Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Image

Eindrückliche Bilder aus Baden-Württemberg. Screenshot: YouTube

Der Hagelsturm von Reutlingen 

Vor einem Jahr hagelte es Eisklumpen so gross wie Tennisbälle

Über die Schweiz zieht derzeit ein heftiges Unwetter. Genau vor einem Jahr, am 28. Juli 2013, tobte nördlich der Schweizer Grenze ein Monsterunwetter. Besonders schlimm traf es die deutsche Stadt Reutlingen.

Am Nachmittag des 28. Juli 2013 zog eine mächtige Gewitterzelle vom Schwarzwald her Richtung Reutlingen. Was folgte, hat ein Fotograf in eindrücklichen Bildern und Filmen festgehalten.

Hier gerät Marco Kaschuba in den Hagelsturm ...

Play Icon

Video: YouTube

Solche Geschosse stürzten vom Himmel

Play Icon

Video: YouTube

Und so war es am Fluss ...

Play Icon

Video: YouTube

Der Super-Hagelsturm verursachte Schäden in Millionenhöhe. Es gab Hunderte Verletzte, Tausende Vögel wurden erschlagen.

Vor wenigen Tagen ist der Verein Hagelabwehr für den Kreis Reutlingen gegründet worden. Ab August soll ein Hagelflieger abheben, finanziert durch rund 3'000 Gönner. Eine Garantie gebe es aber nicht, dass solche verheerenden Unwetter verhindert werden können, sagte die Pilotin Julia Färber laut deutschen Medienberichten.

Hagelflieger sind mit einer Vorrichtung ausgestattet, um ein chemikalisches Gemisch in die Wolken versprühen. So soll erreicht werden, dass sich in der Gewitterzelle nur sehr kleine Hagelkörner bilden. Auch in der Schweiz gibt es entsprechende Bemühungen.

Das Problem bei Hagelstürmen ist, dass Warnungen nur kurzfristig möglich sind

Play Icon

Video: YouTube

Erst kürzlich kam es an einem Strand in Sibirien plötzlich zu einem Hagelsturm. In einem bei YouTube veröffentlichten Video sind flüchtende Badegäste zu sehen.

Nach kurzer Hitzeperiode ist die Wahrscheinlichkeit von Hagelstürmen in der Schweiz wieder angestiegen. Zuletzt gab es am 4. und 6. Juli in den Kantonen Waadt, Freiburg, Bern, Jura, Basel, Baselland und Aargau Schäden.

Image

Gemäss wetteralarm.ch bestand am Sonntag, 20. Juli, für grosse Teile des Landes «Leichte Schadengefahr» Screenshot: wetteralarm.ch

Wer sich bei aufziehendem Gewitter in Sicherheit gebracht hat, kann das Geschehen auch auf dem Smartphone oder Tablet mitverfolgen. Auf lightningmaps.org werden Gewitter, respektive Blitze und Donner, in Echtzeit auf der Landkarte (Google Maps) angezeigt.

Interessant ist dann auch die Website SwissWebcams.ch. Die über das ganze Land verteilten Kameras liefern interessante Bilder. Es sei denn, der Aufnahmeort liegt gerade im Auge des Sturms.

Die Schweiz ist in drei Hagelzonen unterteilt

Als Hagel bezeichnet man den Niederschlag von Eisbrocken mit einer Grösse ab 5 mm Durchmesser. Im Durchschnitt besitzen Hagelkörner einen Durchmesser von 10 bis 15 Millimeter, sie können jedoch in seltenen Fällen wesentlich grösser sein; die Golf- und Tennisball grossen Eiskugeln wiegen dabei mehrere hundert Gramm. Bei Durchmesser unter 5 mm spricht man von Graupel.

Die Schweiz wird in drei Hagelzonen unterteilt, abhängig von der Wahrscheinlichkeit von Hagelstürmen und der Grösse der Hagelkörner. Am grössten ist die Hagelgefahr in Gebieten, in denen trockenkalte und feuchtwarme Luftmassen aufeinanderstossen und in Gebirgsregionen, wo die Konvektion (vertikale Luftbewegung) durch Bergmassive zusätzlich verstärkt wird. Stark gefährdet sind demnach der Voralpenraum von der Region Bern bis an den Bodensee, die Region um den Genfersee sowie das Südtessin. (Quelle: hausinfo.ch)



Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Maya Eldorado 28.07.2014 21:01
    Highlight Highlight Vor Jahren gab es mal in Ettingen Hagel mit Tennisballgrösse. Dann zog es weiter mehr oder weniger am Waldrand Richtung Aesch und hat sich noch vor Aesch aufgelöst. Kein Auto das draussen stand blieb ohne Delle.
    Es war ungefähr vor gut 25 Jahren.

Mata Hari – der Mythos der angeblichen Meisterspionin bröckelt

Mata Hari hat nach wie vor den Ruf, die grösste Spionin der Geschichte zu sein. Doch Zweifel an ihrer Rolle als Meister-Verräterin mehren sich. 100 Jahre nach ihrer Verhaftung in Paris erscheint die schöne Agentin in neuem Licht.

Ein Jahrzehnt lang wurde ihr Tanz bewundert und ihr Körper begehrt: Mata Hari regte als indische Bajadere-Tänzerin zu Zeiten der Belle Epoque die Fantasien der Bohème in Europa an. Und als Kurtisane weihte die schöne Niederländerin Botschafter, Minister, Fürsten …

Artikel lesen
Link to Article