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Rustikale Enthaltsamkeit! Eier abgeschnitten, Schwanz entfernt – aber ganz nah bei Gott!

Wer denkt, die heutige Welt sei verrückt geworden, sollte sich zum Durchatmen hier mal über die Skopzen informieren. Wer Mitglied in der russischen Sekte werden wollte, wurde kastriert: Das war aber erst der Anfang. Wer's wirklich zu Höherem bringen wollte, liess sich den Penis abschneiden – als Ende der Versuchung und als Eintrittsticket fürs Himmelreich.



Wahn kennt viele Gestalten. Eine besonders bizarre Form trat Mitte des 18. Jahrhunderts in Russland erstmals auf: die Skopzen. Diese Sekte trieb die im Christentum ohnehin angelegte Körperfeindlichkeit in ungeahnte Höhen – wohl noch nie hat ein Kollektiv der sexuellen Lust derart kompromisslos den Kampf angesagt.

Diesen religiösen Fundamentalisten genügte es nicht, den Geschlechtsverkehr in toto zu verbieten – sie wollten ihn unmöglich machen, denn der Geist ist zwar willig, aber das Fleisch eben schwach. Deshalb entledigten sich die Skopzen ihrer körperlichen Lust-Werkzeuge mit brachialster Gewalt in einer rituellen Kastration. Dies brachte ihnen auch ihren Namen ein: «Skopez» bedeutet auf Russisch «Kastrat», «Eunuch».

Skopzen

Erst das «kleine Siegel» geschafft: Skopze ohne Hoden, aber noch mit Penis.
Bild: PD

Skopzen

Genitalien komplett entfernt: Skopze mit «grossem Siegel».
Bild:

Weg mit dem «Schlüssel zum Abgrund»!

Die Feuertaufe, wie diese rituelle Handlung genannt wurde, sollte den Skopzen das «Tor zur vollkommenen Erlösung» öffnen. Der Eintrittspreis war hoch: Männer mussten sich Hoden und Penis entfernen lassen, bei den Frauen wurden Klitoris und Schamlippen abgeschnitten, die Brustwarzen weggebrannt oder – manchmal mitsamt der ganzen Brust – abgeschnitten.

Bei den Männern gab es zwei Stufen der Entmannung: Das «kleine Siegel» verlangte die Entfernung der Hoden, die als «Schlüssel zur Hölle» galten; für das «grosse Siegel» – auch «Zarensiegel» genannt – musste zusätzlich der Penis weg, der «Schlüssel zum Abgrund». Ein Zapfen aus Zinn diente dann als Verschluss für die Harnröhre, damit nicht unkontrolliert Urin austrat. 

Skopzen

Skopzen-Frauen: Brustwarzen entfernt ...
Bild: PD

Skopzen

... oder die Brüste gleich ganz amputiert.
Bild:PD

Diese Verstümmelungen nahmen die Skopzen mit wenig zimperlichen Methoden vor. Die zu entfernenden sündigen Körperteile – nach Auffassung der Skopzen ein Geschenk des Teufels – wurden mit Schnüren abgebunden und mit einem glühendheissen Messer abgetrennt; der «Patient» rief dabei: «Christ ist erstanden!» Nach dem Eingriff durften sich die Kandidaten fürs Himmelreich, die zuvor «Esel» oder «Ziegen» gerufen wurden, «weisse Tauben» oder «weisse Lämmer» nennen. 

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Skopzen

Kastrations-Werkzeuge.
Bild: PD

«Hau sie ab und wirf sie weg!»

Die Rechtfertigung für diese rabiaten Massnahmen entnahmen die Skopzen einigen wenigen Bibelstellen: So klärt Jesus im Matthäusevangelium (Mt 19,12) seine Jünger auf, manche Menschen hätten «sich selbst zur Ehe unfähig gemacht – um des Himmelreichs willen. Wer das erfassen kann, der erfasse es.» Und im gleichen Evangelium heisst es (Mt 5,30): «Und wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab und wirf sie weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle kommt.»

