu ersetzen gilt, gehören Becher, Besteck, Geschirr, Salz- und Pfefferstreuer, Spucktüten, Decken-Hüllen, Getränkeflaschen und Zahnbürsten. «Wir wissen von unseren Airline-Kunden und den Passagieren, dass dies der richtige Schritt ist», so Firmenchef Paulo Mirpuri.

Video-Eindrücke vom Testflug

Die auf das sogenannte Wet-Lease-Geschäft spezialisierte Airline führt im Auftrag von anderen Fluggesellschaften und von Reiseveranstaltern Flüge durch. Dafür stellt sie selbst betriebene und gewartete Flugzeuge mit eigener Bemalung inklusive vollständiger Besatzung zur Verfügung und sorgt auch für die Verpflegung der Passagiere. (cbe)

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Klangkartoffel 04.01.2019 22:32
    Highlight Highlight Ich meine mich zu erinnern, dass ich letztens auf einem Flug (Singapore Airlines?) 'richtiges' Besteck erhalten habe, also nicht so leichtes Plastikzeug. Es erschien mir recht solide. Gibts Airlines, die Besteck abwaschen?
  • Nelson Muntz 04.01.2019 21:12
    Highlight Highlight Früher gabs Metallbesteck und Gläser aus Glas... so lang ists nicht her, zumindest wars bei Swissair so.
    • 7immi 05.01.2019 22:47
      Highlight Highlight Das Problem beim Metallbesteck ist das Gewicht. Jedes kg, das man auf einen 1000 km-Flug mitnimmt verbraucht rund 0.2 L Treibstoff. Rechnet man nun noch den Abwasch mit ein, ist Kunststoffbesteck besser. Je nach dem ist mehrfach verwendbares Kunststoffbesteck sinnvoll, das kann ich so nicht sagen, das Metallbesteck ist aber sicher schlechter. Spare ich an einem Ort, verliere ichan einem anderen, so läufts in der Luftfahrt. Es ist auch die einzige Branche, in der man für ein Bauteil, das 10 % weniger wiegt den doppelten bis dreifachen Preis verrechnen kann...
  • Black Cat in a Sink 04.01.2019 12:15
    Highlight Highlight Demnächst bieten die Airlines eine reichhaltige Auswahl an Fingerfood und Dipgemüse an. Auf der Langstrecke werden die Fluggäste aufgefordert, das Einweggeschirr selber zu ensorgen, in der Business dürfen die Passagiere das Geschirr waschen und einzig in der First kümmert sich der Cabinchief um alles.
    Ironie off 😉
  • Anded 04.01.2019 11:47
    Highlight Highlight Das waren noch Zeiten, als man im Flugzeug (auch in economy) noch richtiges Besteck erhalten hat, welches nachher abgewaschen wurde.... Swissair und so.
  • Caligula 04.01.2019 11:13
    Highlight Highlight Falls das Holzbesteck nach dem Flug weggeworfen wird, ist dies nichts mehr als ein Marketing-Gag. Die Öko-Bilanz bleibt schlecht bei Einweg, egal mit welchem Material. Das einzige was wirklich etwas bringen würde wäre Mehrweg-Besteck.
    • aligator2 04.01.2019 12:18
      Highlight Highlight Verbrennung von Holz schliesst denn Ökokreislauf. Mehrweg-Besteck kann sogar negativ sein, wenn es zu einer deutliche Gewichtszunahme führen sollte und auch oftmals zu den Hubs zurück geflogen werden muss. Oder denkst du das ganze fliegt von selbst?
  • WID 04.01.2019 10:50
    Highlight Highlight Haben Bambus, Gebinde aus Papier oder kompostierbare Verpackungen ein ebessere Ökobilanz als Plastik?
  • atomschlaf 04.01.2019 09:34
    Highlight Highlight Hat man auch geprüft, ob die Ökobilanz der Ersatzprodukte wirklich besser ist? Oder ist das nur ein Marketing-Gag für Öko-Esoteriker?
    Plastik schneidet im Vergleich zu Alternativen oft sehr gut oder am besten ab, sofern korrekt entsorgt, wovon bei Nutzung im Flugzeug wohl ausgehen kann.
    • Andi Weibel 04.01.2019 20:54
      Highlight Highlight Es ist völlig egal, was die Ökobilanz des Geschirrs ist - wer einen wirklich relevanten Beitrag zum Klimaschutz leisten will, fliegt nicht.
  • 7immi 04.01.2019 09:28
    Highlight Highlight Und wie sieht es mit dem seuchenschutz aus? In der schweiz ist flugzeugabfall sondermüll und muss verbrannt werden. Kunststoffbecher darf man zb nicht recyceln. Zu hoch ist das risiko für das übertragen von krankheiten. Ich habe das gefühl, dass diese vermeindliche sparmassnahme in einer sehr kleinen nische nichts bringt, wenn man dafür neue risiken eingeht.

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