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Corona-Impfstoff und Allergie: Das musst du dazu wissen

FILE - In this Dec. 17, 2020 file photo, prepared COVID-19 Pfizer-BioNTech vaccine syringes are seen at Edward Hospital in Naperville, Ill. The U.S. government is negotiating with Pfizer to acquire te ...
Bild: keystone

Neue Resultate der Corona-Geimpften: Das sind die Nebenwirkungen und Allergien

Der Impfstoff von Pfizer und BioNTech wird bald bei uns zum Einsatz kommen. Doch wer muss besonders aufpassen?
23.12.2020, 07:4823.12.2020, 07:55

Was kann die Nebenwirkung sein?

Nesselfieber, Atemnot oder Kreislaufbeschwerden: Nach der Zulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech-Pfizer gab es in mehreren Ländern vereinzelte Berichte über allergische Reaktionen. Die heftigsten betrafen allerdings Menschen mit bereits bestehenden schweren Allergien.

Das sagte Peter Schmid-Grendelmeier, Leiter der Allergiestation am Unispital Zürich, gemäss einer Mitteilung des aha! Allergiezentrums Schweiz. Die sogenannte Anaphylaxie geht mit Atemnot, Magen-Darm-Beschwerden oder sogar Herz-Kreislauf-Problemen einher. Im schlimmsten Fall ist sie lebensbedrohlich. Die Geimpften erholten sich nach einer sofortigen Behandlung jedoch wieder.

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Was löst die Allergien aus?

Was genau die Allergien beim Biontech-Pfizer-Vakzin ausgelöst haben könnte, ist unklar. Möglicherweise reagierten die Betroffenen auf Polyethylenglykol (PEG), das den Impfstoff stabilisiert. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) rät denn auch Menschen von einer Impfung ab, die auf auf einen der Wirkstoffe im Präparat allergisch sind. Hoffnung für Allergiker bietet Schmid-Grendelmeier zufolge das Vakzin von Astrazeneca, das kein PEG enthält. Im Moderna-Impfstoff kommt diese Substanz ebenfalls vor.

Wie kann man eine solche Reaktion verhindern?

Der Biontech-Pfizer-Impfstoff löst keine generellen allergischen Reaktionen hervor, wie Vergleiche zwischen den Interventions- und Kontrollgruppen in den Zulassungsstudien zeigten. Personen mit schweren Reaktionen auf Impfstoffe wurden von den Studien jedoch ausgeschlossen.

Wichtig sei, dass das Fachpersonal Personen vor einer Impfung nach allergischen Reaktionen in der Vergangenheit befragt. «Zudem muss das Impfpersonal grundsätzlich immer auf die Möglichkeit schwerer allergischer – sprich anaphylaktischer – Reaktionen vorbereitet sein», sagte der Allergologe Schmid-Grendelmeier.

Welche Menschen können geimpft werden?

Menschen, die allergisch gegen Nahrungsmittel, Pollen, Hausstaubmilben, Tiere, Insektengift, Latex oder andere Medikamente reagieren, dürfen gemäss Richtlinien der US-Seuchenbehörde (CDC) geimpft werden, und ebenso Personen mit einer familiären Anaphylaxie-Vorgeschichte oder früheren Komplikationen bei Injektionen von Vakzinen oder Medikamenten. Zur Sicherheit sollten Geimpfte bis zu einer halben Stunde nach der Impfung beobachtet werden, so Schmid-Grendelmeier. (cki/sda)

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