Skopzen

Fürs Seelenheil verstümmelt: männlicher und weibliche Skopze. 
Bild: PD

Erstaunlicherweise schreckten die grausamen Rituale der Skopzen potentielle Beitrittskandidaten nicht ab. In der seltsamen Welt des religiösen Wahns wirken rigide Regeln und peinvolle Praktiken offenbar anziehend. Laut einem zeitgenössischen Historiker zählte die Gemeinschaft bald bis zu 100'000 Mitglieder; Mitte des 19. Jahrhunderts war sie auf schätzungsweise 300'000 Seelen angewachsen. 

Verbannte Kastraten

Der Zar war nicht erfreut über diese Selbstverstümmler unter seinen Untertanen. Der Kreml verfolgte die Sekte und erliess ein Gesetz, das als Strafe für die Selbstkastration die Verbannung nach Sibirien vorsah. Wer einen anderen kastrierte, musste mit sechs Jahren Zwangsarbeit rechnen. Doch die Repression vermochte die Ausbreitung der Skopzen nicht zu stoppen. Einige von ihnen wichen nach Rumänien aus und gründeten dort eine neue Gemeinschaft. Die Verfolgung verlieh der Sekte zudem die Aura des Märtyrertums. 

Skopzen

Nach Sibirien verbannt: Skopzen in Jakutien.
Bild:

Die Rekrutierung neuer Mitglieder war für die Skopzen naturgemäss wichtiger als für andere Sekten, denn nach dem Kastrationsritual konnten sie selber keine Kinder mehr zeugen. Die Gläubigen, oft gestandene Bauern, Handwerker und Geschäftsleute, fanden neue Mitglieder in allen sozialen Schichten, vor allem aber unter Leibeigenen, Obdachlosen und Kriminellen. Diesen verschafften sie eine neue Existenz – unter der Bedingung, dass sie sich kastrieren liessen.   

Nach der Oktoberrevolution übernahmen die Sowjets die Verfolgung der ungeliebten Sekte. 1929 kam es in Leningrad (heute St.Petersburg) zum grössten Prozess gegen Mitglieder der Gemeinschaft; 150 Skopzen wurden nach Sibirien deportiert. Allmählich ging ihre Zahl zurück, doch noch 1970 stöberte ein Ethnologe auf der Halbinsel Krim eine Gruppe von etwa 100 Skopzen auf. 

Bereits im 19. Jahrhundert hatte sich eine mildere Variante der Sekte von den Hardcore-Skopzen abgespalten. Die heute noch bestehenden «Geistlichen Skopzen» und die «Neuskopzen» praktizieren keine genitale Verstümmelung mehr, sondern suchen ihr Heil in strenger Askese, die selbstredend auch sexuelle Enthaltsamkeit einschliesst. 

Kastration

Bei der Kastration werden die Keimdrüsen – bei Männern die Hoden, bei Frauen die Eierstöcke – entfernt. Sie führt zur Unfruchtbarkeit und hat schwerwiegende Veränderungen von Körper und Psyche zur Folge, zumal wenn der Eingriff vor der Pubertät vorgenommen wird. Bei Jungen bleiben der Stimmbruch und die männliche Körperbehaarung aus. Weitere Folgen sind eine starke Neigung zu Fettleibigkeit, Antriebsarmut, verringertes Sexualverlangen und Depressionen. Wenn die Kastration nach der Geschlechtsreife erfolgt, sind die Folgen weniger gravierend. Aber auch dann können Fettleibigkeit, Antriebsarmut und Depressionen auftreten. 

Wikipedia

Kastration als Missverständnis?

Die Skopzen, ursprünglich eine Abspaltung der asketisch-ekstatischen Sekte der Chlysten, gingen zwar aus der russisch-orthodoxen Kirche hervor, doch ihre theologischen Ansichten waren häretisch: In ihren Augen war Jesus der erste Skopze und hatte auch die Kastration gelehrt. Möglicherweise bezogen sie sich auf den Kirchenvater Tertullian, der Jesus und Paulus als spadones – lateinisch für Eunuchen – beschrieb; vermutlich aber nur als Metapher für ihre Keuschheit. Der russische Schriftsteller Michael Schischkin glaubt, die russischen Bauern hätten die Beschneidung Jesu Christi als Kastration missverstanden. 

Das Christentum schreibt allerdings die Beschneidung nicht vor und schon gar nicht die Kastration. Es ist jedoch stark vom gnostischen Leib-Seele-Dualismus geprägt, der den Körper – und letztlich die Welt – als Sitz des Bösen sieht, dessen Überwindung erst die geistig-seelische Entfaltung ermöglicht. Diese Körperfeindlichkeit konnte sich bis zur Selbstkastration steigern. Besonders in der Spätantike traten verschiedentlich christliche Sekten auf, die durch die Verstümmelung des Körpers eine Reinigung der Seele erhofften. Schon der Kirchenvater Origenes soll der Legende nach das Matthäusevangelium wörtlich genommen und sich selbst entmannt haben.

Origenes kastriert sich selbst

Kirchenvater Origenes entmannt sich selbst. Die störenden Körperteile hält er noch in der Hand.  
Bild: PD

Seinem Beispiel folgten die Valesianer, die die Ehe ablehnten und sich selber kastrierten – vielleicht aber auch, wie das «Ketzer-Lexicon» von 1828 behauptet, gleich alle Männer, derer sie habhaft werden konnten. Deswegen hätten Wanderer nichts so sehr gefürchtet, wie sich auf das Gebiet der Valesianer zu verirren. Solches ist, immerhin, von den Skopzen nicht bekannt.

«Skopzen-Syndrom»

Fantasien über eine Kastration sind nicht so selten und gelten nicht per se als psychische Störung. Von einer Störung ist hingegen die Rede, wenn Jungen oder Männer ein starkes Verlangen entwickeln, sich einer Kastration zu unterziehen und als Eunuch weiterzuleben. Diese seltene psychische Störung wird in Anspielung auf die russische Sekte «Skopzen-Syndrom» genannt. Sie hat bislang noch keine eigene ICD-10-Chiffre. 

Bionity.com

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36
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36Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • äti 21.02.2016 17:14
    Highlight Highlight hmmm, interessant, wäre doch eine gute Idee für Politiker. Weniger abgelenkt und noch mehr bei der Sache. Sogar Trittbrettfahrer würden z.T. abgeschreckt. Später, einiges später, fällt das Zeuge ja eh von selbst ab.
    3 10 Melden
  • Der Rückbauer 21.02.2016 13:36
    Highlight Highlight Frauen haben Eier, Männer haben Samenstränge.
    11 0 Melden
  • Calvin Watsn 21.02.2016 11:51
    Highlight Highlight Pfui Teufel aber auch! das war jetzt doch nichts für meine zarte Seele.
    10 2 Melden
  • little_caesar 20.02.2016 04:23
    Highlight Highlight Schon krass was man alles im Namen der Religion freiwillig mit sich machen lässt.
    42 0 Melden
  • Hashantaruh 19.02.2016 17:51
    Highlight Highlight Interessanter Artikel, aber müsste es nicht 'radikal' statt 'rustikal' heissen? 🤔
    11 2 Melden
    • Daniel Huber 19.02.2016 18:34
      Highlight Highlight Danke!
      «Rustikal» bedeutet eigentlich ja «ländlich», «bäuerlich», «schlicht», aber auch «ungehobelt», «grob». In diesem Sinne wird es hier – als ironisch gefärbte Untertreibung – verwendet.
      «Radikal» wäre natürlich vollkommen richtig, hätte aber diese leicht ironische Note nicht.
      23 5 Melden
  • Triumvir 19.02.2016 17:16
    Highlight Highlight Also Rocco und ich wären dieser Sekte nie beigetreten...Denn gibt es etwas göttlicheres und gottgefälligeres als guten Sex!? Ich sage NEIN!
    50 6 Melden
  • Spooky 19.02.2016 16:37
    Highlight Highlight Also, ich finde das nicht schlimm. Sex ist im Kopf. Man kann darum auch Sex haben ohne Penis und ohne Eier. Oder habt ihr noch nie etwas gehört von Cunnilingus, Sadomaso, Schuhfetischismus usw? Cunnilingus ist zum Beispiel für viele Frauen genau so befriedigend wie der normale Verkehr. Und wegen dem fehlendem Penis und ohne die Eier ist die Lust nicht weg - weil der Sitz der Lust im Kopf ist, und nicht im Penis. Und - falls ich richtig gelesen habe - durften die Skopzen den Kopf behalten. Also, alles halb so schlimm.
    2 72 Melden
    • Minoe McLee 19.02.2016 16:57
      Highlight Highlight ein Optimist, durch und durch :)
      55 0 Melden
    • Spooky 19.02.2016 17:27
      Highlight Highlight Es gibt noch andere Öffnungen in jener Gegend.
      6 21 Melden
    • Menel 19.02.2016 17:37
      Highlight Highlight Cunnilingus ohne Klit und über Narbengewebe? Da wäre im Nacken geleckt zu werden sicher 1000mal reizvoller 😅
      55 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Einstein56 19.02.2016 16:32
    Highlight Highlight Die Berichtigungen sprechen Bände!
    0 4 Melden
  • Züzi31 19.02.2016 16:21
    Highlight Highlight Heiliger Zinnzapfen, Batman!
    Da sind einige Freitagbierchen notwendig um die Bilder von meiner Festplatte zu löschen.
    66 0 Melden
    • lily.mcbean 19.02.2016 17:51
      Highlight Highlight Ich würde da grad mit Vodka dahinter, mit Bier geht das viiiel zu lange und da hat man keine Garantie das es auch wirklich gelöscht wird!
      11 0 Melden
    • Pana 19.02.2016 19:17
      Highlight Highlight Wieso um Himmels Willen speicherst du die Bilder? :D
      9 3 Melden
  • NikolaiZH 19.02.2016 15:52
    Highlight Highlight "Der Zar war [...]. Der Kreml verfolgte die Sekte..."
    also bitte - zur zarenzeit war ja moskau seit 1703 nie hauptstadt!
    18 0 Melden
    • Daniel Huber 19.02.2016 16:23
      Highlight Highlight Oha, das stimmt. Ich habe mir angewöhnt, «Kreml» als pars pro toto zu verwenden, ohne daran zu denken, dass die Schaltzentrale nicht immer dort lag. Danke für die Korrektur!
      29 0 Melden
  • NikolaiZH 19.02.2016 15:45
    Highlight Highlight "«Skopez» bedeutet auf Russisch «Kastrat», «Eunuch»" - das stimmt nicht. Das wort hat keine Bedeutung im modernen russischen und wurde auch nie in der russischen literatur (mit wenigen ausnahmen, weniger als 10 male im 19 Jahrhunderz) verwendet
    9 1 Melden
    • Daniel Huber 19.02.2016 16:21
      Highlight Highlight Danke für den Hinweis, ich spreche leider kein Russisch. Ich habe mich an den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia gehalten. Da steht zu «Skopzen»: «Singular: Skopez, von russisch скопец ‹Verschnittene, Eunuch, Kastrat›». Auch Goolge-Translate übersetzt скопец übrigens mit «Eunuch».
      In der russischen und englischen Version ist aber von Скопцы (Skopzy) die Rede. Ist das der korrekte Begriff?
      19 1 Melden
    • NikolaiZH 19.02.2016 16:34
      Highlight Highlight mag sein. aber das wort wird nie im russischen verwendet oder zumindest kenne ich niemanden, wer das wort im aktiven sprachgebrauch hat. Das gleiche mit der geschriebenen sprache. Kastraten resp. Eunuchen werden auch entsprechend von russ.sprachigen als "kastraty" bzw. "evnuchi" genannt.
      4 4 Melden
    • Daniel Huber 19.02.2016 17:46
      Highlight Highlight Und wie nennt man dann in Russland diese spezifische Sekte, wenn man im gepflegten Gespräch bei са́ло und
      водка darauf zu sprechen kommt?
      3 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schubidubidubid 19.02.2016 14:04
    Highlight Highlight Das ist eigentlich natürliche Selektion in Reinform, mit Fortpflanzung ist dann ja nix mehr...
    120 2 Melden
    • Lumpirr01 19.02.2016 15:55
      Highlight Highlight Ja, die machten sich selber ihren Nachwuchs für ihren Verein besonders schwierig.............
      21 0 Melden
  • Retarded Wizard 19.02.2016 13:47
    Highlight Highlight Scheinen eine angenehme Alternative zu heutigen Religionsgemeinschaften zu sein, diese Skopzen.

    Wenigstens haben sie sich nicht wie die Karnickel vermehrt und sich selbst zerstümmelt, anstatt andere.
    110 5 Melden
  • Olf 19.02.2016 12:51
    Highlight Highlight und wie geht das zum pipi machen?
    15 15 Melden
    • one0one 19.02.2016 14:25
      Highlight Highlight Man muss die Artikel auch lesen bevor man sie kommentiert... Mit einem Zinnzapfen wurde die Harnröhre verschlossen.
      38 1 Melden
    • Menel 19.02.2016 14:26
      Highlight Highlight Haben Eunuchen nicht eine Feder dafür benutzt?
      11 1 Melden
    • Daniel Huber 19.02.2016 16:35
      Highlight Highlight Das habe ich mich auch gefragt. Wenn der Penis einfach ausserhalb des Körpers abgeschnitten wird, bleiben die Schliessmuskeln am Blasenboden intakt und sollten den Harnfluss eigentlich weiterhin kontrollieren können.
      Wenn der Penis hingegen total – d.h. auch die im Körperinneren liegenden Teile – entfernt wird, kann das womöglich anders aussehen.
      Ohnehin kann es aufgrund von Entzündungen zu Blasenschwäche kommen; vielleicht ist der Zinnzapfen für diese Fälle gedacht.
      @Menel: Hab ich auch schon gelesen, kann es mir aber nicht so recht vorstellen ;-)
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  • Amanaparts 19.02.2016 12:48
    Highlight Highlight Der WTF! Artikel des Tages. Hab ich mich schon für die Bilder bedankt? Die kriege ich jetzt nie mehr aus meinem Kopf. Danke.
    97 4 Melden
    • lily.mcbean 19.02.2016 15:17
      Highlight Highlight Jedesmal beim runterscrollen die Augen zugekniffen nur um sie dann bei Ansicht des kompletten Bildes weit aufzureissen und WTF zu rufen. Heute nacht träume ich von Zinnzapfen. Aber dafür lieben wir unseren Herrn Huber doch 🙈🙉🙊
      25 3 Melden
    • Daniel Huber 19.02.2016 15:29
      Highlight Highlight @lily: Danke sehr, das versüsst mir grad das Wochenende!
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Wie sich die indische Banditenkönigin an den Männern rächte

Mit elf Jahren wird das Bauernmädchen Phoolan Devi von ihrem Ehemann vergewaltigt. Ihr Leben lang werden sich Männer an ihr vergehen, stets in Gruppen, Polizisten, Männer ihrer eigenen und höherer Kasten. Doch Phoolan überlebt alles. Die Wut über die Ungerechtigkeit und der Gedanke an Rache lassen sie nicht sterben. 

In welchem Jahr sie geboren ist, weiss Phoolan nicht. Sie weiss nur, dass es am Tag des Blumenfestes war, deshalb hat ihre Mutter sie Phoolan getauft, Blume. Sie hatte drei Schwestern und einen Bruder, von dem man hingegen ganz genau wusste, wann er zur Welt gekommen war. Er musste rechtzeitig zur Schule angemeldet werden. 

Die Mutter klagte oft über die vielen Mädchen, die ihr die Götter bescherten, wenn sie so vor einem Kuhfladen hockte und daraus einen Dungziegel formte. Es war besser …

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